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Praktiker-Rettung Großaktionäre beschweren sich über Kreditbedingungen

Das Tauziehen um Praktiker geht weiter: Ein Kreditvertrag mit dem anvisierten US-Investor werde nur „unter Knebelbedingungen gewährt“, beschwert sich nun die Vertreterin zweier Großaktionäre.
12.08.2012 - 17:36 Uhr Kommentieren
Hessische Praktiker-Filiale. Quelle: dapd

Hessische Praktiker-Filiale.

(Foto: dapd)

Frankfurt Der Streit über die Sanierung des Baumarktkonzerns Praktiker geht in eine neue Runde. Die Fondsmanagerin Isabella de Krassny, Vertreterin zweier Großaktionäre, lehnt das Anfang Juli durchgesetzte Finanzierungskonzept des Vorstands erneut ab und fordert ein weiteres Aktionärstreffen. Der zur Sanierung vorgesehene Kredit des US-Finanzinvestors Anchorage werde "unter Knebelbedingungen gewährt" und versperre Praktiker ohne Not den Zugang zu anderen Investoren, kritisierte de Krassny in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die Fondsmanagerin, die für die österreichische Bank Semper Constantia und die zyprische Investmentgesellschaft Maseltov rund 15 Prozent der Praktiker-Aktien vertritt, drang erneut auf eine Ablösung von Vorstandschef Kay Hafner, dessen Vertrag am Montag ausläuft.

Einem Unternehmenssprecher zufolge liegt Praktiker ein Schreiben der Anwälte von Maseltov vor, in dem diese einen Antrag auf eine außerordentliche Hauptversammlung ankündigen, sollte der Kreditvertrag mit Anchorage unterzeichnet werden. Zum Stand der Verhandlungen mit dem US-Investor sagte er, diese seien auf der Zielgeraden. Es werde möglich sein, den Kreditvertrag in Kürze zu unterzeichnen.

Ob der Vertrag des Vorstandschefs verlängert wird, war am Wochenende offen. De Krassny strebt Hafners Ablösung an - und warb kurz vor der Entscheidung erneut für ihren Wunschkandidaten, den früheren Chef von Deutschlands größter Baumarktkette Obi, Andreas Sandmann. "Ich verstehe das Zögern des Aufsichtsrats nicht", sagte de Krassny der "FASZ". Sandmann habe Obi in nur einem Jahr saniert. Dies traue sie ihm auch bei Praktiker zu. Praktiker wollte sich am Wochenende nicht zu der anstehenden Personalentscheidung äußern.

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