Renaissance der Luftschiffe Frau Dörriés Gespür für Zeppeline

Eine Münchener Unternehmerin will den legendären Zeppelin wieder in den Himmel bringen. Tatsächlich könnte ihr Traum bald abheben: Luftschiff und Geld sind schon da, nur ein geeigneter Standort fehlt noch.
Die Computersimulation zeigt das Luftschiff kurz nach dem Abheben. Quelle: PR
Schwebender Traum

Die Computersimulation zeigt das Luftschiff kurz nach dem Abheben.

(Foto: PR)

MünchenNeun Jahre lang tüftelte der legendäre Ferdinand Graf Zeppelin an seinem ersten Luftschiff, dann stieg es über dem Bodensee in den Himmel. Das war am 2. Juli 1900. Arantxa Dörrié hat denselben Traum wie einst Graf Zeppelin. Die Münchener Unternehmerin will ein Luftschiff zum Fliegen bringen. Sie muss es nicht einmal konstruieren, das hat ja schon der große Graf gemacht. Trotzdem dauert es jetzt schon sieben Jahre, ihre Pläne zu verwirklichen.

Es fehlt nicht am Geld, ja selbst den Zeppelin hat sie bereits gekauft. Was fehlt ist ein Ort, an dem das Luftschiff abheben könnte. Jahrelang hat die gebürtige Spanierin gehofft, in oder um München herum starten zu können. Vergebens. Nun hat Dörrié genug von der bayerischen Bürokratie. „Jetzt gehen wir aktiv die Suche nach Standortalternativen an, bundesweit“, betont Dörrié.

Das Konzept für das Vorhaben hat Dörrié noch bei ihrem alten Arbeitgeber entwickelt, der Zeppelin-Gruppe. Der Konzern mit dem berühmten Namen ist einer der größten Baumaschinen-Händler der Welt. Am Ursprungsort des Unternehmens in Friedrichshafen hat die Firma vor einigen Jahren bereits eine neue Version des legendären Luftschiffs des Grafen Zeppelin bauen lassen.

Für die Flüge über den Bodensee stehen die Touristen inzwischen Schlange. Und doch waren den Eigentümern, der Zeppelin-Stiftung, die Münchener Pläne ihrer forschen Managerin eine Nummer zu groß: Der Stiftungsrat verweigerte das Geld.

Futuristischer Lasten-Flieger
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Fracht per Luftschiff an entlegene Orte transportieren, wo es keine Straßen, Bahnschienen oder Landebahnen gibt – das ist die Vision von Aeros-Chef Igor Pasternak.

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Bislang existiert nur ein Prototyp, dessen Kohlefaser-Gerüst mit einer Aluminium-Haut überzogen ist.

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Bei ersten Flugversuchen hob der Prototyp allerdings nur wenige Meter vom Boden ab. An höhere Flüge oder den Transport von tonnenschwerer Fracht ist derzeit noch nicht zu denken.

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Das größte Problem von Frachtluftschiffen, der plötzliche Auftrieb beim Entladen, will Aeros mit einem neuartigen Helium-Pumpsystem gelöst haben.

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Das Projekt wurde ursprünglich vom US-Verteidigungsministerium mit finanziert, doch nach vier Jahren lief die Millionenschwere Förderung aus.

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Momentan sucht Aeros nach Investoren, um 24 Exemplare des Aeroscraft zu bauen. Das Ziel sind rund drei Milliarden Dollar.

Deshalb hat Dörrié gekündigt und verfolgt ihr Projekt, das sie Hangarworld genannt hat, auf eigene Faust. Doch das ist mühsam, vor allem, weil sich die Standortsuche zieht. Zuletzt hatte sie gehofft, etwas nördlich der Münchener Fußballarena in Garching starten zu können. Ein unbebautes Feld, direkt an der Autobahn A 9, gleich nebenan eine U-Bahn-Haltestelle. Doch die Verhandlungen ziehen sich in die Länge. Eigentümer des Grundstücks ist die Stadt München, doch das Areal liegt in der Nachbargemeinde Garching. Eine schwierige Gemengelage.

17.000 Gäste will Dörrié jährlich befördern
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