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Ruinöser Wettbewerb im Modehandel Vorsicht, Rabatte!

Im Modehandel tobt ein Preiskrieg wie noch nie. Hosen, T-Shirts und Röcke werden immer schneller reduziert. Es ist ein ruinöser Wettlauf. Hersteller und Händler leiden zugleich.
24.06.2015 - 12:36 Uhr
Nur noch die Hälfte der Kollektionen in Deutschland wird zum regulären Preis verkauft. Quelle: dpa
Schaufenster in Berlin

Nur noch die Hälfte der Kollektionen in Deutschland wird zum regulären Preis verkauft.

(Foto: dpa)

München/Düsseldorf/Mailand/New York Auf den Schaufenstern in der Münchener Innenstadt sind vier Buchstaben allgegenwärtig: „Sale“. Der Sommer hat noch gar nicht richtig begonnen, da schmelzen die Preise bereits wie das Eis in der Sonne. Längst sind es nicht mehr nur Massenmarken wie H&M, die Schnäppchenjäger locken. Bei „Karl Lagerfeld“ in der Maffeistraße etwa sind die Uhren, Taschen und Stiefel schon kräftig heruntergesetzt. Der Rabattwahn zieht sich durch die ganze Fußgängerzone: von Stefanel und Palmers bis zu Baldessarini und Timberland.

Überall im Lande setzt die Modebranche den Rotstift an. Der Rabattwahn war noch nie so extrem wie heute. „Früher wurden etwa 70 Prozent der Kollektion regulär verkauft“, sagt Michael Hauf. „Heute sind es manchmal nur noch 30 bis 50 Prozent“, hat der Geschäftsführer von Hachmeister + Partner ausgerechnet.

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