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Premier League Puma krallt sich Ausrüstervertrag von Manchester City

Die fränkische Sportmarke löst Weltmarktführer Nike als Trikot-Lieferant des englischen Meisters ab. Für die Herzogenauracher ist der Deal Gold wert.
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Puma wird im kommenden Sommer den englischen Meister und aktuellen Zweiten der Premier League ausstatten. Quelle: Reuters
Manchester City

Puma wird im kommenden Sommer den englischen Meister und aktuellen Zweiten der Premier League ausstatten.

(Foto: Reuters)

MünchenDie Raubkatze springt von London nach Manchester: Vom kommenden Sommer an wird Puma den englischen Meister Manchester City ausrüsten. Das teilte die im MDax notierte Firma am Donnerstag mit. Wichtigster Partner des Turnschuh-Herstellers in der Premier League war bislang der Hauptstadtclub Arsenal. Der steht aber ab der nächsten Saison beim Konkurrenten Adidas unter Vertrag. Daher ist der Deal für Puma so bedeutend.

„Pumas Partnerschaft mit der City Football Group ist die größte, die wir jemals eingegangen sind – sowohl was Ausmaß als auch Ambitionen betrifft,“ sagte Bjørn Gulden, Vorstandschef von Puma. Neben dem englischen Stamm-Verein umfasst die Vereinbarung auch Schwesterclubs der Gruppe außerhalb der Insel: Melbourne City FC, Girona FC, Club Atlético Torque und Sichuan Jiuniu FC.

Die City Football Group ist eine Holding, die ein halbes Dutzend Vereine besitzt. Sie gehört mehrheitlich einer Investmentgesellschaft aus Abu Dhabi, Chinesen halten einen kleineren Anteil. „Mit dieser Partnerschaft wird ein neues, spannendes Kapitel der City Football Group geschrieben,“ betonte Ferran Soriano, CEO der City Football Group.

Finanzielle Details nannten die beiden Partner nicht. Bislang liefen die Spieler von Manchester City in Leibchen von Weltmarktführer Nike auf. Britischen Medienberichten zufolge überweist Puma 50 Millionen Pfund (58 Millionen Euro) pro Saison. Das wäre mehr als das Doppelte, was Nike bislang für die vom ehemaligen Bayern-Trainer Pep Guardiola geführte Mannschaft auf den Tisch gelegt hat. Adidas konnte bei Manchester City nicht einsteigen, weil die Marke mit den drei Streifen bereits den Lokalrivalen United sponsert.

Puma hat Aufholbedarf im Fußball. Die Franken stehen im Geschäft mit Kickschuhen, Trikots, Stutzen und Bällen zwar auf Rang drei. Der Abstand auf Nike und Adidas ist jedoch enorm, das Label kommt auf einen Marktanteil von weniger als zehn Prozent.

Puma hat sich daher ein strammes Ziel gesetzt: Bis 2022 will der Konzern den Marktanteil im Fußball verdoppeln. „In vielen Läden haben wir noch nicht den Platz, den wir gerne hätten“, sagte vergangenen Herbst Matthias Mecking, der das Fußball-Geschäft verantwortet.

Die traditionsreiche Firma ist derzeit insgesamt gut unterwegs. So stiegen die Erlöse vergangenes Jahr währungsbereinigt um rund 18 Prozent auf knapp 4,7 Milliarden Euro. Unterm Strich blieben 187 Millionen Euro übrig, fast 40 Prozent mehr als 2017.

Damit nicht genug: Gulden will die Erlöse dieses Jahr um zehn Prozent in die Höhe treiben. Auch der Gewinn soll deutlich zulegen.

In den vergangenen Jahren hat Puma sein Engagement im Fußball deutlich ausgebaut. Seit Beginn der laufenden Saison spielen auch AC Mailand, Olympique Marseille und Borussia Mönchengladbach in den Jerseys der Herzogenauracher. In der Bundesliga ist Tabellenführer Borussia Dortmund der bedeutendste Partner.

Stars haben bereits Verträge mit Puma

Angesichts der gewaltigen Summen für die Ausrüsterverträge lohne sich das Fußballgeschäft nicht so recht, sagte Gulden jüngst am Firmensitz. „Es ist schwer damit Geld zu verdienen, weil die Marketingkosten so hoch sind.“ Allerdings strahlt das Engagement auf die gesamte Marke aus.

Einige Spieler von Manchester City haben bereits individuelle Verträge mit Puma: Vincent Kompany, David Silva und David Agüero. Derzeit steht der Club auf Rang zwei der englischen Liga, einen Punkt hinter Liverpool. Der Verein des deutschen Trainers Jürgen Klopp wird von New Balance ausgerüstet, einer Marke der zweiten Reihe in der Sportbranche.

An der Börse kam der Deal trotz der hohen Ausgaben gut an. Im frühen Handel lag der Kurs knapp ein Prozent im Plus bei 485 Euro. Binnen Jahresfrist ist der Kurs um ein Drittel gestiegen. Zum Vergleich: Der MDax hat im selben Zeitraum etwa acht Prozent an Wert verloren.

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