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Ryanair Billigflieger setzt auf neues Konzept

Ryanair löst sich vom Konzept der Punkt-zu-Punkt-Verbindungen und öffnet sich für den Umsteigeverkehr. Fluggäste des Billigfliegers können bald Langstreckenflüge der Airline Air Europa nutzen.
23.05.2017 - 16:26 Uhr Kommentieren
Die Billigfluggesellschaft flog bisher ausschließlich Direktverbindungen von einem Flughafen zum anderen. Quelle: Reuters
Ryanair

Die Billigfluggesellschaft flog bisher ausschließlich Direktverbindungen von einem Flughafen zum anderen.

(Foto: Reuters)

Dublin/Madrid Europas größter Billigflieger Ryanair löst sich schrittweise von seinem Konzept reiner Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Noch im Laufe dieses Jahres sollen Ryanair-Kunden Langstreckenflüge der spanischen Fluglinie Air Europa wahrnehmen können, wie das irische Unternehmen am Dienstag in Dublin mitteilte. Zudem spricht Ryanair nach eigenen Angaben mit weiteren Fluggesellschaften über eine mögliche Zusammenarbeit. Auch dort wollen die Iren mit ihren Mittelstreckenjets anderen Airlines Passagiere für deren Langstreckenflüge zuliefern.

Bis vor kurzem setzte Ryanair wie andere Billigfluggesellschaften ausschließlich auf Direktverbindungen von einem Flughafen zum anderen. Dieses Konzept sorgt für einfache Abläufe und niedrigere Kosten, da kein Flugzeug auf Umsteiger von einem anderen Zubringerflug warten muss. Auch fällt das Umladen von aufgegebenem Gepäck weg. Passagiere, die dennoch einen Weiterflug buchen, tragen dabei selbst das Risiko, dass sie ihn erwischen.

Diese Billigflieger erobern Europa
Platz 15: Volotea
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Der Markt für Billigflieger wächst – in Deutschland wie auch in Europa. Zudem sind die Airlines auf Konsolidierungskurs, kleine Linien verschwinden zunehmend, die Branchengrößen wachsen teils deutlich.. Auf Platz 15 der größten Low-Cost-Fluggesellschaften liegt Volotea. Im Januar 2017 verzeichneten die Spanier 228 Starts, auf 82 Strecken verfügten sie über 28.474 Sitze.

Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt; Ranking auf Grundlage der Starts im Januar 2017

(Foto: Pedro Aragão CC BY-SA 3.0)
Platz 14: Jet2.com
2 von 15

Eine Billig-Fluggesellschaft mit Tradition: Die Briten mit Sitz in Leeds gingen 2002 aus der 1978 gegründeten Channel Express hervor. 2014 wurde das Portfolio um Langstreckenflüge nach Nordamerika erweitert. Im Januar flog Jet2.com 142 Strecken an, bei 57.198 Sitzen und 330 Starts.

(Foto: Wikipedia GNU Free Documentation License)
Platz 13: Pobeda
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Der Billigflieger, eine hundertprozentige Tochter der größten russischen Airline Aeroflot, nahm erst im Dezember 2014 seinen Dienst auf. Seit 2016 werden in Deutschland Köln/Bonn und Memmingen angeflogen. Pobeda bedeutet auf Deutsch schlicht „Sieg“ – von diesem ist die Airline im Ranking aber ein gutes Stück entfernt. Im Januar 2017 startete Pobeda 370 Mal, auf 61 geflogenen Strecken boten die Russen 69.930 Plätze an.

(Foto: dpa)
Platz 12: Blue Air
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542 Starts, 86.995 Plätze, 131 Strecken: Das sind die Daten des rumänischen Billig- und Charterfliegers Blue Air mit Sitz in Bukarest. Die 2004 gegründete Airline legt besonders großen Stellenwert auf die Inlandsverbindungen, bei ihrer Gründung wurde sie bewusst als Alternative zu den schlechten Straßen- und Eisenbahnverbindungen Rumäniens konzipiert.

(Foto: Wikipedia GNU Free Documentation License)
Platz 11: Air Baltic
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Air Baltic hat bereits eine bewegte Vergangenheit hinter sich – bei ihrem Start 1995 verfügte die Billigfluggesellschaft über genau eine einzige Maschine, eine Saab 340. Nach einem aufsehenerregenden Kleinkrieg mit der Regierung musste die Airline 2011 schließlich Insolvenz anmelden und wurde verstaatlicht. Im Januar 2017 starteten Air-Baltic-Maschinen 737 Mal, flogen 85 Strecken und boten 67.766 Sitze an.

(Foto: Wikipedia GNU Free Documentation License)
Platz 10: Transavia
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Als Transavia Limburg, später Transavia Holland 1965 gegründet, sind die Niederländer mit Sitz in Haarlemmermeer heute eine Tochter von Air France. Die Billig-Airline unterhält noch bis Oktober einen Stützpunkt auf dem Flughafen München. Im Januar wurden von Transavia bei 897 Starts mit 161.373 Sitzen insgesamt 211 Strecken geflogen.

(Foto: Reuters)
Platz 9: Aer Lingus
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Die nationale Fluggesellschaft Irlands wurde 1936 noch als Aer Lingus Teoranta gegründet, seit September 2015 ist sie eine Tochter der International Airlines Group (IAG), eine Holding mit Sitz in Madrid. Im Januar starteten die Iren 1412 Mal, bedienten 138 Strecken und verfügten über 179.881 Sitze.

(Foto: AP)

Doch schon vergangene Woche öffnete sich Ryanair für den Umsteigeverkehr. So bietet der Billigflieger auf zehn Strecken von und nach Rom Umsteigeverbindungen zu verschiedenen Zielen auf dem europäischen Festland und im Mittelmeer an. Sollte der Versuch erfolgreich sein, werde das Angebot auf das ganze Ryanair-Streckennetz ausgeweitet. Zudem führe das Unternehmen Gespräche mit Aer Lingus, Norwegian und anderen Fluglinien, um Umsteigeverbindungen zu deren Flügen anzubieten, hatte Ryanair-Manager David O'Brien gesagt.

  • dpa
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