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Reaktion auf Schulmassaker Walmart erhöht Mindestalter für Waffenkäufer

Zwei US-Einzelhandelsriesen verkaufen keine Schusswaffen und Munition mehr an unter 21-Jährige. Mittlerweile scheint auch das Weiße Haus umzudenken.
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Jungen Menschen unter 21 verkauft Walmart keine Waffen und Munition mehr. Sturmgewehre werden ganz aus dem Sortiment genommen. Die große US-Einzelhandelskette reagierte damit auf das jüngste Schulmassaker in Parkland, Florida. Quelle: AP
Waffen? Nein Danke!

Jungen Menschen unter 21 verkauft Walmart keine Waffen und Munition mehr. Sturmgewehre werden ganz aus dem Sortiment genommen. Die große US-Einzelhandelskette reagierte damit auf das jüngste Schulmassaker in Parkland, Florida.

(Foto: AP)

New York Die beiden größten Waffenhändler der USA warten nicht auf politische Entscheidungen beim Waffenrecht, sondern legen sich ab sofort freiwillige Beschränkungen für den Waffenverkauf auf: Die US-Einzelhandelskette Walmart hob das Mindestalter für Käufer von Schusswaffen und Munition an.

Wer unter 21 Jahre alt sei, dürfe in Zukunft keine Waffen mehr in den Geschäften der Kette kaufen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Waffen, die Sturmgewehren ähnlich seien, würden zudem von der Webseite genommen.

Zuvor hatte bereits der US-Sportartikelverkäufer Dick's Sporting Goods das Mindestalter für Waffenkäufer auf 21 erhöht. Dessen Geschäftsführer hatte sich mit der US-Waffenlobby National Rifle Association angelegt und ein strengeres Waffengesetz gefordert.

Vor zwei Wochen hatte ein 19-Jähriger in einer Schule in Parkland, Florida, 17 Menschen erschossen, viele davon Schüler. Seither schlagen in den USA die Wellen der Diskussion hoch.

Mittlerweile hat die Bewegung auch das Weißen Haus erreicht. „Wir können nicht warten und Spielchen spielen, wir müssen etwas tun“, sagte Trump bei einem überparteilichen Treffen mit Senatoren und Abgeordneten, das in Gänze vom Fernsehen übertragen wurde. Der Präsident sprach sich für das Heraufsetzen der Altersgrenze für Gewehre aus, wie sie oft bei Überfällen auf Schulen verwendet werden.

Auch in Parkland wurde ein Sturmgewehr im Stil einer AR-15 verwendet. Der Präsident untermauerte seinen Vorschlag, Hintergrundüberprüfungen von Waffenkäufern zu verbessern. Außerdem wolle er nicht, dass psychisch Kranke Waffen haben.

Man dürfe keine Angst vor der Waffenlobby NRA haben, sagte Trump. „Sie haben die Macht über mich verloren – wofür sollte ich sie brauchen? – , aber sie haben Macht über Euch. Manche von Euch sind starr vor Angst. Das dürft Ihr nicht sein“, sagte er in die Runde, in der vielen Republikanern die Gesichtszüge erstarrten. Trump kamen im Wahlkampf Zuwendungen der NRA in Höhe von 30 Millionen Dollar zugute.

Trump: „Ich wäre selbst in die Schule hereingerannt – auch ohne Waffe“

Walmart ist da bereits einen Schritt weiter als die Politik: „Wir nehmen unsere Pflicht, ein verantwortungsvoller Verkäufer von Schusswaffen zu sein sehr ernst", hieß es in einem Statement. Der Einzelhändler verkauft Gewehre, Schrotflinten und Munition in Tausenden seiner Filialen.

Das Unternehmen stoppte den Verkauf von halbautomatischen Waffen wie dem Gewehr AR-15, mit dem der Attentäter von Florida vor zwei Wochen seine Opfer erschoss, bereits im Jahr 2015. Walmart kündigte an, ab sofort diese Regelungen auch für Onlineverkäufe anzuwenden.

Dick's Sporting Goods hatte am Mittwoch bekannt gegeben, dass der Amokläufer Nikolas Cruz im November eine Schrotflinte in einem seiner Läden gekauft habe. Diese Waffe hatte er jedoch nicht für das Massaker in Parkland benutzt. Trotzdem: „Wir waren so traurig über das, was passiert ist, dass wir das Gefühl hatten, wir müssen was tun", sagte der Chef Edward Stack dem US-Fernsehen.

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