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Henkel mit Problemen

Die Logistik macht Henkel-Chef Hans Van Bylen in Nordamerika zu schaffen.

(Foto: dpa)

Quartalszahlen Probleme in Nordamerika belasten Henkel – die Blitzanalyse

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DüsseldorfDer Düsseldorfer Konsumgüterhersteller Henkel hat seine Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Die wichtigsten Fakten:

  • Der Umsatz fällt um 4,5 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro.
  • Das bereinigte betriebliche Ergebnis (Ebit) fällt um 1,4 Prozent auf 842 Millionen Euro.
  • „Das erste Quartal war durch außergewöhnlich starke negative Wechselkurseffekte gekennzeichnet“, kommentierte Vorstandschef Hans Van Bylen die Quartalszahlen. „Unser betriebliches Ergebnis und das Ergebnis je Aktie waren ebenfalls durch die negativen Wechselkursentwicklungen belastet.“ Die Umsatzrendite erhöhte sich dennoch um 50 Basispunkte auf 17,4 Prozent.
  • Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent auf 1,43 Euro.

Das fällt positiv auf

Profitable Klebstoffsparte: Das Geschäft mit Klebstoffen für den Konsum- und Profimarkt wächst weiter am schnellsten. Das organische Wachstum (also ohne Zukäufe) betrug 4,7 Prozent. Nominal sank der Umsatz allerdings leicht auf 2,3 Milliarden Euro. Damit war die Klebstoffsparte weiter der stärkste Bereich von Henkel. Die bereinigte Umsatzrendite war mit 18,1 Prozent so hoch im Vorjahr.

Das fällt negativ auf

Schwieriges Geschäft mit der Schönheit: Die Beauty-Sparte bleibt das Sorgenkind von Henkel. Der organische Umsatz sank im ersten Quartal um 4,3 Prozent und erreichte nominal nur 965 Millionen Euro. Das lag an der Logistikpanne im Nordamerikageschäft, die Henkel im März gemeldet hatte. Mit mäßigem Erfolg hatten die Düsseldorfer vergangenes Jahr begonnen, das eigene Lagernetz samt Lieferkette für den US-Markt umzustellen.

Van Bylen hatte da bereits ein negatives organisches Wachstum für die Sparte angekündigt. Er hatte auch gewarnt, dass die Beauty-Sparte das Umsatzziel eines organischen Wachstums von zwei bis vier Prozent im Gesamtkonzern nicht erreichen wird.

Van Bylen sagte, die Normalisierung des Servicelevels in Nordamerika im zweiten Quartal sei auf einem guten Weg. In Nordamerika erzielte Henkel 2017 mit knapp 5,2 Milliarden Euro rund ein Viertel seines Umsatzes. 

Was jetzt passiert

Prognose: Van Bylen hält trotz der Probleme an seiner Wachstumsprognose für das gesamte Jahr fest. Er erwartet wie schon 2017 ein organisches Umsatzwachstum von zwei bis vier Prozent. Etwas mutiger ist das Management des Konzerns bei der Umsatzrendite, die auf mehr als 17,5 Prozent (2017: mehr als 17 Prozent) steigen soll. Die Prognose für das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie fällt mit fünf bis acht Prozent jedoch vorsichtiger aus. 2017 waren es rund neun Prozent.

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