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Rapport im Verkehrsministerium Bahnchef Lutz muss zum zweiten Krisengespräch antreten – und erwägt ein Versprechen

Die Züge in Deutschland sollen pünktlicher werden. Darum hat Verkehrsminister Andreas Scheuer die Spitzenmanager der Bahn in sein Ministerium geladen.
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DB: Chef Lutz muss erneut zum Krisengespräch antreten Quelle: dpa
Bahnchef Richard Lutz

Viel Neues kann der Bahnchef dem Verkehrsministerium nicht präsentieren.

(Foto: dpa)

Berlin/DüsseldorfEinen Vorteil hat Bahnchef Richard Lutz. Der 54 Jahre alte Chef der Deutschen Bahn ist Frühaufsteher. Termine wie die Krisentreffen beim Bundesverkehrsminister um sieben Uhr morgens sind für Lutz kein Problem. Am heutigen Donnerstag ist es mal wieder soweit. Der Minister hat zum zweiten Krisentreffen geladen, Kaffee und belegte Brötchen inklusive.

Begleitet wird Lutz, der bereits am Dienstag in der Früh gemeinsam mit Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla und Finanzchef Alexander Doll antreten musste, diesmal zusätzlich von Personenverkehrsvorstand Berthold Huber. Womit auch klar wird, was auf der Tagesordnung steht: Wie will die Bahn Qualität und Pünktlichkeit der Fernzüge und Regionalbahnen verbessern?

Beim letzten Treffen am Dienstag wurde diese Frage wegen der eng getakteten Tagesordnung nicht ausgiebig genug besprochen. Nach einem dreiviertelstündigen Vortrag der Bahnmanager blieben Minister Andreas Scheuer (CSU), seinen Staatssekretären und den Vertretern der Regierungsparteien kaum Zeit, Fragen zu stellen. Scheuers Staatssekretär Enak Ferlemann, der zugleich auch Bahnkoordinator ist, war mit den Ergebnissen darum auch nicht zufrieden.

Bahnchef Lutz und Huber werden heute auch wieder ihre „Agenda für eine bessere Bahn“ aus der Tasche holen. Die enthält unter anderem 50 konkrete Maßnahmen, was die Bahn alles plant, um in den kommenden Monaten pünktlicher zu werden. Das Papier hatte der Vorstand schon im November dem Aufsichtsrat präsentiert.

Aber es hat offensichtlich die Regierungsvertreter noch nicht überzeugt. Viel Neues darf der Minister jetzt wohl nicht erwarten. Ob ihn aber Details interessieren, dass etwa ein Betriebswerk für ICE-Züge ausgebaut werden soll?  

Immerhin: Die Bahn wagt sich wieder vorsichtig aus der Defensive und gibt Voraussagen, wann im Fernverkehr Besserungen in Sicht sind. Für 2019 verspricht der Vorstand eine Pünktlichkeitsquote von 76,5 Prozent nachdem der Anteil nicht verspäteter ICE und IC im vergangenen Jahr auf 74,9 Prozent eingebrochen war.

Letzten Sommer hatte Bahnchef Lutz das lange verfolgte Ziel von 82 Prozent fahrplanmäßig fahrender Züge aufgegeben. Das steht nun erst im Jahre 2025 wieder in der Planung. Minister Scheuer und die Verkehrspolitiker dürften sich damit wohl kaum zufriedengeben.

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