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Reisekonzern Fredriksen will mehr Einfluss bei Tui

Der streitbare norwegische Tui-Großaktionär John Fredriksen will seinen Einfluss auf den Reise- und Reedereikonzern ausbauen und den Aufsichtsrat umkrempeln. Er beauftragte die britische Investmentbank Perella Weinberg, um die Optionen auszuloten.
Tui-Konzernzentrale in Hannover. Foto: dpa Quelle: dpa

Tui-Konzernzentrale in Hannover. Foto: dpa

(Foto: dpa)

HB HANNOVER. Ein eigenes Gebot für die Schifffahrtssparte Hapag -Lloyd stehe dabei aber nicht auf der Agenda, sagte Fredriksens Vertrauter Tor Olav Troim am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Branchenkreisen zufolge gibt es aber neue Gespräche von Tui und der Reederei Neptune Orient Lines aus Singapur über Hapag -Lloyd. TUI lehnte eine Stellungnahme ab.

Die Aktie pendelte nach einem Zickzackkurs um das Niveau von 17 Euro vom Vortag. "Das ist bei Tui im Moment eine recht undurchsichtige Gemengelage", sagte ein Händler. "Tui ist keine Aktie, die man unbedingt anfassen sollte, wenn man nicht muss."

Bis zur Hauptversammlung am 7. Mai wolle Fredriksen seinen fünfprozentigen Tui -Anteil aufstocken, sagte Troim. Die Höhe des künftigen Investments ließ er offen. Es werde aber hoch genug sein, um Anspruch auf zwei Sitze in dem aus 20 Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat erheben zu können. Finanzkreisen zufolge berät Perella Weinberg den Reeder noch nicht für eine möglichen Offerte für Hapag -Lloyd. Das könne sich aber ändern, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person.

Ob Fredriksens Pläne aufgehen, ist fraglich. Ein Viertel der Tui -Aktionäre hat touristische Interessen. Angesichts der traditionell niedrigen Präsenz auf der Hauptversammlung konnten diese die Geschicke bisher weitgehend allein lenken. Sie dürften eine Machtausweitung des Reeders kritisch sehen und sich fragen, ob es ratsam ist, einen potenziellen Käufer von Hapag -Lloyd in jenem Gremium sitzen zu haben, das über deren geplanten Verkauf entscheiden muss.

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