Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Protestbrief an Kanzlerin Chefs von Aldi, Edeka, Lidl und Rewe beschweren sich über Klöckner

Die Handelsketten wehren sich gegen Äußerungen der Landwirtschaftsministerin. Klöckners Vorwürfe widersprächen „jeglicher sachgerechten Würdigung“.
20.11.2020 - 14:57 Uhr 1 Kommentar
Ministerin Klöckner zeichne „ein Zerrbild der Lebensmittelhändler, die angeblich systematisch Verträge und Recht brechen“, beschweren sich die Firmen in dem Brief. Quelle: obs
Edeka-Markt

Ministerin Klöckner zeichne „ein Zerrbild der Lebensmittelhändler, die angeblich systematisch Verträge und Recht brechen“, beschweren sich die Firmen in dem Brief.

(Foto: obs)

Berlin Die Chefs der großen deutschen Handelsketten Edeka, Rewe, Aldi und der Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) haben sich in einem Protestbrief an Kanzlerin Angela Merkel über Äußerungen von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner beschwert.

Die Unionspolitikerin habe auf einer Pressekonferenz am Mittwoch „die großen Lebensmittelhandelsunternehmen kollektiv öffentlich scharf angegriffen“ und dabei Vorwürfe geäußert, „die jeglicher sachgerechten Würdigung widersprechen“. Zunächst hatte die „Wirtschaftswoche“ über den Brief berichtet.

Klöckner hatte am Mittwoch einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, mit dem Landwirte und kleinere Lebensmittel-Lieferanten besser davor geschützt werden sollen, dass Handelsriesen sie unfair unter Druck setzen. Klöckner sagte dabei, das Gesetz schaffe Augenhöhe und stärke die regionale Produktion und den Wettbewerb.

Häufig sei kleinen Lieferanten nichts anderes übrig geblieben, als unfaire Bedingungen zu akzeptieren, wenn sie nicht „ausgelistet“ werden wollen. Das solle ein Ende haben.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Frau Klöckner zeichne „ein Zerrbild der Lebensmittelhändler, die angeblich systematisch Verträge und Recht brechen“, beschwerten sich die Händler. „Wir sind über diesen massiven Angriff auf die Reputation unserer Unternehmen zutiefst erschrocken und fühlen uns persönlich diskreditiert“, schrieben die Manager. Es handle sich um einen beispiellosen Vorgang öffentlicher Diffamierung durch ein Mitglied der Bundesregierung.

    Unterzeichnet wurde der Brief von den Topmanagern Markus Mosa (Edeka), Lionel Souque (Rewe), Markus Dicker (Aldi) und Klaus Gehrig (Schwarz-Gruppe), sowie vom Präsidenten des Handelsverbandes Deutschland, Josef Sanktjohanser und Friedhelm Dornseifer, dem Präsidenten des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels. Außer an Merkel ging er auch an sämtliche Mitglieder des Bundeskabinetts.

    Mehr: Welche Jobs werden als Krisengewinner empfunden? Eine Auswertung der Stellenbörse Indeed nach den zuletzt gefragtesten Arbeitgebern gibt Aufschluss.

    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Protestbrief an Kanzlerin - Chefs von Aldi, Edeka, Lidl und Rewe beschweren sich über Klöckner
    1 Kommentar zu "Protestbrief an Kanzlerin: Chefs von Aldi, Edeka, Lidl und Rewe beschweren sich über Klöckner"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%