Quartalszahlen-Ticker Kinohits treiben Disney-Gewinn in die Höhe

Blockbuster wie „Incredibles 2“ und „Ant-Man an the Wasp“ verhelfen dem Filmkonzern zu einem Gewinnsprung. Der Quartalszahlen-Ticker.
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Frankfurt/New YorkIn den USA läuft die Quartalssaison. Aber auch in Europa öffnen Konzerne und Großbanken wieder ihre Bücher. Lesen Sie in unserem Quartalszahlen-Ticker die Ergebnisse ausgewählter Unternehmen.

+++ 08.11.2018 +++

Kinohits treiben Disney-Gewinn in die Höhe

Der US-Entertainment-Riese Walt Disney hat im Sommer dank Kinoerfolgen wie „Incredibles 2“ und „Ant-Man an the Wasp“ einen Gewinnsprung gemacht. Im vierten Geschäftsquartal (bis Ende September) legte der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreswert um knapp ein Drittel auf 2,3 Milliarden Dollar (2,0 Milliarden Euro) zu, wie der Konzern am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Erlöse wuchsen um zwölf Prozent auf 14,3 Milliarden Dollar.

Damit übertrafen die Zahlen die Erwartungen der Experten klar. Die Aktie des Disney-Konzerns, der vor der Übernahme großer Teile des Rivalen 21st Century Fox steht, stieg nachbörslich zunächst um 1,5 Prozent. Auf Jahressicht liegt der Kurs mit 7,5 Prozent im Plus.

Vor allem in der Filmsparte liefen die Geschäfte gut, hier schoss der operative Gewinn um 50 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar nach oben. Doch auch die übrigen Sparten – Disneys Themenparks und Resorts sowie der TV-Bereich mit dem Sportsender ESPN - verbuchten deutliche Zuwächse.

In Zukunft will sich der Hollywood-Gigant verstärkt auf den boomenden Streaming-Markt konzentrieren, da Online-Videodienste wie Netflix immer mehr Kunden abjagen. Disney bringt deshalb einen eigenen Internet-Service an den Start und setzt dabei auch stark auf zugekaufte Inhalte des Konkurrenten Fox. Die insgesamt über 70 Milliarden Dollar schwere Übernahme nahm mit der Genehmigung durch die EU-Wettbewerbshüter am Dienstag eine wichtige Hürde.

„Wir konzentrieren uns weiter auf den erfolgreichen Abschluss und die Integration unserer Akquisition von 21st Century Fox“, sagte Disney-Chef Bob Iger bei Vorlage des Finanzberichts. Nicht nur im vergangenen Quartal, auch im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr lief es für den Konzern glänzend. Disney steigerte den Gewinn um 40 Prozent auf 12,6 Milliarden Dollar (11,1 Milliarden Euro). Der Umsatz kletterte um acht Prozent auf 59,4 Milliarden Dollar. Beides sind nach Angaben von Konzernchef Iger neue Rekordwerte.

+++ 08.11.2018 +++

Activision Blizzard enttäuscht mit neuester Version von „Call of Duty“ die Anleger

Die anfänglichen Verkaufszahlen des Computerspiels „Call of Duty: Black Ops 4“ haben die Anleger enttäuscht. Nachbörslich fiel die Aktie des Konzerns um acht Prozent. Der Umsatz von 3,05 Milliarden Dollar im dritten Quartal lag leicht unter Erwartungen der Experten, der Nettogewinn stieg auf 260 Millionen Dollar nach 188 Millionen Dollar im Jahr zuvor.

+++ 07.11.2018 +++

Scheitern des NXP-Kaufs drückt Chipkonzern Qualcomm tief ins Minus

Der Chipkonzern Qualcomm ist durch eine Milliardenzahlung nach dem Scheitern der Übernahme des Konkurrenten NXP tief in die roten Zahlen gerutscht. Im vergangenen Quartal gab es einen Verlust von 500 Millionen Dollar, wie die kalifornische Firma nach US-Börsenschluss am Mittwoch mitteilte.

Qualcomm hatte in dem Vierteljahr die vereinbarte Zahlung von zwei Milliarden Dollar an NXP für die Absage des Deals verbucht. Die Übernahme war nach monatelangen Verlängerungen schließlich am Widerstand chinesischer Wettbewerbsbehörden gescheitert. Im Vorjahresquartal hatte Qualcomm noch 200 Millionen Dollar Gewinn gemacht.

Qualcomm leidet auch weiter an einem festgefahrenen Streit mit Apple. Der Konzern hat zwei Standbeine: Die Produktion von Chips vor allem für Smartphones sowie ein reges Geschäft mit Lizenzen auf von Qualcomm patentierte Technologien. Die Chipsparte macht deutlich mehr Umsatz, das Lizenzgeschäft ist merklich profitabler. Durch den Konflikt mit Apple bekommt Qualcomm aber seit Mitte 2017 keine Lizenzzahlungen von iPhone-Fertigern mehr. Apple wirft Qualcomm vor, unfaire und überhöhte Gebühren zu kassieren, der Chipkonzern konterte mit Vorwürfen der Patentverletzung.

In dem Ende September abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal sanken die Erlöse des Qualcomm-Lizenzgeschäfts im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 1,14 Milliarden Dollar und das Vorsteuerergebnis um elf Prozent auf 739 Millionen Dollar.

In der Chipsparte stagnierte der Umsatz bei 4,65 Milliarden Dollar, während das Vorsteuerergebnis um 18 Prozent auf 796 Millionen Dollar fiel. Der Konzernumsatz gab um zwei Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar nach. Die Qualcomm-Aktie verlor im nachbörslichen Handel zeitweise rund 3,50 Prozent.

+++ 01.11.2018 +++

Hohe Rohstoffkosten brocken Kraft Heinz Gewinneinbruch ein

Der Ketchup-Riese aus Chicago ächzt unter hohen Rohstoffkosten. Der Nettogewinn brach im dritten Quartal um ein Drittel auf 630 Millionen Dollar ein, wie das US-Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Zudem bekommt Kraft Heinz höhere Kosten für Transport und Werbung zu spüren. Ein Mangel an Lkw-Fahrern in den USA setzt dem Konzern ebenfalls zu.

A Heinz Ketchup bottle sits between a box of Kraft macaroni and cheese and a bottle of Kraft Original Barbecue Sauce on a grocery store shelf in New York in this March 25, 2015 file photo. Kraft Heinz Co said it will eliminate 2,500 jobs in the United States and Canada, including about 700 at its headquarters in Northfield, Illinois. Heinz, backed by Warren Buffett's Berkshire Hathaway Inc and Brazilian private equity firm 3G Capital - known as an aggressive cost-cutter - combined with Kraft in March in a $46 billion deal that created the third-largest North American food company. REUTERS/Brendan McDermid/Files Quelle: Reuters
Kraft Heinz

A Heinz Ketchup bottle sits between a box of Kraft macaroni and cheese and a bottle of Kraft Original Barbecue Sauce on a grocery store shelf in New York in this March 25, 2015 file photo. Kraft Heinz Co said it will eliminate 2,500 jobs in the United States and Canada, including about 700 at its headquarters in Northfield, Illinois. Heinz, backed by Warren Buffett's Berkshire Hathaway Inc and Brazilian private equity firm 3G Capital - known as an aggressive cost-cutter - combined with Kraft in March in a $46 billion deal that created the third-largest North American food company. REUTERS/Brendan McDermid/Files

(Foto: Reuters)

Die Aktie des Herstellers von Philadelphia-Käse fiel nachbörslich um 7,5 Prozent auf 52 Dollar. Der Nettoumsatz stieg dagegen um 1,6 Prozent auf 6,38 Milliarden Dollar.

+++ 01.11.2018 +++

Apple macht Umsatz- und Gewinnsprung

Der Start des neuen iPhone XS hat Apple im vergangenen Quartal einen kräftigen Sprung bei Umsatz und Gewinn beschert. Der Konzern verdiente nach eigenen Angaben vom Donnerstag 14,1 Milliarden Dollar - rund 32 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz stieg dabei im Ende September abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal um ein Fünftel auf 62,9 Milliarden Dollar.

Die Aktie verlor nach der Zahlenvorlage im nachbörslichen Handel am Donnerstag zeitweise rund vier Prozent. Das dürfte vor allem an der Prognose für das laufende Weihnachtsgeschäft gelegen haben. Apple stellte Erlöse zwischen 89 und 93 Milliarden Dollar in Aussicht. Einige Analysten hatten mit rund 100 Milliarden Dollar Umsatz gerechnet. Vor einem Jahr kam der Konzern im Weihnachtsquartal auf 88,3 Milliarden Dollar.

+++ 01.11.2018 +++

Starbucks steigert Umsatz

Die weltgrößte Kaffeehauskette hat dank guter Geschäfte in den USA und China ihren Quartalsumsatz um drei Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar gesteigert. Der Nettogewinn ging dagegen in den Monaten Juli bis September um vier Prozent auf rund 756 Millionen Dollar zurück.

+++ 01.11.2018 +++

Spotify schreibt erstmals in den schwarzen Zahlen

Der Musik-Streamingdienst hat im dritten Quartal unter dem Strich mit einem Gewinn von 43 Millionen Euro erstmals schwarze Zahlen geschrieben. Im Vorjahresquartal war netto noch ein Verlust von 394 Millionen Euro angefallen. Der Umsatz kletterte um rund ein Drittel auf 1,35 Milliarden Euro. Die Zahl der Abonnenten kletterte im Vergleich zum Vorquartal um fünf Prozent auf 87 Millionen.

+++ 31.10.2018 +++

US-Versicherungsriese AIG verringert Verlust im 3. Quartal

Der US-Versicherungsriese hat seinen Verlust im dritten Quartal verringert. Das Management gab am Mittwoch einen Nettofehlbetrag von 1,26 Milliarden Dollar bekannt nach 1,74 Milliarden Dollar vor Jahresfrist. Das Unternehmen profitierte von vorteilhaften Rückversicherungsverträgen, die Verluste durch Katastrophenschäden in Japan und Nordamerika wettmachten. Die Zahlen fielen deutlich schlechter aus als von Analysten erwartet.

Für das US-Unternehmen lief es im Sommer besser als erwartet. Quelle: dpa
Ebay

Für das US-Unternehmen lief es im Sommer besser als erwartet.

(Foto: dpa)

Mitte Oktober hatte AIG bereits mitgeteilt, dass die Wirbelstürme Florence und Michael in den USA sowie Taifune in Japan den Versicherer teuer zu stehen kommen dürften. Der Konzern prognostizierte für das dritte Quartal ein Minus von rund 1,6 Milliarden Dollar vor Steuern vor allem im Zusammenhang mit den Hurrikans. Die AIG-Aktie ließ seit der Gewinnwarnung rund 13 Prozent Federn.

AIG war einst der größte Versicherer der Welt. Nach dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers 2008 geriet auch AIG in Schieflage und wurde von der US-Regierung mit 182 Milliarden Dollar an Steuergeldern vor dem Aus gerettet. Das Geld hat das Unternehmen inzwischen zurückgezahlt.

+++ 31.10.2018 +++

General Motors steigert Gewinn

Der größte US-Autobauer hat dank kräftiger Nachfrage im dritten Quartal mehr verdient als von Analysten erwartet. Der Nettogewinn belief sich auf 2,53 Milliarden Dollar. Um Sondereffekte bereinigt lag der Gewinn je Aktie mit 1,87 Dollar weit über den 1,25 Dollar, die Analysten im Schnitt erwartet hatten.

+++ 31.10.2018 +++

T-Mobile-Fusionspartner Sprint gewinnt mehr Kunden als erwartet

Der vor dem Zusammenschluss mit T-Mobile US stehende US-Mobilfunker hat mit niedrigen Preisen deutlich mehr neue Kunden im dritten Quartal gewonnen als von Analysten erwartet. Netto stieg deren Zahl um 109.000 zum Vorquartal. Analysten waren von einem Rückgang ausgegangen. Der Umsatz stieg um sechs Prozent auf 8,43 Milliarden Dollar. Unter dem Strich fand Sprint mit 196 Millionen Dollar zurück in die schwarzen Zahlen.

+++ 31.10.2018 +++

Ebay steigert Umsatz um sechs Prozent

Der Online-Händler profitiert von seiner verstärkten Werbung. Diese lockte mehr Kunden an und bescherte dem Konzern im dritten Quartal einen Umsatzanstieg von sechs Prozent auf 2,65 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte binnen Jahresfrist auf 721 Millionen von 520 Millionen Dollar zu.

Produkte des Biotechnologie-Unternehmens Qiagen liegen am 23.01.2014 in einer Produktionshalle in Hilden (Nordrhein-Westfalen). Am 30.01.204 legt der größte deutsche Biotech-Konzern seine Bilanz für 2013 vor. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa
Qiagen

Produkte des Biotechnologie-Unternehmens Qiagen liegen am 23.01.2014 in einer Produktionshalle in Hilden (Nordrhein-Westfalen). Am 30.01.204 legt der größte deutsche Biotech-Konzern seine Bilanz für 2013 vor. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

(Foto: dpa)

Anders als Rivale Amazon zeigte sich Ebay auch für das Weihnachtsgeschäft optimistisch. Das Unternehmen erwartet für das vierte Quartal mehr Gewinn als von Analysten prognostiziert. Dies kam am Markt gut an, die Aktie gewann im nachbörslichen Handel sechs Prozent an Wert. Allerdings hat das Papier in diesem Jahr bereits 27 Prozent an Federn gelassen.

Um mehr Kunden anzulocken und sich gegen die Konkurrenz von Amazon und Alibaba zu stemmen, startete Ebay diverse Initiativen und steckte Geld in die Produktentwicklung, Werbung und nutzerfreundlichere Internetseiten.

+++ 31.10.2018+++

Samsung verdient gut

Dank des robusten Geschäfts mit Speicherchips hat Samsung im dritten Quartal 2018 einen kräftigen Gewinnsprung verzeichnet. Der Überschuss sei im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro (13,15 Billionen Won) gestiegen, teilte das südkoreanische Technologieunternehmen am Mittwoch mit. Das starke Ergebnis bei Speicherchips sei vor allem auf den Bedarf an Servern und Mobilgeräten zurückzuführen. Der Verkauf von Smartphones blieb den eigenen Angaben zufolge im dritten Quartal trotz eines soliden Absatzes bei Spitzenmodellen so gut wie unverändert.

+++ 31.10.2018+++

T-Mobile US zieht weiter Kunden an

Die Deutsche-Telekom-Tochter hat erneut viele Kunden angelockt. Die Zahl stieg im dritten Quartal um 774.000. Analysten der hatten dagegen nur mit 628.000 gerechnet. Der Nettogewinn stieg binnen Jahresfrist auf 795 Millionen von 550 Millionen Dollar, der Umsatz auf 10,84 Milliarden von 10,02 Milliarden Dollar.

+++ 31.10.2018+++

Facebook wächst schwächer

Der Betreiber der weltweit größten Internetplattform hat im dritten Quartal zwar Umsatz und Gewinn gesteigert, bei den Nutzerzahlen blieb der Konzern jedoch hinter den Erwartungen des Marktes zurück. Das Unternehmen steigerte den Gewinn je Aktie auf 1,76 Dollar von 1,59 Dollar ein Jahr zuvor. Der Umsatz legte um 33 Prozent auf 13,73 Milliarden Dollar zu. Die Nutzerzahl stieg auf 2,27 Milliarden. Analysten hatten mit 2,29 Milliarden gerechnet.

+++ 30.10.2018 +++

Google-Rivale Baidu erzielt höheren Umsatz als erwartet

Die chinesische Suchmaschine hat dank höherer Werbeeinnahmen im dritten Quartal den Umsatz um 27 Prozent auf umgerechnet 3,6 Milliarden Euro (28 Milliarden Yuan) gesteigert. Damit übertraf der Google-Konkurrent die Erwartungen von Analysten. Der Überschuss kletterte um 56 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro.

+++ 30.10.2018 +++

Höhere Kosten setzen Biotech-Konzern Amgen zu

Kostenzuwächse und Preissenkungen belasten den US-Biotechnologiekonzern. Der Überschuss fiel auf 1,86 Milliarden Dollar von 2,02 Milliarden ein Jahr zuvor. Allein bei dem Cholesterin-Mittel Repatha sei der Preis um 60 Prozent gesenkt worden. Der Konzernumsatz legte dennoch um zwei Prozent zu auf 5,9 Milliarden Dollar. Gewinn- und Umsatzprognose für das laufende Jahr hob Amgen an.

+++ 30.10.2018 +++

L'Oreal-Umsatz dank Luxusmarken höher als erwartet

Der französische Kosmetikkonzern hat im vergangenen Quartal seinen Umsatz um 6,2 Prozent auf 6,47 Milliarden Euro gesteigert. Auf vergleichbarer Basis betrug das Plus sogar 7,5 Prozent. Analysten hatten mit einem Anstieg von lediglich 5,8 Prozent gerechnet. Das Unternehmen profitierte insbesondere von einer starken Nachfrage nach Luxusmarken wie Lancome.

+++ 30.10.2018 +++

Mastercard steigert Quartalsgewinn um ein Drittel

US-Verbraucher lassen bei ihren Einkaufstouren die Karten des Visa-Rivalen glühen. Mastercard verdiente im dritten Quartal mit 1,9 Milliarden Dollar unter dem Strich ein Drittel mehr als vor Jahresfrist. Auch Visa hatte zuletzt höhere Gewinne ausgewiesen.

+++ 29.10.2018 +++

Qiagen hebt Gewinnprognose für Gesamtjahr an

Die größte deutsche Biotechfirma hat im dritten Quartal Gewinn und Umsatz gesteigert. Das im TecDax notierte Unternehmen profitierte vor allem von einem starken Geschäft mit einem Test auf latente Tuberkulose, der sich inzwischen als Zugpferd erweist.

Snapchat leidet unter der scharfen Konkurrenz durch Facebooks Tochter Instagram. Quelle: Reuters
Snap Inc.

Snapchat leidet unter der scharfen Konkurrenz durch Facebooks Tochter Instagram.

(Foto: Reuters)

Der Umsatz erhöhte sich um 3,8 Prozent auf 377,9 Millionen Dollar. Bei konstanten Wechselkursen betrug das Plus 6,5 Prozent. Der Überschuss erhöhte sich auf 60,3 Millionen Dollar von 48,5 Millionen Dollar.

Das in den Niederlanden ansässige Unternehmen, das sich auf Tests zum Nachweis von Krankheiten sowie Laborgeräte spezialisiert hat, rechnet für das laufende Jahr unverändert mit einem Umsatzwachstum von etwa sechs bis sieben Prozent. Für den bereinigten Gewinn je Aktie hob Qiagen die Schätzung auf 1,33 bis 1,34 Dollar von zuvor 1,31 bis 1,33 Dollar an.

+++ 29.10.2018 +++

Milka-Hersteller Mondelez verdient mehr

Der US-Nahrungsmittelhersteller Mondelez (Milka, Jacobs, Oreo) hat dank Kostensenkungen im dritten Quartal mehr verdient als im Vorjahr. Der Gewinn kletterte auf 1,19 Milliarden Dollar von 981 Millionen Dollar. Zudem profitierte das Unternehmen von höheren Preisen. Der Netto-Umsatz sank dagegen um 3,7 Prozent auf 6,29 Milliarden Dollar. Grund waren schwächere Geschäfte in Europa und Lateinamerika.

+++ 26.10.2018 +++

Snapchat erwartet weiteren Nutzerschwund - Aktie stürzt ab

Die Foto-App Snapchat hat im Sommerquartal weiter Nutzer verloren und rechnet nicht mit einer raschen Trendwende. In den drei Monaten bis Ende September sank die Zahl der täglich aktiven User um ein Prozent auf 188 Millionen, wie die Snapchat-Mutter Snap am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. In einer Schalte mit Analysten sagte Finanzchef Tim Stone, dass der Nutzerschwund vorerst anhalten dürfte.

Damit würden die Nutzerzahlen das dritte Quartal in Folge fallen. Im nachbörslichen Handel gab die Aktie um zehn Prozent nach. Wegen der ausbleibenden Trendwende hat sie seit dem Jahresbeginn mehr als 50 Prozent ihres Werts verloren. Stone dämpfte zudem Hoffnungen, dass Snap im gesamten kommenden Jahr schwarze Zahlen schreibt.

Intel wies nach Börsenschluss einen Anstieg des Nettogewinns im dritten Quartal um 42 Prozent aus. Quelle: AFP
Chiphersteller

Intel wies nach Börsenschluss einen Anstieg des Nettogewinns im dritten Quartal um 42 Prozent aus.

(Foto: AFP)

Solche Erwartungen waren aufgekommen, nachdem ein internes Memo von Snap-Chef Evan Spiegel in die Öffentlichkeit geraten war. „Bedenken sie, dass ein internes Ziel keine Prognose und auch keine Leitlinie ist.“

Dabei konnte Snap die Erwartungen der Wall Street bei den Finanzergebnissen im jüngsten Quartal übertreffen. Die Erlöse kletterten im Jahresvergleich um 43 Prozent auf 298 Millionen Dollar. Der Verlust nahm von 443 Millionen auf 325 Millionen Dollar ab. Snapchat leidet schon länger unter scharfer Konkurrenz durch Facebooks Tochter Instagram, zudem kamen die jüngsten Umgestaltungen der einst besonders bei jüngeren Leuten sehr populären App bei vielen Nutzern nicht gut an.

+++ 25.10.2018 +++

Intel verbucht Gewinnsprung

Gute Geschäfte mit Rechenzentren haben dem US-Chiphersteller Intel einen höheren Gewinn beschert. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen im dritten Quartal mit 6,4 Milliarden Dollar rund 42 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Nettoumsatz stieg um 19 Prozent auf 19,2 Milliarden Dollar, wie der AMD-Rivale am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte.

Zuletzt hatten pessimistische Prognosen anderer großer Chipproduzenten den Märkten zugesetzt. Am Donnerstag legten Intel-Papiere nachbörslich 3,5 Prozent zu.

+++ 24.10.2018 +++

Visa profitiert von starker US-Konjunktur

Dank der boomenden US-Wirtschaft und hoher Ausgabefreude der Verbraucher hat der Kreditkarten-Riese Visa den Gewinn im Sommer deutlich gesteigert. Im Geschäftsquartal bis Ende September legte der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreswert um ein Drittel auf 2,8 Milliarden Dollar (2,5 Milliarden Euro) zu, wie der Finanzkonzern am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Erlöse wuchsen um zwölf Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar.

Wie die Rivalen Mastercard und American Express profitiert Visa von der starken US-Konjunktur und dem florierenden Online-Handel, der die Zahlungen mit Kreditkarten steigen lässt und den Anbietern so Gebühren einspielt. Zudem machen sich die Steuersenkungen der US-Regierung weiter positiv in den Bilanzen bemerkbar. Auch wenn Visa die Erwartungen der Wall Street nur beim Gewinn übertraf, reagierte die Aktie nachbörslich zunächst mit spürbaren Kursaufschlägen.

+++ 24.10.2018 +++

AMD rechnet mit weniger Umsatz als erwartet

Die sinkende Nachfrage von Kryptowährungs-Schürfern nach teuren leistungsfähigen Graphik-Prozessoren macht der US-Chipfirma AMD zu schaffen. Fürs laufende Quartal rechnet AMD mit einem Umsatz von rund 1,45 Milliarden Dollar. Dies liegt unter den Erwartungen von Analysten. Im abgelaufenen Vierteljahr reichte es noch zu Erlösen von 1,65 Milliarden Dollar.

+++ 24.10.2018 +++

Microsoft dank Cloud-Sparte und Büro-Software mit Gewinnsprung

Ein florierendes Cloud-Geschäft und die starke Nachfrage nach der cloud-basierten Büro-Software „Office 365“ haben Microsoft im abgelaufenen Quartal Schwung gegeben. Der Umsatz stieg von Juli bis September um 19 Prozent auf fast 29,1 Milliarden Dollar, wie der weltgrößte Softwareanbieter am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit weniger als 28 Milliarden Dollar gerechnet.

Der Gewinn kletterte um 34 Prozent auf rund 8,8 Milliarden Dollar. Die Aktie legte nachbörslich mehr als zwei Prozent zu.

+++ 24.10.2018 +++

Tesla schreibt ersten Gewinn seit zwei Jahren - Aktie steigt

Der US-Elektroautopionier Tesla hat den ersten Quartalsgewinn seit zwei Jahren erzielt. Dank der anziehenden Produktion des Hoffnungsträgers Model 3 stieg das Nettoergebnis im dritten Quartal auf 311,5 Millionen Dollar, wie der Konzern am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Anleger warten seit mehreren Quartalen auf diese Nachricht. Im Vorjahresquartal stand noch ein Verlust von rund 619 Millionen Dollar in der Bilanz. Nachbörslich legte die Aktie sieben Prozent zu.

+++ 24.10.2018 +++

Ford verdient deutlich weniger – Probleme in China und Europa

Höhere Materialkosten und Zölle sowie Probleme in China und Europa haben den Gewinn des zweitgrößten US-Autobauers Ford im Sommer kräftig sinken lassen. In den drei Monaten bis Ende September fiel der Überschuss im Jahresvergleich um rund 36 Prozent auf 993 Millionen Dollar (872 Mio Euro), wie Ford am Mittwoch nach US-Börsenschluss in Detroit (US-Bundesstaat Michigan) mitteilte.

Angetrieben von überraschend guten Verkäufen im Heimatmarkt Nordamerika, wo das Geschäft mit SUV's und Pick-up-Trucks boomt, legten die Erlöse dennoch um drei Prozent auf knapp 38 Milliarden Dollar zu. Damit wurden die Markterwartungen deutlich übertroffen - die Aktie stieg nachbörslich zunächst um über fünf Prozent.

+++ 24.10.2018 +++

Bauknecht-Mutter Whirlpool schwächelt beim Gewinn

Die Bauknecht-Mutter Whirlpool hat auch im abgelaufenen Quartal mit den höheren Zöllen auf Stahl und Aluminium gekämpft. Der Gewinn fiel um mehr als Fünftel auf 210 Millionen Dollar. Der Umsatz des US-Konzerns, zu dem auch die Marken Kitchen Aid und Maytag gehören, ging trotz besserer Geschäfte auf dem Heimatmarkt leicht auf 5,33 Milliarden Dollar zurück.

+++ 24.10.2018 +++

Militärflugzeuge sind gefragt – Boeing hebt die Prognose an

Der Airbus-Rivale Boeing blickt angesichts guter Geschäfte mit Militärmaschinen optimistischer in die Zukunft. Im Gesamtjahr peilt der US-Konzern mit Umsätzen von 98 bis 100 Milliarden Dollar eine Milliarde mehr an als bisher. Im dritten Quartal stiegen die Erlöse um 3,8 Prozent auf rund 25,1 Milliarden Dollar.

+++ 24.10.2018 +++

Barclays' Handelsgeschäft erholt sich – Doch der Streit um den Kurs geht weiter

Die britische Großbank bekommt weiterhin Rechtsstreitigkeiten und Strafzahlungen zu spüren. Der Vorsteuergewinn ging deswegen in den ersten neun Monaten auf umgerechnet 3,5 Milliarden Euro zurück. Strafen und andere Sondereffekte herausgerechnet wäre es ein Plus von knapp einem Viertel auf knapp sechs Milliarden Euro.

+++ 23.10.2018 +++

Texas Instruments gibt verhaltenen Ausblick

Der US-Chiphersteller Texas Instruments erwartet für das vierte Quartal einen deutlich geringeren Umsatz als von Analysten erwartet. Das Unternehmen teilte am Dienstag nach Börsenschluss mit, man rechne mit Umsätzen von 3,6 bis 3,9 Milliarden Dollar. Experten hatten im Durchschnitt mit Geschäften im Volumen von 4,0 Milliarden Dollar gerechnet.

Fresenius: Geschäfte bei FMC und Helios trüben Gesamtjahr Quelle: dpa
Fresenius

Beim währungsbereinigten Konzernergebnis soll nur das untere Ende der ursprünglichen Spanne von sechs bis neun Prozent erreicht werden.

(Foto: dpa)

Im dritten Quartal, das zum 30. September endete, stieg der Gewinn auf 1,57 Milliarden Euro von 1,29 Milliarden ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg auf 4,26 Milliarden Dollar von 4,12 Milliarden.

+++ 23.10.2018 +++

Apple-Zulieferer LG Display schafft Weg zurück in die Gewinnzone

Der südkoreanische Apple-Zulieferer LG Display hat im dritten Quartal wieder die Gewinnzone erreicht. Unterstützung kam dabei von der schwächeren Landeswährung Won, wie der Bildschirmhersteller am Mittwoch mitteilte. Den Gewinn im dritten Quartal bezifferte das Unternehmen mit 140 Milliarden Won (123,2 Millionen Dollar).

Analysten hatten im Schnitt nur ein Plus von 79 Milliarden Won erwartet. Im zweiten Quartal hatte LG Display noch einen Verlust von 228 Milliarden Won ausgewiesen.

+++ 19.10.2018 +++

Kauflaune der Kunden steigert Quartalsgewinn von American Express

Der Kreditkartenriese American Express verdient dank brummender US-Wirtschaft, ausgabefreudiger Kunden und niedrigerer Steuern weiter glänzend. Im dritten Quartal stieg der Nettogewinn im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro), wie der Finanzkonzern am Donnerstag nach US-Börsenschluss in New York mitteilte. Die Erlöse wuchsen um neun Prozent auf gut zehn Milliarden Dollar. Die Ergebnisse fielen besser aus als erwartet.

Die Aktie legte nachbörslich zunächst um rund ein Prozent zu. Wie den Konkurrenten Visa und Mastercard spielt American Express die boomende US-Konjunktur in die Karten, die die Konsumfreude der Verbraucher steigen lässt. Denn je mehr mit Kreditkarten eingekauft wird, desto mehr verdienen die Unternehmen an Transaktionsgebühren.

Zudem machen sich die Steuersenkungen der Regierung von US-Präsident Donald Trump weiterhin positiv in den Bilanzen bemerkbar. Bei American Express sank die effektive Steuerquote im abgelaufenen Quartal verglichen mit dem Vorjahreswert von 26 auf 22 Prozent.

+++ 19.10.2018 +++

Paypal steigert Gewinn

Der im Zuge der boomenden US-Wirtschaft florierende Internethandel hat dem Bezahldienst Paypal im Sommer gute Geschäfte beschert. Im dritten Quartal stieg der Gewinn im Jahresvergleich um 24 Prozent auf 694 Millionen Dollar (606 Millionen Euro), wie die einstige Ebay-Tochter am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Erlöse nahmen um 14 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar zu.

Das insgesamt über Paypals Dienste abgewickelte Zahlungsvolumen kletterte um 24 Prozent auf 143 Milliarden Dollar. „Paypal hatte ein weiteres exzellentes Quartal“, freute sich Vorstandschef Dan Schulman und verwies zudem auf neue Partnerschaften mit Walmart und American Express. Bei Anlegern kamen die Zahlen ebenfalls gut an - die Aktie stieg nachbörslich zunächst um über 2,5 Prozent.

+++ 19.10.2018 +++

Hurrikan-Saison kostet AIG viel Geld

Die Wirbelstürme Florence und Michael in den USA sowie Taifune in Japan kommen den amerikanischen Versicherer teuer zu stehen. Der Konzern rechnet nach eigenen Angaben für das dritte Quartal mit Kosten von 1,5 bis 1,7 Milliarden Dollar vor Steuern vor allem im Zusammenhang mit den Hurrikans. Die AIG-Aktie ließ nachbörslich 3,3 Prozent Federn. Das Unternehmen will seine Bilanz am 1. November vorstellen.

+++ 19.10.2018 +++

Michelin senkt Prognose

Der Continental-Rivale malt wegen der sinkenden Nachfrage nach Fahrzeugen aus China und neuen Abgasvorschriften in Europa ein düsteres Bild für den Reifenmarkt. Das französische Unternehmen senkte seine Prognose für das Wachstum für den globalen Autoreifenmarkt auf 0,5 Prozent von 1,5 Prozent für dieses Jahr. Für den Lkw-Reifenmarkt geht Michelin sogar von einem Rückgang um 1,5 Prozent aus. Zuvor hatte das Unternehmen noch eine Zunahme um 0,5 Prozent erwartet. Im vierten Quartal dürften sich die Verkäufe abschwächen.

+++ 19.10.2018 +++

Philip Morris profitiert von starker Nachfrage nach E-Zigaretten

Dank einer starken Nachfrage nach E-Zigaretten hat der Tabakkonzern im dritten Quartal mehr Gewinn und Umsatz erzielt als erwartet. Je Aktie verdiente die US-Firma 1,44 Dollar nach 1,27 Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit einem Gewinn je Aktie von 1,28 Dollar gerechnet. Die Erlöse stiegen um 0,4 Prozent auf 7,5 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 6,5 Milliarden Euro).

+++ 19.10.2018 +++

Blackstone schlägt die Erwartungen

Der weltgrößte Finanzinvestor hat sein wirtschaftliches Ergebnis im dritten Quartal um elf Prozent auf 911 Millionen Dollar (umgerechnet 790 Millionen Euro) gesteigert. Analysten hatten mit einem geringeren Zuwachs gerechnet.

+++ 19.10.2018 +++

Baugeschäft drück bei Bouygues aufs Ergebnis

Der französische Mischkonzern dämpft die Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr. Das Betriebsergebnis im Baugeschäft dürfte wegen Problemen bei drei Projekten in diesem Jahr sinken. Für die Telekomsparte und den Sender TF1 halte der Konzern indes an seiner Prognose unverändert fest. Auf Konzernebene geht der Mischkonzern von einem in etwa stabilen bis leicht rückläufigen Betriebsgewinn verglichen mit 2017 aus.

+++ 19.10.2018 +++

Accor Hotels ist zuversichtlich fürs Gesamtjahr

Die größte europäische Hotelkette erhöht nach einem starken dritten Quartal ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr. Das Unternehmen erwartet nun ein Betriebsergebnis von 700 bis 720 Millionen Euro. Zuvor war die Hotelkette von 690 bis 720 Euro ausgegangen. Im dritten Quartal setzte AccorHotels dank Zukäufen mehr um als im Vorjahr. Die Erlöse stiegen um 22,3 Prozent auf rund eine Milliarde Euro.

+++ 18.10.2018 +++

Sonderbelastungen verhageln Alcoa die Bilanz

Der US-Aluminiumkonzern Alcoa hat wegen eines Sonderpostens das dritte Quartal mit einem Minus abgeschlossen. Der Nettoverlust betrug 41 Millionen Dollar nach einem Gewinn von 113 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Belastend wirkte sich ein Abschlag von 160 Millionen Dollar im Zusammenhang mit der Altersvorsorge aus. Ohne diesen lag der Gewinn bei 63 US-Cent je Aktie, während Experten 36 Cent erwartet hatten.

Der Umsatz stieg um 14,4 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Die Alcoa-Aktie legte nachbörslich um drei Prozent zu.

+++ 17.10.2018 +++

IBM enttäuscht mit Umsatzrückgang – Aktie nachbörslich unter Druck

Ein schwaches Server-Geschäft und ungünstige Wechselkurse haben den Aufschwung beim Computer-Urgestein IBM im Sommerquartal vorerst wieder beendet. In den drei Monaten bis Ende September gingen die Erlöse im Jahresvergleich um rund zwei Prozent auf 18,8 Milliarden Dollar (15,6 Milliarden Euro) zurück, wie der IT-Konzern am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Experten hatten mit einem höheren Umsatz gerechnet.

Anleger reagierten enttäuscht und ließen die Aktie nachbörslich in einer ersten Reaktion um mehr als vier Prozent fallen. Der Quartalsgewinn sank um ein Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar, fiel damit aber etwas besser als erwartet aus.

In den Vorquartalen hatte IBM die Erlöse nach jahrelangem Abwärtstrend erstmals wieder steigern können. Der Konzern hat einen tiefgreifenden Wandel hinter sich und setzt inzwischen stark auf neuere Geschäftsbereiche wie Cloud-Dienste, Datenanalyse und künstliche Intelligenz.
Zwischenzeitlich hatte sich auch die klassische Hardware-Sparte wieder deutlich besser entwickelt, doch im jüngsten Quartal gab es hier kaum Zuwächse. IBM hat zudem Probleme mit dem starken Dollar, der die internationalen Einnahmen nach Umrechnung in die heimische Währung schmälert. Das US-Unternehmen macht den Großteil seines Umsatzes im Ausland.

+++ 17.10.2018 +++

Netflix zieht unterwartet viele Neukunden an

Netflix hat mehr neue Kunden gewonnen als von Experten vorhergesagt und damit seine Aktie auf einen Höhenflug geschickt. Der Internet-Filmdienst gab am Dienstag nach US-Börsenschluss einen Anstieg der Streamingkunden-Zahl um sieben Millionen im dritten Quartal bekannt, etwa 1,8 Millionen mehr als von Analysten erwartet. Damit hat der US-Konzern weltweit 137 Millionen Zuschauer.

Der Nettogewinn stieg auf 402,8 Millionen Dollar nach 129,6 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz lag mit vier Milliarden Dollar im Rahmen der Expertenerwartungen. Im nachbörslichen Handel stieg die Netflix-Aktie um 14 Prozent.

+++ 17.10.2018 +++

+++ United Continental erfreut Anleger +++

Die US-Fluggesellschaft United Continental (UAL) blickt trotz kräftig gestiegener Treibstoffkosten noch positiver auf das Gesamtjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) werde bei 8,00 bis 8,75 Dollar liegen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Zuvor war UAL von 7,25 bis 8,75 US-Dollar ausgegangen. Anleger zeigten sich begeistert, der Aktienkurs legte in einer ersten Reaktion um bis zu 5 Prozent zu.

„Wir sind so zuversichtlich wie noch nie, dass wir unsere ehrgeizigen Ergebnisziele für 2020 erreichen“, sagte UAL-Chef Oscar Munoz.

Im dritten Quartal steigerte UAL den Umsatz um 11,2 Prozent auf 11 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte unter dem Strich gar um fast ein Drittel auf 836 Millionen Dollar zu.

+++ 17.10.2018 +++

Enttäuschende Geschäfte bei FMC und Helios trüben Fresenius‘ Gesamtjahr

Der Gesundheitskonzern Fresenius blickt angesichts schleppender Geschäfte bei einigen Töchtern skeptischer auf das Gesamtjahr. Beim währungsbereinigten Umsatzwachstum werde 2018 voraussichtlich nur das untere Ende der ursprünglichen Spanne von fünf bis acht Prozent erreicht, teilte das Unternehmen am späten Dienstagabend mit. Auch beim währungsbereinigten Konzernergebnis soll nur das untere Ende der ursprünglichen Spanne von sechs bis neun Prozent erreicht werden.

Hintergrund sind den Angaben zufolge enttäuschend gelaufene Geschäfte bei der Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care (FMC) und der Klinikkette Helios. Hier hätten Umsatz und Ergebnis unter den Erwartungen des Unternehmens gelegen, hieß es. Die sehr gute Entwicklung beim Infusionsspezialisten Kabi habe dies nur zum Teil ausgeglichen.

FMC, deren Aktien ebenso wie die des Mutterkonzern im Dax notiert sind, senkte in einer eigenen Mitteilung die Ziele für das Gesamtjahr. Demnach soll das währungsbereinigte Umsatzwachstum 2018 „aufgrund des unerwartet schwachen Geschäfts mit Gesundheitsdienstleistungen in Nordamerika und den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in bestimmten Schwellenländern“ nur noch bei zwei bis drei Prozent liegen.

Bisher hatte das Ziel bis fünf bis sieben Prozent gelegen. Das währungsbereinigte Wachstum des auf die Anteilseigner entfallenden Konzernergebnisses auf vergleichbarer Basis dürfte nun noch bei elf bis zwölf Prozent (zuvor: 13-15) liegen.

  • dpa
  • rtr
  • ott
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