Reimann-Firma Lieferprobleme belasten US-Kosmetikkonzern Coty

Ein Lastwagenstreik in Brasilien sorgt bei Coty für Lieferprobleme. Im laufenden Quartal rechnet der Konzern mit einem Gewinnrückgang.
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Bereits im vierten Quartal des Geschäftsjahres hatte das Kosmetikunternehmen die Erwartungen der Analysten verpasst. Quelle: dpa
Coty

Bereits im vierten Quartal des Geschäftsjahres hatte das Kosmetikunternehmen die Erwartungen der Analysten verpasst.

(Foto: dpa)

New YorkDem zum Imperium der deutschen Milliardärsfamilie Reimann gehörenden US-Kosmetikkonzern Coty machen Lieferschwierigkeiten zu schaffen. Weil in Brasilien Lastwagenfahrer streikten, konnten Händler nicht ausreichend mit Waren versorgt werden, teilte der Kosmetikriese am Dienstag mit.

Dies wirke sich vor allem auf die Konsumsparte mit Marken wie Max Factor, CoverGirl und Rimmel aus, sagte Unternehmenschef Camillo Pane. Die Folgen würden besonders im laufenden Quartal spürbar, für das der Konzern beim bereinigten Betriebsergebnis einen Rückgang im niedrigen zweistelligen Bereich erwartet.

Bereits im Ende Juni abgelaufenen vierten Quartal des Geschäftsjahres verpasste Coty mit einem Umsatzplus von unter drei Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar die Erwartungen der Analysten. Der Nettoverlust verringerte sich in den vergangenen drei Monaten auf rund 181 Millionen von zuvor knapp 305 Millionen Dollar. Die Aktien des in New York notierten Unternehmens gaben vorbörslich um rund sieben Prozent nach.

Coty teilte am Dienstag zugleich mit, dass Finanzchef Patrice de Talhouët das Unternehmen verlasse. Übergangsweise soll dessen Aufgabe nun Vizepräsident Ayesha Zafar wahrnehmen. Coty verdaut immer noch den Kauf von mehr als 40 Schönheitspflegemarken, die der Konzern 2015 für 12,5 Milliarden Dollar von dem US-Konsumgüterriesen Procter & Gamble übernommen hatte.

  • rtr
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