Profiteure der Schleckerpleite Drogeriemarktkette dm wächst lieber analog

Zwar machen sich die Läden auch gegenseitig Konkurrenz, dennoch lohnt sich die Expansion für dm. Während die Karlsruher nach der Schleckerpleite im traditionellen Geschäft Bestmarken erreichen, sind sie online zögerlich.
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Wo man hinguckt nur dm – das dichte Netz der Filialen führt sogar zu Eigenkonkurrenz. Quelle: dpa

Wo man hinguckt nur dm – das dichte Netz der Filialen führt sogar zu Eigenkonkurrenz.

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KarlsruheDank neuer Filialen und mehr Kunden wächst bei der Drogeriemarktkette dm weiterhin der Umsatz. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres (30.9.) stiegen die Erlöse um 9,7 Prozent auf 3,15 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mit Sitz in Karlsruhe am Dienstag mitteilte. Konzernweit verbuchte dm ein Plus von 8,3 Prozent und überschritt damit in diesem Zeitraum erstmals die Vier-Milliarden-Grenze (4,09 Milliarden). Zum Gewinn äußerte sich der deutsche Marktführer nicht.

Das bereinigte Wachstum habe allerdings mit 2,16 Prozent etwas unter dem Wert des Vorjahreszeitraums gelegen (rund vier Prozent). „Das liegt daran, dass sich die Expansionsdynamik verstärkt“, sagte dm-Chef Erich Harsch. „Die bestehenden älteren Filialen geben immer auch ein bisschen was ab an die neuen Filialen.“ Bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres strebt dm in Deutschland sechs Milliarden Euro Umsatz an, europaweit acht Milliarden.

Insgesamt seien in Deutschland netto 76 Filialen hinzugekommen, europaweit waren es 83. „Wir profitieren nicht von hinzugekauftem, sondern von organischem Wachstum“, sagte Harsch. „Die Kunden kommen gerne zu uns“ - täglich seien es mehr als 1,6 Millionen. Seit der Insolvenz von Schlecker ist dm Branchenprimus im Drogeriegeschäft.

Im Vergleich zu anderen Anbietern habe dm in der Rückschau mit am meisten von der Schleckerpleite profitieren können, sagte Harsch. Zum Onlinegeschäft wollte er sich nicht genauer äußern. „Da wachsen die Bäume noch nicht in den Himmel“, sagte Harsch. „Man kann da eben auch schnell Geld verbrennen.“. Im vergangenen Jahr hatte sich der Drogeriekonzern von seinem Online-Shop bei Amazon verabschiedet. „Amazon hat uns gezeigt, dass dieser Weg nicht zukunftsträchtig ist. Welche Wege es gibt, eruieren wir, aber wir haben noch keine spruchreifen Ergebnisse“, sagte der dm-Chef.

Das Unternehmen ist europaweit in zwölf Ländern vertreten und beschäftigt in mehr als 2900 dm-Filialen mehr als 49 000 Mitarbeiter - rund 34 000 davon arbeiten in den 1550 deutschen dm-Märkten.

  • dpa
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