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Rechtsstreit Schlappe für Metro im Machtkampf bei Media Saturn

Der scheidende Metro-Chef Eckhard Cordes hat im Machtkampf beim Elektronikhändler Media Saturn vor Gericht eine Schlappe erlitten. Metro wollte ein vertragliches Vetorecht des Media-Markt-Gründers kippen.
11.10.2011 Update: 11.10.2011 - 11:40 Uhr Kommentieren
Eckhard Cordes musste vor Gericht eine Schlappe hinnehmen. Quelle: dapd

Eckhard Cordes musste vor Gericht eine Schlappe hinnehmen.

(Foto: dapd)

Ingolstadt Im Rechtsstreit um die Macht bei Europas größtem Elektronikhändler Media-Saturn hat der scheidende Metro-Chef Eckhard Cordes eine Schlappe erlitten. Das Landgericht Ingolstadt verwehrte dem Handelskonzern in einem Urteil vom Dienstag, bei der Tochter Media-Saturn durchzuregieren. Metro darf zwar wie gefordert einen Beirat bei ihrer Elektronikhandelstochter einrichten, dessen Funktion bleibt allerdings lediglich eine beratende. Die Sperrminorität der Minderheitsgesellschafter von Media-Saturn bleibt somit bei wichtigen Entscheidungen bestehen. Metro hatte diese aushebeln wollen.

Der Düsseldorfer Konzern will den Richterspruch nach Aussage eines Sprechers nun prüfen. Es gebe noch keine Entscheidung, ob Rechtsmittel eingelegt würden, sagte der Metro-Sprecher.

Cordes und die Media-Saturn-Alteigner Erich Kellerhals und Leopold Stiefel ringen seit langem erbittert um das Sagen bei Media-Saturn. Metro hält gut drei Viertel der Anteile an der Kette, Kellerhals und Stiefel verfügen indes über umfassende Blockade-Rechte. Diese sind Cordes ein Dorn im Auge. Der Metro-Chef will die Veto-Rechte aushebeln, um schneller Entscheidungen bei der Ingolstädter Tochter durchsetzen zu können. Metro hatte etwa kritisiert, Media-Saturn habe zu lange gebraucht, um eine schlagkräftige Online-Strategie zu entwickeln. Saturn war am Montag mit einem eigenen Internet-Shop gestartet, Media Markt soll im kommenden Jahr folgen. Konkurrenten wie Amazon sind schon seit Jahren online - und ziehen Kaufkraft aus den stationären Geschäften ab.

Analysten hatten immer wieder kritisiert, der Dauer-Streit zwischen Metro und den Alteignern werde zur Belastung für den Mutter-Konzern. Media-Saturn hatte im zweiten Quartal einen operativen Verlust geschrieben. Kellerhals fürchtet nach eigenen Angaben um sein Lebenswerk, Stiefel hatte betont, die Mehrheitsverhältnisse hätten die rasante Expansion der Kette nicht gebremst.

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    Metro-Aktien verloren am Dienstagmorgen überdurchschnittliche 2,41 Prozent auf 31,40 Euro. Das sind aber wohl noch Auswirkungen nach dem Bekanntwerden des Abschieds von Konzernchef Eckhard Cordes. Goldman Sachs hat die Einzelhandelstitel nach von „Buy“ auf „Neutral“ abgestuft und das Kursziel von 47,40 auf 38,30 Euro reduziert.

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