Rohstoffe Goldnachfrage für Schmuck zurückgegangen

Weniger Nachfrage für Schmuck in der Industrie und doch ein höherer Preis: Der Goldmarkt ist in ständiger Bewegung. Zunehmende Bedeutung bekommen der Fachvereinigung Edelmetalle zufolge Recycling und Herkunft des Goldes.
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Zwar sei die Nachfrage nach Goldschmuck in China zurückgegangen, in Deutschland sei sie aber stabil geblieben. Quelle: dpa
Goldschmuck

Zwar sei die Nachfrage nach Goldschmuck in China zurückgegangen, in Deutschland sei sie aber stabil geblieben.

(Foto: dpa)

PforzheimDie weltweite Nachfrage nach Gold für die Schmuckproduktion ist nach Angaben der Fachvereinigung Edelmetalle im vergangenen Jahr um rund 20 Prozent zurückgegangen. Auslöser sei die Nachfrageschwäche in China mit einem Minus von mindestens 16 Prozent, sagte Dietmar Becker von der Fachvereinigung Edelmetalle am Dienstag in Pforzheim. In Deutschland sei der Markt jedoch stabil. Auch die Nachfrage aus der Industrie, zum Beispiel für Katalysatoren oder elektronische Bauteile, habe um rund sieben Prozent nachgelassen. Gleichzeitig sei der Goldpreis aber unter starken Schwankungen im Jahresverlauf um rund acht Prozent (in US-Dollar) gestiegen.

Industrie, und 30 Prozent des Goldes gehe in den Investmentbereich. An der weltweiten Goldversorgung von rund 4525 Tonnen im Jahr 2016 habe Recycling einen Anteil von etwa 1280 Tonnen. Der Recyclinganteil sei im Jahresvergleich um zehn Prozent gestiegen.

Eine positive Entwicklung sieht Becker bei Silber mit einer weltweiten Jahresproduktion von 33 400 Tonnen. Einem Rückgang bei der Nachfrage für Schmuck und Silberwaren stehe ein deutliches Plus bei industriellen Anwendungen wie Elektrotechnik, Photovoltaik oder Chemie gegenüber. Ähnlich sei die Entwicklung bei den Metallen der Platingruppe, zu denen auch Palladium oder Iridium gehören.

Das sind die neuen Luxusuhren-Trends
Uhr aus Käse
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Das Gehäuse dieser Uhr scheint aus Marmor hergestellt zu sein – es ist aber Käse, genau gesagt Vacherin Mont d'Or. Der Käse wurde pasteurisiert und dann mit Kunststoff gemischt und in Form gebracht. Ausgestellt wurde die Kreation der Marke H. Moser & Cie. in Genf auf dem SIHH. Das erst 2002 gegründete Unternehmen machte von Beginn an mit außergewöhnlichen Ideen von sich reden. Die Uhr trägt deswegen nicht umsonst den Namen „Swiss Mad Watch“. Der Preis des Unikats liegt bei 1.081.291 Franken.

Automatikuhr
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Das zum Richemont-Konzern gehörende Unternehmen Baume & Mercier deckt in der Gruppe das Einstiegssegment der Luxusuhren ab. Diese Automatikuhr mit Stahlband soll die sportlich maskuline Kundschaft ansprechen. Der Preis liegt je nach Ausführung des Armbandes bei rund 2000 Euro

Tourbograph
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Der Namensgeber, Unternehmensgründer nach der Wende und Mit-Inhaber, Walter Lange, verstarb am 16. Januar. Die Entwicklung des Tourbograph pour le Mérite hat Lange, der bis zum Schluss im Unternehmen präsent war, noch verfolgen können. Der Tourbograph erhält seinen Namen aus zwei seiner Komplikationen, die verbaut wurden: Dem Tourbillon und dem Chronograph. Dazu kommt noch ein ewiger Kalender. 684 Teile sind im Uhrwerk verbaut. Der Preis für eines der 50 Modelle, die gefertigt werden: 480.000 Euro.

Aquapod
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Das Unternehmen MB&F möchte keine Uhren, sondern Skulpturen für den Arm entwerfen, die zudem die Zeit anzeigen. Für das Modell Aquapod haben sich die Gestalter an einem der unbeliebtesten und gleichzeitig faszinierendsten Tiere orientiert: Der Qualle. Das gewölbte Gehäuse soll im Profil einer aufsteigenden Qualle ähneln. Zugleich versprechen die Entwickler eine gute Ablesbarkeit. In Höhe des weißen Dreiecks auf der Unterseite der Halbkugel ist die Zeit abzulesen - in diesem Fall 8 Uhr und 35 Minuten. Der Preis für die Uhr: sechsstellig.

Luminor
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Schwärzer als die Nacht – das ist nur eine der Besonderheiten der Luminor Panerai Lab-ID Luminor 1950 Carbotech. Das Zifferblatt ist ein extremes Tiefschwarz. Das Gehäuse besteht aus einer Carbonmischung, darin steckt auch der Clou: Die Carbonteile benötigen im Gegensatz zu herkömmlichen mechanischen Uhren keinen Schmierstoff mehr. Die Uhr ist damit wartungsfrei, da keine Fette enthalten sind. Panerai plant, für die Uhr eine Garantie von 50 Jahren auszuloben. Der Preis liegt bei 50.000 Euro.

Jaeger LeCoultre
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Drei Mitglieder einer neuen Familie. Die Schweizer Marke Jaeger LeCoultre bringt neben exorbitant teuren Preziosen dieses Jahr auch ein Friedensangebot in der Welt der Luxusuhren auf den Markt. Zwischen 6000 bis 10.000 Euro liegen diese Modelle, beginnend bei einer einfachen Dreizeiger-Uhr mit Datum über eine Weltzeituhr bis zu einem Chronographen. Nach Jahren des teurer, teurer, teurer, besinnen sich die Uhrenhersteller wieder derjenigen, die weder das Geld eines Kleinwagens, Wagenparks oder Villa in eine mechanische Luxusuhr investieren möchten.

McLaren
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Von günstig oder Friedensangebot kann bei diesem Modell des Herstellers Richard Mille keine Rede sein. Die Uhr wurde in Kooperation mit dem Rennsportstall McLaren entwickelt und kostet mehr als eine Million Euro. Sie ist dafür extrem leicht dank des Graphen-Gehäuses, eines Werkstoffs, den Richard Mille in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern anfertigen konnte. Das Ergebnis ist der Superlativ „leichteste Uhr mit Tourbillon und Schleppzeiger-Chronograph“. Der Schleppzeiger-Chronograph erlaubt die Messung von Zwischenzeiten, der Tourbillon stammt aus der Welt der Taschenuhren und soll größere Genauigkeit bringen. Dabei dreht sich die Unruh in einem Käfig einmal die Minute um die eigene Achse. Bei Taschenuhren, die meist die ganze Zeit in einer Lage aufrecht in der Tasche ruhten, glich das Tourbillon den Einfluss der Schwerkraft aus - in einer Armbanduhr soll es vor allem der Beweis großer uhrmacherischer Fähigkeiten sein, denn der Zusammenbau gilt als sehr kompliziert.

Die Fachvereinigung kritisiert, dass noch immer ein Teil des Elektronikschrotts illegal aus der EU nach Afrika oder Asien verschifft und dort ohne Rücksicht auf Menschen und Umwelt verarbeitet werde. „Wichtig wäre, dass Kontrollen durchgeführt werden, dass illegale Exporte unterbunden werden“, sagte Becker.

Wichtig sei auch, die Herkunft der Rohstoffe zu kontrollieren. Eine geplante EU-Verordnung zu diesem Thema lasse aber eine Lücke, kritisierte Wilfried Held von der Fachvereinigung, die 33 Unternehmen in Deutschland mit zusammen 7000 Mitarbeitern und rund 20 Milliarden Euro Jahresumsatz vertritt. So sollen kleine Importeure bis zu 100 Kilogramm Gold pro Jahr ohne Nachweis einführen dürfen. Es müsse aber ausgeschlossen werden, dass Gold zum Beispiel aus dem Kongo dazu diene, den dort seit Jahren andauernde Bürgerkrieg zu finanzieren.

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  • dpa
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