Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Russen treten Luftfahrtbündnis Sky Team bei Aeroflot gibt Lufthansa einen Korb

Die größte russische Fluggesellschaft Aeroflot will der von Air France geführten Luft- fahrtallianz Sky Team beitreten. Das kündigte Aeroflot-Chef Walerij Okulow an und erteilte damit der deutschen Lufthansa eine Absage, die die Russen in ihre Star Alliance holen wollte.
  • Matthias Brüggmann (Handelsblatt)

HB MOSKAU. Okulow hoffe, die Regierung segne als Mehrheitsaktionär die Entscheidung binnen zwei Monaten ab. Der russische Staat hält 51,17 % der Aeroflot-Aktien. Der Eintritt ins Sky Team bringe Aeroflot mit erwarteten jährlichen Zusatzeinnahmen von 20 Mill. $ mehr als ein Zusammengehen mit der Star Alliance, begründete Okulow.

Lufthansa hatte auch auf politischer Ebene für die Allianz geworben: Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber war mit der Kanzler-Delegation im vorigen Herbst zu den deutsch-russischen Regierungskonsultationen nach Jekaterinburg gereist. Doch Aeroflot verbat sich Einmischung seitens der Politik: „So etwas muss offen und ausschließlich nach kommerziellen Gesichtspunkten entschieden werden“, sagte Okulow dem Handelsblatt vor der Entscheidung. Ein Lufthansa-Sprecher nahm mit Hinweis auf laufende Gespräche dazu keine Stellung.

Analysten unterstützen die Haltung des Aeroflot-Managements: Da die Russen aus ihren eigenen Deutschland-Verbindungen einen Gutteil ihrer Gewinne zögen und Lufthansa mehr eigene Flugverbindungen in russische Regionen habe, sei eine Kooperation mit Sky Team sinnvoller: „Lufthansa hat schon ein besseres Netz in Asien als Air France, und die Deutschen haben nicht vor, den Moskauer Flughafen zum Drehpunkt für Asien-Verbindungen zu machen“, sagte Elena Sachanowa von der Moskauer Investmentbank UFG.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen