Preisabsprachen Kartellamt zeigt bei Chemiegroßhändlern Milde

Das Bundeskartellamt hat gegen zwölf Chemikaliengroßhändler Millionenbußgelder verhängt. Die Bußgelder fielen aber weniger drastisch aus als möglich, da alle Firmen "umfassend" mit den Kartellwächtern kooperiert hätten.
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HB DÜSSELDORF. Die Unternehmen sollen über Jahre Preise und Lieferquoten für Industriechemikalien abgesprochen haben, teilten die Behörde am Dienstag mit. Der Großhändler Brenntag ging sogar straffrei aus - er hatte sich den Ermittlern als Kronzeuge zur Verfügung gestellt.

Das Kartellamt verhängte insgesamt Bußgelder von 15,11 Millionen Euro. Weitere Strafen können folgen - denn die Ermittlungen gegen weitere 16 Firmen laufen noch. Auslöser des Verfahrens war ein Kronzeugenantrag der Brenntag im Jahr 2006.

Unternehmen, die bei der Aufdeckung illegaler Absprachen helfen, können nach der Regelung darauf setzen, nicht mit Bußgeldern belegt zu werden.

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