Qatar bei Oneworld Arabische Airlines nehmen Europa ins Visier

Qatar tritt dem Oneworld-Bündnis bei, Etihad kooperiert mit Air France - arabische Airlines drängen auf den europäischen Markt. Nur die Lufthansa hat weiterhin keinen Partner in der Wachstumsregion.
11 Kommentare
Qatar -Airways-Chef Akbar Al Baker

Qatar-Airways-Chef Akbar Al Baker

New YorkDem Luftfahrtbündnis Oneworld ist der Coup gelungen. Als erste große Allianz nehmen sie eine der ambitionierten arabischen Airlines in ihre Reihen auf. Die Fluggesellschaft Qatar Airways soll als neues Mitglied die Kooperation von Gesellschaften wie British Airways, Iberia und Air Berlin verstärken. Die Fluglinie aus dem arabischen Emirat Katar wurde zum designierten Mitglied ernannt, gab Oneworld am Montagabend in New York bekannt.

Oneworld ist nach der Star Alliance um die Deutsche Lufthansa und Skyteam um Air France-KLM das weltweit drittgrößte Bündnis von Fluggesellschaften. Die Mitglieder stimmen ihre Streckennetze aufeinander ab und bieten ihren Kunden das gesamte Flugangebot aller Partner an. Das Flugangebot von Oneworld könnte durch den neuen Partner massiv ausgebaut werden: Qatar betreibt derzeit eine Flotte von 111 Boeing- und Airbus-Maschinen und fliegt 120 Ziele in 70 Ländern an. Drehkreuz der Gesellschaft ist der Flughafen von Katars Hauptstadt Doha.

Air Berlin als zweitgrößte Fluggesellschaft Deutschlands bekommt auf diesem Wege nach der zu Jahresbeginn gestarteten Zusammenarbeit mit Etihad Airways bereits den zweiten arabischen Partner. Air Berlin war Oneworld erst im März beigetreten. Etihad und Qatar Airways gehören neben Emirates zu den staatlichen Fluggesellschaften vom Golf, die seit Jahren die etablierten Branchengrößen aus Europa herausfordern.

Besonders für die Lufthansa könnte damit der Druck steigen. Sie ist die letzte der verbliebenen europäischen Airlines, die damit nicht mit einer arabischen Airline kooperiert. Europas größter Luftverkehrskonzern kann auf das dichte Netz seines Bündnisses Star Alliance zurückgreifen, muss aber beim Komfort und auf der Kostenseite deutlich nachbessern, wenn er im harten Wettbewerb bestehen will. Den anderen Allianzen dürfte es schwerfallen, eine andere große Airline der Region für ihre Bündnisse zu gewinnen.

Durch ihren Einstieg bei Air Berlin und die Kooperation mit Air France/KLM hat die arabische Fluggesellschaft Etihad sich weitere Teile des europäischen Marktes erschlossen. Die Araber können auf Teile des europäischen Air France/KLM-Netzes etwa in der französischen Provinz oder in Skandinavien zurückgreifen.

Das Netz wird enger
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Qatar bei Oneworld - Arabische Airlines nehmen Europa ins Visier

11 Kommentare zu "Qatar bei Oneworld: Arabische Airlines nehmen Europa ins Visier"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.


  • Herr Franz täuscht und trickst auch wissentlich mit seinen treuesten Kunden, den Vielfliegern.

    Beispiel: Früher bin ich mit meinen gesammelten Meilen 1 oder 2x im Jahr First Class z.B. in den Urlaub nach Asien geflogen. Obwohl es nach dem M&M Programm immer noch First-Class Award Tickets gibt, wurden diese aber auf Weisung von Herrn Franz de facto abgeschafft.

    Versuchen Sie mal ein First Class Award Ticket zu buchen; es geht schlicht nicht, weil keine Plätze, egal zu welcher Reisezeit als Award Ticket angeboten werden.

    Ruft man dann bei M&M an, wird ZUM SCHEIN eine Reservierung entgegengenommen, diese jedoch auf Warteliste gesetzt und nach 7 Tagen automatisch wieder gelöscht. Die M&M Mitarbeiter wissen dass, sind aber angehalten, den Kunden bewußt zu täuschen.

    Kauft man hingegen ein teures Business-Class Ticket oberhalb der Z-Klasse(!) ist ein Upgrade problemlos und beim Blick in die First-Class Buchungs-Situation zeigt, dass fast alle Plätze noch frei sind.

    So werden die besten LH-Kunden betrogen.

    Wozu eigentlich noch LH fliegen? Für den Preis eines Business-Class Tickets der LH bekomme ich ein First-Class Ticket bei Emirates und erhalte zudem einen vielfach besseren Service.

  • Das Problem mit Lufthansa ist, Lufthansa lässt andere die Spielregeln bestimmen und versucht dann mitzuhalten. Kein Wunder warum in dieser neuen Branchenordnung Lufthansa es sich schwer tut. Weshalb Lufthansa dringend Menschen braucht, die den Willen mitbringen etwas Großartiges zu gestalten und sind in der Lage etwas aufzubauen. Lufthansa braucht Menschen, die den Stier bei den Hörnern packen können und wollen.

    Leute wie Herr Franz, die nur Kostensparen verstehen, haben in der heutigen Welt nichts verloren. Ach ja, wenn die Führungskräfte die hart umkämpften Arbeitnehmerrechte niedertrampeln, dann sind die Tage einer Machtprobe in der deutschen Wirtschaft nicht weit weg!


  • Den Business- und Vielflieger in teressiert es wenig, wieviel Geld das Personal verdient, sondern er geht dort hin, wo der beste Service geboten wird, und da ist LH auf dem stark abfallenden Pfad. Das wir ein Mann wie Franz nie begreifen.


  • Den Business- und Vielflieger in teressiert es wenig, wieviel Geld das Personal verdient, sondern er geht dort hin, wo der beste Service geboten wird, und da ist LH auf dem stark abfallenden Pfad. Das wir ein Mann wie Franz nie begreifen.

  • Ich kann Ihnen allen zustimmen, möchte aber dennnoch unterstreichen, dass Herr Franz für die Posten ungeeignet ist. Lufthansa braucht einen, der gestalterisch und aufbaufähig ist. Sanierer sind da fehl am Platz.

  • Auf lange Sicht sind die Araber am längeren Hebel. Nachdem in der Autoindustrie ja bereits ein Umdenken stattfindet,scheinen die Araber jetzt verstärkt auf die Luftfahrtindustrie zu setzen. Zeit das die Industrie E-Flugzeuge oder 100%Biofuel entwirft,ansonsten Gute Nacht LH.

  • Dass die Lufthansa ihren Mitarbeitern noch einigermaßen Existenz-sichernde Löhne zahlt ist natürlich eine Schwäche, die schleunigst beseitigt gehört. Ich würde als Servicesklave von Air Berlin jedenfalls gerne mit meinen LH-Kollegen tauschen.

  • Beim Umgang mit den Premiumkunden gebe ich Ihnen recht, da hat LH Nachholbedarf. Allerdings sollte man die guten alten Zeiten auch nicht über den grünen Klee loben, denn damals war die LH vor allem ein: unprofitabel.

    Und von den arabischen Airlines kann sich Franz tatsächlich etwas abgucken und nachmachen. Zu allererst sollte er alle Firmenpensionszahlungen einstellen, die gibts nämlich bei den gerade erst gegründeten Linien nicht. Dann sollte er darauf pochen, dass auch in D massiv Steuergelder für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur ausgegeben werden, mit dem Ergebnis dass ich Doha nur ein Bruchteil der Landegebühren von Frankfurt anfällt. Und vor allem sollte er das deutsche Streikrecht abschaffen, bei den arabischen Linien gibts das nämlich nicht. Da gäbe es ein paar Peitschenhiebe für UFO, Cockpit, GdF und wie sie alle heissen und dann husch husch wieder an die Arbeit.

    Sicher kann die LH einiges besser machen, aber man sollte auch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

  • Bei der Lufthansa ist nicht nur der Service an Bord um Klassen hinter sämtlichen Premium-Airlines schlechter, auch in der allgemeinen Kundenbetreuung hat Herr Franz mit seinem A.... all das umgerissen, was andere, wie z.B. Herr Weber über Jahre aufgebaut hatten.

    Wenn man sich aber beschwert, wird die Beschwerde nicht mehr individuell und auf die eigentlichen Inhalte hin beantwortet, sondern offenbar seitens des Pfördners, der in eine vorformulierte, auf alle Beschwerden passende weichgespülte Standard-Antwort nur noch den Namen des Beschwerdeführeres einsetzt.

    Auch bei geschätzten 99% des eigenen Personals ist Herr Franz höchst unbeliebt, was ja dem Arbeitsklima nicht gerade förderlich ist. Wenn man am Boden Personal gegenüber Kritik über Herrn Franz äußert, bekommt man in der Regel sofort verständnisvolles Lächeln und Kommentare zu Herrn Franz, die ich hier lieber nicht wiedergeben möchte.

    Ein Purser sagte mir als langjähriger LH-Senator kürzlich: "Bitte bleiben Sie uns treu. Auch wir mögen Herrn Franz nicht und sehen, wie alles nur schlechter wird, aber auch die Zeit des Herrn Franz geht irgenwann einmal zuende."

    Leider muss man befürchten, dass bis dahin der LH durch Misswirtschaft und Fehlentscheidungen nicht wieder gutzumachender Schaden zugefügt wurde.

  • Um Himmels Willen! Wenn der zu Opel ginge, verlören die Autos doch als erstes ihre ergonomischen Sitze(für welche sie immerhin mehrmals ausgezeichnet wurden) zu Gunsten eines Plastikbrettes mit Designpreis (neue Recaros in der LH). Bin kein Opelfahrer aber wünsche der Marke trotzdem kein Übel....
    Ansonsten leider volle Zustimmung!

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%