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„Rice Krispies“ Kellogg's entschuldigt sich für Pinkel-Video

Viel Spott für den amerikanischen Cornflakes-Hersteller Kellogg's: Ein offenbar zwei Jahre altes Pinkel-Video, das in einer Produktionsanlage entstand, sorgt für Aufregung. Kellogg's entschuldigt sich.
15.03.2016 Update: 15.03.2016 - 13:38 Uhr
Ein Mitarbeiter hat auf die Cerealien gepinkelt, wie ein Video im Internet  zeigt. Das Unternehmen geht gerichtlich vor. Quelle: AP
Kellogg's Rice Krispies

Ein Mitarbeiter hat auf die Cerealien gepinkelt, wie ein Video im Internet zeigt. Das Unternehmen geht gerichtlich vor.

(Foto: AP)

Battle Creek Der Cornflakes-Hersteller Kellogg's hat sich nach dem Auftauchen eines Ekel-Videos im Internet entschuldigt. Der Clip, der am Wochenende im Netz für Furore sorgte, zeigt einen unbekannten Mann, der in einer Fabrik auf ein laufendes Produktions-Laufband pinkelt – dann schwenkt die Kamera auf ein Kellogg's-Logo.

Das Unternehmen bestätigte die Echtheit und bat Kunden und Mitarbeiter um Verzeihung. In einer Stellungnahme vom Montag sprach Paul Norman, der Leiter des Nordamerika-Geschäfts, von einem „widerwärtigen Akt der Respektlosigkeit“ und erklärte sein tiefes Bedauern.

Interne Ermittlungen hätten ergeben, dass die Aufnahme aus dem Jahr 2014 stamme und in einem Werk in Memphis im US-Bundesstaat Tennessee gefilmt worden sei, das vor allem „Rice Krispies“ herstelle, sagte Norman. Man arbeite daran, den Täter zu identifizieren.

Von Pferdelasagne und Ehec-Sprossen
2017: Läusegift auf Eiern
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Der Skandal um möglicherweise mit dem Insketizid Fipronil belastete Eier beschäftigt Deutschland in diesem Sommer. Inzwischen sei von zwölf betroffenen Bundesländern auszugehen, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Fipronil war über das Anti-Läusemittel Dega-16 in die Eier gelangt. Das Mittel beruht eigentlich nur auf ätherischen Ölen wie Menthol und Eukalyptus. Vermutlich hatte ein belgischer Hersteller Fipronil beigemischt, obwohl das Mittel für die Geflügelzucht verboten ist. Aldi nahm unterdessen sämtliche Eier aus dem Verkauf.

(Foto: dpa)
2016: Plastik im Schokomantel
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Abermillionen Schokoriegel mussten in die Werkstatt – sozusagen. Nachdem eine Kundin in einem Mars-Riegel auf ein Stück Plastik gebissen hatte, begann der Hersteller mit einer gigantischen Rückruf-Aktion. Sie galt für alle Staaten der Europäischen Union, mit Ausnahme von Bulgarien und Luxemburg. Betroffen waren Riegel der Marken Mars und Snickers; zudem alle Produkte der Marke Milky Way Minis und Miniatures sowie mehrere Celebrations-Mischungen mit diesem Mindesthaltbarkeitsdatum.

(Foto: dpa)
2016: Glyphosat und Malz, Gott erhalt's
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Pro Jahr konsumiert ein Deutscher durchschnittlich 107 Liter Bier. Und damit nicht nur, streng nach dem deutschen Reinheitsgebot, Wasser, Hopfen, Hefe und Malz, sondern auch noch eine gerüttelte Menge Glyphosat – das weltweit meist eingesetzte Pestizid. In deutschen Bieren wurden Mikrogrammwerte deutlich über den Grenzwerten für Trinkwasser gemessen, im krassesten Fall 300-fach über dem Grenzwert. Direkte Gefahr für die Gesundheit besteht allerdings nicht.

(Foto: dpa)
2014: Dänischer Wurstskandal erreicht Deutschland
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In Dänemark stellte sich 2014 heraus, dass Produkte des Wurstherstellers Jørn A. Rullepølser mit Listerien-Bakterien verseucht waren. Listerien sind für gesunde Menschen in aller Regel ungefährlich, allerdings ein Risiko für immungeschwächte Personen und schwangere Frauen. In Dänemark starben innerhalb von 30 Tagen zwölf Menschen, 15 weitere erkrankten. Der Betrieb wurde geschlossen, die Produkte zurückgerufen. 160 Kilogramm waren auch an einen deutschen Supermarkt in Schleswig-Holstein an der dänischen Grenze gegangen – sie waren bereits verkauft, bevor sie sichergestellt worden konnten. Verbraucher wurden gebeten, die Wurst zu vernichten oder zurückzugeben.

(Foto: dpa)
2014: Käse mit Coli
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Das Unternehmen Vallée-Verte rief die zwei Käsesorten „Saint Marcellin“ und „Saint Felicien“ zurück. In den Produkten der französischen Käserei Fromageries L'Etoile wurden Coli-Bakterien nachgewiesen. Diese können innerhalb einer Woche nach Verzehr zu teils blutigem Durchfall, Bauchschmerzen, Erbrechen sowie Fieber führen. Gerade bei Kindern besteht außerdem die Gefahr von Nierenkomplikationen.

(Foto: dpa)
2014: Von wegen Edel-Hähnchen
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2014 deckte die „Zeit“ auf: Das Neuland-Gütesiegel, gegründet vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), dem deutschen Tierschutzbund und der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft, als ganz besonderes Qualitätssiegel hielt bei Brathühnchen nicht so ganz, was es versprach. Eigentlich sollten Neulandtiere aus Freilandhaltung stammen, gefüttert mit Körnern aus der Region. Tatsächlich stammen in Norddeutschland viele Tiere aus einem ganz gewöhnlichen industriellen Schlachtbetrieb in Niedersachsen.

(Foto: dpa)
2013: Pferd in der Lasagne
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Zusammen mit der Ehec-Epidemie wohl der aufsehenerregendste Lebensmittel-Skandal der vergangenen Jahre: 2013 stellte sich heraus, das Rindfleisch in mehreren Fertiglasagnen aus der Tiefkühlung war eigentlich Pferd. Im Anschluss wurden in Labortests rund 70 Fälle von falsch etikettierten Fertigprodukten nachgewiesen. Die größte Menge an Pferdelasagne gab es in Nordrhein-Westfalen mit 27 Fällen, gefolgt von Hessen (13), Baden-Württemberg (8) und Bayern (8). Weitere betroffene Länder waren Mecklenburg-Vorpommern (5), Brandenburg (4) und Hamburg (2).

(Foto: Reuters)

Zur Zeit der Aufnahme habe es in dem Kellogg's-Werk einen Arbeitskampf gegeben, berichtete die Zeitung „Detroit Free Press“ am Montagabend. Demnach protestierten Mitarbeiter damals gegen Pläne des Konzerns, ihre Löhne zu drücken. Ob diese Auseinandersetzung mit dem Video in Zusammenhang steht, war zunächst unklar.

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    Von dem Vorfall dürften nur sehr wenige Produkte betroffen sein, deren Haltbarkeitsdaten inzwischen abgelaufen sei, sagte Norman. Kellogg's nehme die Situation sehr ernst. Ein Verfahren der Lebensmittelaufsicht FDA sei eingeleitet.

    In den sozialen Medien musste sich das Unternehmen Entrüstung und Spott gefallen lassen. Viele Nutzer zeigten sich schockiert. „IGITT!!“, „Total krank!“ oder „einfach nur ekelhaft“, hieß es auf Twitter.

    • dpa
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