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Nike Logo

Der Adidas-Konkurrent Nike konnte Gewinn und Umsatz um zehn Prozent steigern.

(Foto: Reuters)

Quartalszahlen Nike übertrifft die Erwartungen

Der weltgrößte Sportartikelhersteller steigert Umsatz und Gewinn um zehn Prozent. Trumps Boykottaufrufe haben dem Adidas-Konkurrenten nicht geschadet.
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New YorkBei dem Sportartikelhersteller Nike geht es weiter bergauf. Der Adidas-Konkurrent konnte Gewinn und Umsatz um zehn Prozent steigern. Auch die Boykottaufrufe des US-Präsidenten haben Nike nicht geschadet. Im nachbörslichen Handel legte die Aktie um mehr als sieben Prozent zu.

„Nikes ambitionierte digitale Transformation hat uns starke Ergebnisse gebracht“ kommentierte der Vorstandsvorsitzende Mark Parker die Zahlen. Im zweiten Quartal des im Juni beginnenden Geschäftsjahr setzte das Unternehmen mit Sitz in Oregon 9,4 Milliarden Dollar um und schrieb einen Nettogewinn von 847 Millionen Dollar. Damit verteidigt Nike seinen Platz an der Spitze der Sportartikelhersteller weltweit.

Am stärksten legte Nike in China zu. Aber auch in anderen asiatischen Ländern und in Europa konnte die Marke mit dem „Swoosh“ – wie das geschwungene Logo genannt wird – punkten.

Damit beendet das Unternehmen ein Jahr, das durchaus schwierig begonnen hatte, mit überraschenden Erfolgsmeldungen. Zu Jahresbeginn hatte es jede Menge negative Schlagzeilen gegeben. Konzernchef Mark Parker hatte sich öffentlich entschuldigt, Beschwerden über sexuelle Belästigungen nicht ernst genommen zu haben. Im Frühjahr mussten mehrere Top-Manager das Unternehmen verlassen.

Im Sommer sorgte dann die mutige Werbekampagne mit dem umstrittenen Football-Spieler Colin Kaepernick für Aufsehen. Kaepernick war der erste Football-Spieler, der aus Protest gegen Polizeigewalt gegen Schwarze während der Nationalhymne gekniet und nicht gestanden hatte. Nike zeigte ihn in einem Video mit den Worten: „Glaube an etwas. Auch wenn es bedeutet, alles zu opfern."

Damit hatte der Sportartikelhersteller den Zorn des US-Präsidenten auf sich gezogen. Donald Trump rief sogar zum Boykott von Nike-Produkten auf. „Nike wird total vernichtet durch Ärger und Boykotts. Ich frage mich, ob sie im Traum daran gedacht haben, dass es so werden würde", twitterte Regierungschef Trump damals. Im Internet kursierten Fotos von brennenden Nike-Schuhen.

Doch der Umsatz in den USA stieg trotzdem um neuen Prozent. Die Aktie von Nike hat zwar auch unter dem zuletzt schwachen Aktienmarkt gelitten. Dennoch lag sie im vergleich zum Jahresbeginn immer noch zehn Prozent im Plus und damit deutlich besser als die meisten Indizes.

Nike hat zuletzt nicht nur massiv die Digitalisierung investiert. Das Unternehmen setzt auch mit seinen eigenen Läden Akzente. In New York etwa hat Nike seinen neuen Flagship-Store auf der 5th Avenue eingeweiht. Auf sechs Etagen mit insgesamt 7.000 Quadratmetern zelebrieren die Amerikaner zum einen die berühmten Sneaker wie Museumsstücke.

Zum anderen können Kunden aber auch ihre Schuhe personalisieren, indem sie sie färben und die Schnürsenkel nach ihrem Geschmack wählen. Für personalisierte Kleidungswünsche stehen sogar Designer und Schneider zur Verfügung. Und wer keine Warteschlangen an der Kasse mag, kann per App zahlen und gehen. Ein Mix aus Einkaufserlebnis und Digitalisierung.

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