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Air Berlin sorgt für Probleme

Die Teilübernahme des Konkurrenten sorgt bei der Lufthansa für Wachstumsschmerzen.

(Foto: dpa)

Quartalszahlen Lufthansa in der Blitzanalyse – Air Berlin lässt sich nur schwer integrieren

31.07.2018 - 09:10 Uhr 1 Kommentar

Düsseldorf Europas größter Luftfahrtkonzern Lufthansa hat am Dienstagmorgen seine Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Das sind die wichtigsten Ergebnisse.

  • Der Umsatz fiel mit 9,3 Milliarden Euro zwischen April und Juni etwas schlechter aus, als von Analysten erwartet. Sie hatten mit 9,4 Milliarden gerechnet. Dass trotz der rasanten Expansion vor allem die Erlöse der Tochter Eurowings nur um 0,4 Prozent wuchsen, ist allerdings einer neuen Bilanzierungsvorschrift geschuldet. Laut „IFRS 15“ dürfen nun passagierabhängige Flughafengebühren und Steuern nicht mehr als Erlöse gebucht werden. Ohne dies Bestimmung wäre der Umsatz um 5,8 Prozent gestiegen.
  • Hohe Integrationskosten für die 78 übernommenen Maschinen von Eurowings, steigende Treibstoffpreise und Flugverspätungen sowie -ausfälle drückten den operativen Gewinn. Bereinigt ging er im Quartal um 3,2 Prozent auf 983 Millionen Euro zurück. Analysten hatten im Schnitt allerdings nur 946 Millionen erwartet.
  • Mit 734 Millionen Euro lag der Nettogewinn im Quartal um 0,8 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Zuvor hatten Analysten jedoch bereits mit einem Minus von 14 Prozent gerechnet.
  • Die Nettokreditverschuldung sank gegenüber dem Jahresbeginn um 11,4 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Weil gleichzeitig massiv in die Flotte investiert wurde, ging allerdings der Free Cashflow um 53,3 Prozent auf 977 Millionen Euro zurück.

Das fällt positiv auf

Kernmarken arbeiten effizienter: Die Netz-Airlines des Konzerns, insbesondere die Marken Lufthansa und Swiss, steigerten ihre Effizienz im ersten Halbjahr deutlich. Grund sind die inzwischen modernisierte Flotte sowie Auswirkungen der letzten Tarifverhandlungen. Gleichzeitig verbesserten die Netz-Carrier die Auslastung und die Durchschnittserlöse pro Passagier. Unterm Strich stiegen die Stückerlöse im ersten Halbjahr um 1,4 Prozent, die Marge der Netz-Airlines ging um 2,1 Prozentpunkte auf 8,9 Prozent nach oben. Ebenso erfreulich entwickelte sich Lufthansa Cargo. Durch die anhaltend hohe Nachfrage nach Luftfracht stieg der Betriebsgewinn um 60,3 Prozent auf 125 Millionen Euro.

Das fällt negativ auf

Air Berlin nur schwer integrierbar: Die Integration des Nachlasses von Air Berlin bei der Tochter Eurowings, der neben den Slots 78 Flugzeuge umfasst, dauert länger als erwartet. Zudem wird sie teurer. 120 Millionen Euro kostet die Zusammenführung im ersten Halbjahr 2018, wodurch im Gesamtkonzern ein Ebit-Rückgang um 34 Millionen Euro zustande kam. Und auch ohne diesen Kraftakt enttäuschte Eurowings. Im ersten Halbjahr flog sie einen Betriebsverlust von 199 Millionen Euro ein. Negativ zu Buche schlugen vor allem Kosten für Flugausfälle und Verspätungen.

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    „Gier, Größenwahn und Unfähigkeit – mit Lufthansa fliege ich nicht mehr"

    Was jetzt passiert

    Bald so rentabel wie Ryanair: Im dritten Quartal, verspricht die Konzernleitung, werde die Integration der Zukäufe von Air Berlin letztmalig das Ergebnis belasten. Das Konzernergebnis aber bleibt damit laut eigener Prognose „leicht unter dem Vorjahr“. Trotz der steigenden Spritpreise verbreitet der Konzern in Sachen Eurowings Optimismus. Schon im kommenden Jahr werde man profitabel sein, verspricht der Vorstand. In drei bis vier Jahren wolle man sogar das Niveau erreichen, auf dem Low-Cost-Anbieter wie Ryanair oder Easyjet jetzt schon fliegen.

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    1 Kommentar zu "Quartalszahlen: Lufthansa in der Blitzanalyse – Air Berlin lässt sich nur schwer integrieren"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die Prognose wurde bestätigt, das bedeutet, dass es zwar nicht leicht ist Air Berlin zu integrieren, aber Lufthansa diese Aufgabe gewachsen ist. Lufthansa hat schon häufiger übernommene Gesellschaften gut integriert und ist zudem eine 5 Sterne Luftfahrtgesellschaft!
      Sieht man auf Ryainair, dann wird einem klar - billig geht nicht auf immer und ewig. Die Piloten und Flugbegleiter möchten vernünftig bezahlt werden. Und Passagiere wollen einen vernünftigen Service und dann auch tatsächlich abfliegen und ankommen.

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