Rewe steigert Gewinn Penny ist zurück in den schwarzen Zahlen

Rewe schreibt mit seiner Discount-Tochter Penny in Deutschland endlich wieder schwarze Zahlen. Starke Zahlen meldet Vorstandschef Alain Caparros auch bei den Supermärkten und für das Tourismusgeschäft.
Der Discounter schreibt nach langer Durststrecke wieder schwarze Zahlen. Quelle: dpa
Penny

Der Discounter schreibt nach langer Durststrecke wieder schwarze Zahlen.

(Foto: dpa)

KölnDer Kölner Einzelhandels- und Touristikkonzern Rewe hat dank seiner Supermärkte und wieder schwarzer Zahlen bei seinem Discounter Penny in Deutschland erneut draufgesattelt. „Wir haben unsere Planungen für das vergangene Geschäftsjahr deutlich übertroffen“, erklärte Konzernchef Alain Caparros am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz in Köln. Vor allem die starke Nachfrage der Verbraucher am Heimatmarkt im Schlussquartal habe sich bemerkbar gemacht. Ausgezahlt hätten sich auch die Investitionen in moderne neue Läden. Auch im neuen Jahre habe sich das Wachstum in allen Geschäftsbereichen fortgesetzt.

2015 steigerte der Rewe-Konzern nach vorläufigen Zahlen im fortgeführten Geschäft - ohne die verkauften rumänischen Billa-Filialen an Carrefour - den Umsatz um 3,6 Prozent auf 43,7 Milliarden Euro. Hierin nicht berücksichtigt sind die Erlöse der selbstständigen Einzelhändler und von nicht voll-konsolidierten Beteiligungen. Operativ (Ebita) legte das Ergebnis um zwölf Prozent auf 587 Millionen Euro zu. Auf vergleichbarer Basis sei das das beste operative Ergebnis der Firmengeschichte, erklärte der Edeka-Rivale. Unter dem Strich verbesserte sich der Gewinn um 22 Prozent auf 383 Millionen Euro.

Größte Stütze des Wachstums waren erneut die Rewe-Supermärkte im Inland zusammen mit Temma und Nahkauf, die 4,4 Prozent zulegten und 40 Prozent zum Gesamtumsatz beitrugen. „Der Umsatz unserer Supermärkte ist einmal mehr deutlich stärker gewachsen, als die Branche insgesamt“, sagte Caparros. Besonders erfreulich sei der Turnaround von Penny in Deutschland. Dieser habe erheblich zur guten Entwicklung des operativen Ergebnisses insgesamt beigetragen. Er sehe gute Chancen, das Ergebnis auch künftig positiv zu halten. "Allerdings hat das für uns keine absolute Priorität."

Das sind die Discounter der Zukunft
Lidl mit neuem Filialkonzept
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In Verona in Norditalien betreibt Lidl zwei Filialen, die zum Vorbild für neue Märkte auch in Deutschland werden sollen. Lidl-Chef Sven Seidel betonte im Handelsblatt-Interview, dass das Unternehmen sehr viel von den Erfahrungen im Ausland lernen kann: „Die Innovation kommt daher, dass sich die Zentrale mit den Ländern reibt und die Essenz dessen, was an neuen Erfahrungen gesammelt wird, für das gesamte Unternehmen nutzbar macht.“

Der Eingang
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Allein schon auf der Fläche des großzügigen Eingangsbereichs der italienischen Pilot-Märkte hätte man früher fast einen gesamten Discounter gebaut.

Der Verkaufsraum
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Breite Gänge, der Verzicht auf die abgehängte Decke, warme Farbtöne: In der Filiale will Lidl den Kunden künftig ein „großzügiges Raumgefühl“ geben. Das ist in deutschen Märkten meist noch anders. „Wenn Sie sich so manche Filialen älteren Baujahrs anschauen, dann ist vielerorts schon alles sehr kleinteilig“, räumt auch Lidl-Chef Seidel ein.

Die Präsentation
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Auch bei der Präsentation der Waren erinnert nicht mehr viel an alte Zeiten, wo Artikel in Kartons auf Paletten standen. Die Kunden erwarten bald noch mehr Markenartikel und hochwertige Frischwaren. Trotzdem wird die Zahl der Artikel auch in Zukunft deutlich unter der der Supermärkte liegen.

Die Backstationen
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Noch mehr Wert wird künftig auf frische Backwaren gelegt. Nur die Bedientheken wird man auch in Zukunft in einem Lidl vergeblich suchen. In irgendeiner Form muss sich Discount ja noch vom Supermarkt unterscheiden.

Die Kunden-WC
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Eine überraschende Neuerung: Bei Neu- und größeren Umbauten will Lidl bald auch in deutschen Märkten Toiletten für Kunden anbieten.

Die Wickeltische
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Erleichterung für junge Mütter und Väter: Sogar einen Wickeltisch für die jüngsten Kunden soll es in Zukunft im Discounter geben.

Im Auslandsgeschäft, das rund ein Drittel der Erlöse bringt, belasteten Wechselkurseffekte in Mittel- und Osteuropa sowie die Ukraine-Krise. Das Supermarktgeschäft legte aber dennoch leicht um 0,2 Prozent zu, währungsbereinigt um 2,8 Prozent. Mit seinen Discountern in Italien, Österreich, Ungarn, Tschechien und Rumänien wuchs Rewe um 4,4 Prozent. Auch die Toom-Baumärkte und das Touristikgeschäft – neben Penny einst Sorgenkinder des Konzerns - legten zu. DER Touristik profitierte dabei auch von der Übernahme des europäischen Reiseveranstaltergeschäfts der Schweizer Kuoni.

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