Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Reederei Hapag-Lloyd fährt tiefer in die roten Zahlen

Vor der Fusion mit UASC muss die Containerreederei Hapag-Lloyd operativ einen hohen Gewinneinbruch hinnehmen. Unter dem Strich steht ein Verlust von 62 Millionen Euro. Vor allem ein Thema macht der Branche zu schaffen.
Kommentieren
Das Schweröl, das die Motoren der Containerriesen auf See verbrennen, verteuerte sich um mehr als die Hälfte 313 Dollar je Tonne. Quelle: Reuters
Schiff von Hapag-Lloyd im Hamburger Hafen

Das Schweröl, das die Motoren der Containerriesen auf See verbrennen, verteuerte sich um mehr als die Hälfte 313 Dollar je Tonne.

(Foto: Reuters)

Hamburg Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd ist vor der Fusion mit dem arabischen Rivalen UASC operativ knapp an der Verlustzone vorbeigeschrammt. Der Betriebsgewinn (Ebit) brach zu Jahresbeginn um fast ein Drittel auf 3,5 Millionen Euro ein, wie die Hamburger am Freitag mitteilten. Grund war vor allem der Anstieg der Treibstoffkosten. Das Schweröl, das die Motoren der Containerriesen auf See verbrennen, verteuerte sich um mehr als die Hälfte 313 Dollar je Tonne. Dadurch wurden die zuletzt gestiegenen Frachtraten fast aufgezehrt.

Der Umsatz kletterte wegen der höheren Transportmenge um zehn Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Dabei halfen auch positive Währungseffekte. Dennoch fuhr Hapag-Lloyd tiefer in die roten Zahlen. Unter dem Strich stand im ersten Quartal ein Verlust von 62,1 (Vorjahr minus 42,8) Millionen Euro. Auch andere Reedereien ächzen unter den hohen Treibstoffpreisen. Der Weltmarktführer Maersk hatte im Containergeschäft in den ersten drei Monaten einen Verlust von 66 Millionen Dollar eingefahren.

Das sind die größten Reedereien der Welt
Platz 10: Hamburg Süd Group
1 von 10

Ein Unternehmen mit Tradition: Seit ihrer Gründung 1871 hat sich die Hamburg Süd von einer konventionellen Reederei zu einer international operierenden Transport-Logistik-Organisation entwickelt. Im März 2016 übernahm sie den chilenischen Konkurrenten CCNI. Im März 2017 hat der Oetker-Konzern – zu dem Hamburg Süd gehört – die Reederei an den Konkurrenten Maersk verkauft. Die Flotte der Hamburg Süd umfasst 105 Schiffe, die eine Containerkapazität von insgesamt 564.000 Stück haben.

Quelle: Alphaliner

(Foto: dpa)
Platz 9: Mitsui O.S.K. Lines
2 von 10

Die Japaner sind zurück in der Top Ten. Mit der MOL Triumph hat die Reederei aus Tokio nicht nur das größte Containerschiff der Welt ist der Flotte, sondern konnte auf 79 sagenhafte 569.000 Container transportieren.

(Foto: Reuters)
Platz 8: Yang Ming Marine Transport Corp.
3 von 10

Im Jahr 1972 in Taiwan gegründet, besitzt Yang Ming eigene und in Kooperation betriebene Containerterminals in den USA, Belgien, den Niederlanden sowie in Taiwan. Die Schiffsflotte besteht aus 95 Schiffen und umfasst eine maximale Kapazität von 580.000 Containern. Doch die Reederei leidet unter der schwächelnden Konjunktur in China. Eine Großallianz, die 2017 mit der deutschen Hapag-Lloyd und vier weiteren asiatischen Reedereien startet, soll helfen.

(Foto: Imago)
Platz 7: OOCL
4 von 10

Die Orient Overseas Container Line wurde 1947 in Shanghai durch den Unternehmer Tung Chao Yung gegründet. Auf der Flucht vor den Kommunisten siedelte Tung mit seinem 1949 nach Hongkong um. Zuletzt machte die asiatische Reederei den größten Sprung. Rund 672.000 Container kann das Unternehmen auf 98 Schiffen unterbringen. Von 1979 bis 1989 stand mit dem Öltanker Seawise Giant das bis heute größte jemals (nicht an einem Stück) gebaute Schiff im Dienst der Flotte.

(Foto: dpa)
Platz 6: Evergreen Line
5 von 10

Die Reederei Evergreen stammt aus Taiwan. Mit ihren 194 Schiffen bedient das Unternehmen Linien in Osteuropa, nach Europa und zur US-Westküste und kann insgesamt 1,07 Millionen Standardcontainer unterbringen.

(Foto: picture alliance)
Platz 5: Hapag-Lloyd
6 von 10

Mit 1,5 Millionen Containern hat aufgeholt: Unter dem Druck der schweren Schifffahrtskrise schloss sich die Reederei Hapag-Lloyd mit der arabischen Reederei United Arab Shipping Company (UASC) zusammen. Damit kommt die hamburgische Reederei, auf eine Flotte von 212 Schiffen. Zudem hat die neue Allianz mit den asiatischen Reedereien den Hamburgern eine gute Position auf den Weltmeeren verschafft.

(Foto: Reuters)
Platz 4: Cosco Container Lines
7 von 10

Die China Ocean Shipping Company wurde in Europa bekannt, weil die Reederei in der Finanzkrise 50 Prozent der Anteile am Hafen in Piräus übernommen hat. In der Containerschifffahrt haben die Chinesen ihr weltweites Netz sukzessive ausgebaut. 1,82 Millionen Container kann das Unternehmen unterbringen. Die Flotte umfasst aktuell 331 Schiffe.

(Foto: AP)

Den Ausblick für das laufende Jahr, wonach der Betriebsgewinn in diesem Jahr kräftig steigen soll, bekräftigte Hapag-Lloyd. Ein Sprecher kündigte eine neue Prognose zu den Halbjahreszahlen an, wenn die Übernahme der arabische Containerlinie UASC unter Dach und Fach sein soll. Das Closing stehe kurz bevor, sagte Konzernchef Rolf Habben Jansen.

  • rtr
Startseite

0 Kommentare zu "Reederei: Hapag-Lloyd fährt tiefer in die roten Zahlen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote