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Procter & Gamble Pampers-Hersteller baut Stellen in Deutschland ab

Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble hat das Ende von weltweit etwa hundert Marken angekündigt. In Deutschland schwenkt das Unternehmen auf einen Sparkurs – mehrere hundert Stellen werden abgebaut.
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Im Oktober 2013 waren Mitarbeiter der Marke Wella in die Procter & Gamble-Deutschlandzentrale nach Schwalbach im Taunus gezogen. Quelle: PR

Im Oktober 2013 waren Mitarbeiter der Marke Wella in die Procter & Gamble-Deutschlandzentrale nach Schwalbach im Taunus gezogen.

(Foto: PR)

Düsseldorf Der amerikanische Konsumgüter-Konzern Procter & Gamble baut in seiner Deutschlandzentrale weiter Arbeitsplätze ab. Innerhalb von zwei Jahren sollen rund 300 Stellen wegfallen, bestätigte eine Sprecherin entsprechende Informationen des Handelsblatts (Montagausgabe) aus dem Unternehmensumfeld.

Seit dem Frühsommer werden Mitarbeiter in der Zentrale in Schwalbach bei Frankfurt angesprochen. Sie sollen auf freiwilliger Basis das Unternehmen verlassen. Im Umfeld des Unternehmens hieß es, es seien auch zahlreiche Führungskräfte betroffen. „Das Programm ist – ohne auf Details eingehen zu wollen – großzügig ausgestattet und umfasst eine tatkräftige Unterstützung durch externe Experten bei der beruflichen Neuorientierung“, sagte die Sprecherin. Betriebsbedingte Kündigungen solle es nicht geben. Der Betriebsrat sei informiert.

Ende der Woche hatte der Konzern angekündigt, in den nächsten beiden Jahren bis zu hundert und damit mehr als die Hälfte seiner Produktlinien einstellen zu wollen. Der Konzern wolle sich auf seine populärsten 70 bis 80 Haushaltsmarken konzentrieren, so der Hersteller von Duracell, Pampers, Always, Wella, Gilette und anderen Produkten.

Welche Marken auf der Kippe stehen, sagte der Vorstandsvorsitzende A.G. Lafley nicht. Er sagte aber, Procter & Gamble hätte diesen Schritt schon viel früher machen sollen. „In einer perfekten Welt hätten wir das am Tiefpunkt der Finanzkrise, in der Rezession, gemacht“, sagte er in einer Konferenz mit Investoren und Analysten. Es gebe keinen Grund, jetzt noch zu warten.

Das Procter & Gamble-Reich
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1837 startete das heutige Wirtschaftsimperium als einfache Kerzenzieherei und Seifensiederei. Mehr als 170 Jahre später weist der Konzern pro Jahr einen Umsatz von 83,7 Milliarden Dollar (2012) aus und beschäftigt weltweit rund 126.000 Mitarbeiter. Kein anderes Unternehmen ist so reich an weltweit bekannten Produkten wie der amerikanische Konzern mit Hauptsitz in Cincinnati. Der folgende Überblick zeigt Marken, die Procter & Gamble unter seinem Konzerndach gesammelt hat.

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Der Konzern ist in fünf Sparten unterteilt. Im Geschäft mit Baby- und Familienpflege ist ein Wegwerfprodukt der Verkaufsschlager: Pampers. Die Windeln werden in 25 Ländern produziert und milliardenfach verkauft. Den weltweiten Marktanteil gibt der Konzern mit 35 Prozent an. Das reichte, um 2012 eine Schallmauer zu durchbrechen. Die Pampers-Marke erreichte einen Jahresumsatz von mehr als zehn Milliarden Dollar.

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Insgesamt erzielen 25 Marken des Konzerns Jahresumsätze von mehr als einer Milliarde Dollar. In der Sparte Gesundheitsprodukte zählt Wick dazu, das etwa in den USA als Vicks bekannt ist. Auch Zahnpflegeprodukte wie Oral-B zählen zu der Sparte, die 2012 insgesamt ein Sechstel zu Umsatz und Gewinn beisteuerte.

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Die Pflegesparte umfasst vor allen Dingen Rasierer. Die Marken Gillette, Fusion und Mach3 erreichen jeweils mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz pro Jahr. Das Geschäft mit den Klingen war durch eine riesige Übernahme im Jahr 2005 in das Procter-Reich geholt worden. Rund 600 Millionen Männer rasieren sich weltweit mit Produkten der Marke. Durch den Kauf war auch die deutsche Marke ...

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... Braun in den Konzern gelangt. Auch die Elektrorasierer gehören bei Procter & Gamble zu den Milliardenmarken.

(Foto: PR)
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Der Bereich Schönheitsprodukte macht rund ein Viertel des Konzernumsatzes aus. Eine der Vorzeigemarken ist die auf Haarpflege spezialisierte Firma Wella. Unter anderem gehört auch Head & Shoulders zu dem amerikanischen Riesenkonzern.

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Wasch- und Spülmittel gehören zur Sparte Gewebe- und Haushaltspflege. In den USA ist Procter & Gamble etwa mit der Waschmittelmarke Tide in Supermärkten allgegenwärtig. In Deutschland bekannt sind aus dem Hause Procter die Marken Ariel oder Febreze.

Der Handelsblatt Expertencall
  • cuk
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