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Preisabsprachen Kartell-Ermittlungen in China gegen Milchpulver-Hersteller

Firmen - vor allem aus dem Ausland - sollen Preise abgesprochen haben. Die Ermittlungen in China laufen, verdächtige Unternehmen hat die Regierung bereits genannt. Darunter ist nur eine einheimische Firma.
02.07.2013 - 14:35 Uhr Kommentieren
Milchpulver in einem Regal in Peking – viele Chinesen kaufen ausländische Produkte. Quelle: dpa

Milchpulver in einem Regal in Peking – viele Chinesen kaufen ausländische Produkte.

(Foto: dpa)

Peking Die chinesischen Behörden ermitteln einem Zeitungsbericht zufolge wegen mutmaßlicher Preisabsprachen gegen mehrere, größtenteils ausländische Hersteller von Baby-Milchpulver. Die Entwicklungs- und Reformkommission habe eine "Anti-Kartell-Prüfung" gestartet, berichtete am Dienstag die Zeitung "People's Daily".

Der Schweizer Lebensmittelriese Nestlé bestätigte der Nachrichtenagentur AFP in Peking die Untersuchungen. In der vergangenen Woche hatte bereits ein einheimisches Unternehmen, Biostime, Ermittlungen gegen eine Tochterfirma bekanntgegeben.

Laut Bericht hoben die Firmen die Preise für Milchpulver seit 2008 um 30 Prozent an. 2008 hatte ein Skandal um giftiges Milchpulver China erschüttert: Damals waren sechs Babys an mit Melamin gestrecktem Milchpulver gestorben, 300.000 weitere wurden davon krank. Das Misstrauen der Chinesen gegenüber einheimischen Produkten ist seither groß.

Viele kaufen ausländische Produkte - im Frühjahr kam es deswegen in Deutschland sogar vereinzelt zu Rationierungen von Baby-Milchpulver. Laut Marktforschungsunternehmen Euromonitor ist China weltweit der größte Markt für Milchpulver.

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    Die "People's Daily" berichtete am Dienstag, unter den verdächtigen Firmen seien Danone aus Frankreich, Mead Johnson, Wyeth, Abbott aus den USA sowie CampinaFriesland aus den Niederlanden. Als einziges einheimisches Unternehmen wurde Biostime genannt. Selbst äußern wollte sich die Entwicklungs- und Reformkommission am Dienstag auf Anfrage nicht.

    • afp
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