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Rote Zahlen Preiskrieg belastet die Metro-Bilanz

Die Elektronikketten Media Markt und Saturn bleiben die Sorgenkinder des Metro-Konzerns. Durch die Preissenkungen der vergangenen Monate rutscht der Handelsriese sogar in die roten Zahlen.
Update: 03.05.2012 - 11:02 Uhr 2 Kommentare
Media Markt setzt auf Kampfpreise. Quelle: dapd

Media Markt setzt auf Kampfpreise.

(Foto: dapd)

Düsseldorf Der Düsseldorfer Handelskonzern Metro hat unter seinem neuen Chef Olaf Koch zum Jahresauftakt rote Zahlen geschrieben. Ein schwaches Quartal hatte sich bereits abgezeichnet, doch fiel der Fehlbetrag von 82 Millionen Euro nun noch größer aus als Analysten ihn erwartet hatten. Koch kämpft mit dem Erbe seines Vorgängers Eckhard Cordes, der dem Konzern einen rigiden Sparkurs verordnet hatte.

Der neue Chef will nun die Umsätze ankurbeln - doch die dafür nötigen Investitionen und eine Preisoffensive haben vorerst für ein schlechtes Ergebnis gesorgt. Koch rechnet damit, dass sich seine Maßnahmen spätestens im kommenden Jahr in einem wieder steigenden Gewinn niederschlagen.

Dafür will der Handelsriese auch Stellen am Standort Düsseldorf abbauen. Kündigungen seien nicht ausgeschlossen, erklärte der neue Metro-Chef Olaf Koch in einer Telefonkonferenz. „Am Standort Düsseldorf müssen wir definitiv Personalabbau vollziehen. Wir werden soweit wie möglich die Fluktuation nutzen“, sagte Koch. Ein „aktiver“ Personalabbau sei aber „sehr wahrscheinlich“. In den nächsten drei bis sechs Monaten werde die Metro die neue Struktur verkünden können. Dann könnten auch konkrete Zahlen genannt werden.

Für 2012 bestätigte er seine verhaltene Prognose, die aber wegen des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds weiterhin mit Risiken behaftet sei. Nach einem Gewinnrückgang im Vorjahr rechnet Koch 2012 bei steigenden Umsätzen mit einem operativen Gewinn vor Sonderfaktoren auf Vorjahreshöhe von 2,37 Milliarden Euro. An der Börse sank der Metro-Kurs um 3,5 Prozent.

„Wir haben in den vergangenen Monaten massiv in bessere Preise und zusätzliche Kundenservices investiert. Unsere Maßnahmen zur Steigerung des Umsatzes auf vergleichbarer Fläche beginnen in vielen Bereichen bereits die gewünschte Wirkung zu zeigen“, bilanzierte Koch.

Insgesamt steigerte Metro im ersten Quartal den Umsatz um 2,2 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro und erfüllte damit die Erwartungen der Analysten. Sowohl die Großmärkte (Cash & Carry), die Real-Supermärkte, die Elektronikketten Media Markt und Saturn sowie der Kaufhof trugen zum Erlösanstieg bei.

Metro streicht Stellen

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2 Kommentare zu "Rote Zahlen: Preiskrieg belastet die Metro-Bilanz"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Metro hat viel zu spät mit dem Internethandel begonnen, genauso wie mit deren anderen Massnahmen.

    Sie wären endlich mal gut beraten, wenn sie mal die rigiden Hierarchiestrukturen abbauen, sprich auch mal die vielen angeblichen Manager auch mal entlassen und nicht nur normale Mitarbeiter.

  • Tja, der Händler nimmt die Ware von Produzenten ab und gibt sie an Kunden weiter. Dafür kassiert er Geld. Im Zeitalter des Internets ist solch eine alter Vertriebsstruktur nur noch für zwei Gruppen interessante:

    - Alter Menschen, die sich mit Onlineshopping nicht auskennen
    - Uniformierte Käufer, die Sicherheit und Beratung wollen

    Allerdings erhält man Letzteres auch vermehrt im Internet. Wozu also noch Saturn und MediaMarkt?

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