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Ralf Wenzel Deutscher Gründer sichert sich eine große Finanzierungsrunde in den USA

Der Lieferdienst Jokr entwickelt ein neues Konzept und will damit Amazon angreifen. Bei Investoren hat Wenzel bereits großes Interesse geweckt.
20.07.2021 - 16:07 Uhr Kommentieren
Sein Lieferdienst setzt auf eigene kleine Logistikzentren in Kundennähe und auf Angebote von lokalen Anbietern. Quelle: Hindustan Times/Getty Images
Ralf Wenzel

Sein Lieferdienst setzt auf eigene kleine Logistikzentren in Kundennähe und auf Angebote von lokalen Anbietern.

(Foto: Hindustan Times/Getty Images)

Denver Ralf Wenzel kennt sich in der heiß umkämpften Welt der Lieferdienste bestens aus. 2012 gründete er Foodpanda, das 2016 vom Konkurrenten Delivery Hero übernommen wurde und ein Jahr später an die Börse ging. Mit einem neuen Konzept hat er nun großes Interesse bei Investoren geweckt. Sein Lieferdienst Jokr schloss soeben eine der größten Finanzierungsrunden der vergangenen Jahre ab.

170 Millionen Dollar sammelte das New Yorker Start-up in der sogenannten Series A bei Investoren ein. Das ist gut siebenmal mehr als die durchschnittlichen Runden anderer amerikanischer Start-ups, die sich in einer frühen Phase befinden. Zur Bewertung des Unternehmens wollte sich Wenzel, 41, nicht äußern.

„Wir sehen uns als Ersatz für die Supermärkte“, sagt Wenzel im Gespräch mit dem Handelsblatt. Jokr, das in New York, aber auch in Städten wie São Paulo, Mexico City, Warschau und Wien tätig ist, verspricht ähnlich wie Gorillas in Deutschland, die Lieferung der Bestellung innerhalb von 15 Minuten. Dabei setzt das Start-up auf eigene kleine Logistikzentren in Kundennähe und auf Angebote von lokalen Anbietern wie Bäckereien und Kaffeeröstern.

Künstliche Intelligenz soll dabei helfen, den richtigen Bedarf zur richtigen Zeit zu ermitteln, um die Lieferwege möglichst kurz zu halten. „Kunden interessieren sich immer mehr für lokale Alternativen im Vergleich zu globalen Marken“, so Wenzel.

Damit hätte Jokr auch einen Vorteil gegenüber dem Onlineriesen Amazon, dessen Angebot vor allem von jenen Marken getrieben sei, die bereit seien, ihre Produkte möglichst stark zu bewerben.

Auch Softbank gehört zu den Geldgebern

Das „hyperlokale“ Angebot sei auch ökologisch besser, glaubt Wenzel. „Wir versuchen mit unserer Plattform, die Kunden zu animieren, nur das zu kaufen, was sie wirklich brauchen und wann sie es brauchen. Das ist effizienter und nachhaltiger, als wenn man einmal pro Woche mit dem Auto zu Walmart fährt und einen Großeinkauf macht.

Expansionspläne nach Deutschland hat Jokr derzeit nicht. Dort sei das Netz an Supermärkten zu engmaschig und die Bevölkerungsdichte nicht groß genug, um profitabel zu werden.

Zu den größten Geldgebern dieser Finanzierungsrunde gehören GGV Capital, Balderton Capital and Tiger Global Management. Wenzels früherer Arbeitgeber Softbank hatte ebenso wie Tiger Global und einige andere bereits in einer früheren Runde investiert. Ob Softbank seinen Anteil aufgestockt hat, wollte Wenzel nicht kommentieren. Auch Angaben zum Umsatz macht das vier Monate alte Start-up derzeit noch nicht. Nur so viel: „Das Ordervolumen weltweit wächst um 30 bis 40 Prozent pro Woche.“

Mehr: Wie das Start-up Noyes die Schnelllieferdienste profitabel machen will

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