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Roland Neuwald Kaufhof-Chef bekommt Rückendeckung vom Aufsichtsrat

Nach der besiegelten Fusion von Kaufhof und Karstadt ist nun klar, dass Neuwald erst mal bleiben wird. Er hat einen starken Verbündeten an seiner Seite.
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Der Kaufhof-Chef hat bisher keinem Aufhebungsvertrag zugestimmt. Quelle: picture alliance / Oliver Berg/d
Roland Neuwald

Der Kaufhof-Chef hat bisher keinem Aufhebungsvertrag zugestimmt.

(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Düsseldorf Die Unterschriften standen noch nicht unter den Verträgen zur Fusion von Galeria Kaufhof und Karstadt, da überschlugen sich bereits die Spekulationen: Geht der Kaufhof-Chef Roland Neuwald freiwillig, wird er gar rausgeschmissen?

Schließlich hält Karstadt-Eigner Signa die Mehrheit an dem Joint Venture und stellt mit Stephan Fanderl den neuen Chef. Mittlerweile ist klar: Neuwald bleibt, wenn auch wohl nur für eine Übergangszeit.

Wie aus seinem Umfeld zu hören ist, liefen die bisherigen Angebote der Signa-Seite darauf hinaus, dass Neuwald mit einem neuen Aufgabengebiet an Fanderl berichten sollte und nicht mehr direkt an den Aufsichtsrat. Da das für ihn nicht infrage komme, werde nun gepokert, wie der Übergang gestaltet werden könnte.

In dieser schwierigen Situation bekommt Neuwald jetzt Rückendeckung von seinem Aufsichtsrat. In einem internen Schreiben, das dem Handelsblatt vorliegt, informiert Aufsichtsratschef Bernd Beetz Mitarbeiter von Galeria Kaufhof über die Veränderungen im Management.

Dort schreibt er, dass der Aufsichtsrat sich freue, dass Neuwald „die Zusammenführung mit Karstadt mit seiner Erfahrung und Expertise im Übergang noch unterstützen wird“. Er habe mit seinem Team mit „großem Einsatz zum Gelingen der Transaktion beigetragen“.

Auch spart Beetz nicht mit Lob über die Arbeit des Managers, der vor seinem Amtsantritt bei Kaufhof unter anderem für die Metro-Tochter Real gearbeitet hatte.

Er betont, dass es Neuwald mit dem Sanierungsprogramm „Turn2Win“ gelungen sei, „entscheidende Verbesserungen der Kostenstrukturen und der Umsatzentwicklung zu implementieren, deren erste positive Effekte in den vergangenen Monaten bereits sichtbar wurden“.

Das ist deshalb bedeutend, weil in den vergangenen Tagen immer wieder Berichte lanciert wurden, dass sich die Zahlen von Kaufhof angeblich weiter verschlechtert hätten.

Neuwald hatte den Chefposten bei Kaufhof vor einem Jahr übernommen und seitdem die Sanierung des Unternehmens forciert, das tief in den roten Zahlen steckt. So hat er beispielsweise bereits 300 Stellen in der Zentrale in Köln abgebaut.

Parallel verhandelte der 54-Jährige mit der Gewerkschaft Verdi über einen Sanierungstarifvertrag mit deutlich geringeren Personalkosten. Diese Gespräche hatte die Gewerkschaft jedoch abgebrochen, als die Fusionsverhandlungen mit dem Karstadt-Eigentümer Signa bekannt wurden.

Anders als seine Geschäftsführerkollegen Edo Beukema, Klaus Hellmich und Peter Herlitzius hat Neuwald bisher keinem Aufhebungsvertrag zugestimmt. Nun muss geklärt werden, wie eine Lösung für ihn aussehen könnte. Auf jeden Fall hat er einen starken Verbündeten in den Verhandlungen über seine Zukunft.

Denn Kaufhof-Aufsichtsratschef Bernd Beetz soll wohl auch dem künftigen Kontrollgremium des Joint Ventures aus Karstadt und Kaufhof vorstehen.

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