Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Richard Lutz Bahn-Chef wehrt sich gegen Ultimatum von Verkehrsminister Scheuer

Der Bahn-Chef und der Minister streiten öffentlich um das Reformtempo beim Staatskonzern. Zudem macht der Lokführermangel der Bahn immer mehr zu schaffen.
23.10.2019 Update: 23.10.2019 - 13:48 Uhr Kommentieren
Bahn-Chef wehrt sich gegen Ultimatum von Verkehrsminister Scheuer Quelle: dpa
Richard Lutz

„Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht“.

(Foto: dpa)

Berlin Bahn-Chef Richard Lutz wehrte sich öffentlich gegen ein Ultimatum von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU): „Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht“, sagte er der Wochenzeitung „Zeit“ laut Vorabbericht. Man könne nicht von heute auf morgen rundum besser werden.

Scheuer hatte in einem Brief an Lutz mehr Tempo bei Verbesserungen insgesamt angemahnt und ein Konzept bis Mitte November verlangt. Einen Schwerpunkt hatte er auf die Lage der Güterbahn DB Cargo gelegt. Hintergrund ist, dass der Eigentümer Bund der Bahn im Rahmen des Klimapakets jährlich mit Milliarden-Beträgen helfen will. Dafür will er aber Gegenleistungen.

Wegen fehlender Lokführer sind im Nahverkehr der Deutschen Bahn in diesem Jahr einem internen Dokument zufolge schon fast 4000 Züge ausgefallen. „Für das laufende Jahr 2019 beträgt die Anzahl der Zugausfälle aufgrund mangelnder Triebfahrzeugführer bis September rund 3900.“, heißt es im Entwurf eines Briefs an Verkehrsminister Scheuer, der der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlag.

Im vergangenen Jahr seien insgesamt 5000 Pendlerzüge und S-Bahnen von DB Regio aus diesem Grund gar nicht erst abgefahren. Man habe daher dieses Jahr schon 1500 Lokführer eingestellt und gehe davon aus, den fehlenden Bedarf noch dieses Jahr schließen zu können. Eine Bahn-Sprecherin sagte, zu internen Entwürfen äußere man sich nicht.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die Bahn verweist in dem Entwurf zudem darauf, dass DB Regio 2018 über acht Millionen Züge gefahren habe. Bei den Zugausfällen wegen Lokführermangel sind jedoch die Zahlen im Fernverkehr mit IC und ICE sowie der Güterbahn nicht mitberücksichtigt.

    Die Deutsche Bahn hat im Nahverkehr Probleme, da sie zum einen Marktanteile an Wettbewerber verliert. Zum anderen werden wegen der Verspätungen und Ausfälle Strafzahlungen an die Bundesländer fällig. Im Fernverkehr hat die Bahn nicht nur wegen fehlender Lokführer, sondern auch wegen fehlender Züge Probleme.

    Im September war mehr als jeder vierte Zug unpünktlich. Daher will der Konzern 30 neue Hochgeschwindigkeitszüge kaufen. „Zu deren Instandhaltung bauen wir die Werkekapazität in Frankfurt aus und errichten ein komplett neues Instandhaltungswerk in Süddeutschland“, hieß es in dem Brief-Entwurf.

    Mehr: Sinkt die Mehrwertsteuer fürs Bahnfahren, will der Fernbusbetreiber Flixbus sein Angebot um bis zu 30 Prozent reduzieren. Auch andere Bahn-Konkurrenten sind in Sorge.

    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Richard Lutz - Bahn-Chef wehrt sich gegen Ultimatum von Verkehrsminister Scheuer
    0 Kommentare zu "Richard Lutz: Bahn-Chef wehrt sich gegen Ultimatum von Verkehrsminister Scheuer"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%