Ryanair im Höhenflug O'Leary kündigt neuen Preiskampf an

In diesem Jahr werden wohl 105 Millionen Passagiere in die Maschinen von Ryanair steigen. Das lässt die Gewinne des Billigfliegers sprudeln. Und Konzernchef Michael O'Leary beschwört eine neue Runde im Preiskampf herauf.
Update: 02.11.2015 - 08:36 Uhr
Der Billigflieger steuert verstärkt auch Flughäfen aus der ersten Liga an. Quelle: AFP
Ryanair in Amsterdam

Der Billigflieger steuert verstärkt auch Flughäfen aus der ersten Liga an.

(Foto: AFP)

DublinEuropas größter Billigflieger Ryanair wird nach einem brummenden Sommergeschäft erneut optimistischer. Im laufenden Geschäftsjahr bis Ende März soll der Überschuss mit etwa 1,225 Milliarden Euro das obere Ende der im September angehobenen Spanne erreichen, wie das Unternehmen aus dem irischen Dublin am Montag mitteilte.

Erst im September hatte der Easyjet-Konkurrent seine Erwartungen an das im März endende Geschäftsjahr um rund 25 Prozent angehoben. Jüngst kamen Ryanair niedrige Kerosinpreise, das stärkere Pfund sowie die vom schlechten Wetter in Nordeuropa angeschobene Reisefreude zugute.

Den Sondereffekt aus dem Verkauf der Beteiligung an der irischen Fluglinie Aer Lingus an die British-Airways-Mutter IAG rechnet das Management dabei heraus.

Im wichtigen Sommerquartal bis Ende September verdiente Ryanair unter dem Strich 843 Millionen Euro und damit 41 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dank des reißenden Ticketabsatzes erwartet Vorstandschef Michael O'Leary im gesamten Geschäftsjahr nun 105 Millionen Fluggäste, eine Million mehr als im September vorausgesagt.

„Die Deutschen werden nackt über Scherben robben“
„Die Vorstandsetage der Lufthansa ist der einzige Ort in Europa, an dem man glaubt, dass Eurowings ein Billigflieger ist.”
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Über die aus seiner Sicht zu hohen Kosten der Lufthansa-Tochter Eurowings. (2017)

„Ich fände es gut, ein paar unserer attraktiven Stewardessen in mein Büro zu holen und auf den Job aktiv vorzubereiten.“
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2010 sorgte O'Leary mit der Aussage, Co-Piloten abzuschaffen und diese durch Stewardessen zu ersetzen, für Furore. Dann setzte er noch diesen sexistischen Spruch oben drauf.

„Am liebsten sind uns Passagiere, die nur mit Handgepäck reisen. Dazu wollen wir unsere Kunden erziehen.“
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Über Kritik an den Gepäck-Gebühren (2009).

„Nicht wenn sie sich gut festhalten.“
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Zum Thema Stehplätze und ob Passagiere, die nicht angeschnallt sind, gefährdet sind (2010).

„Wir wollen die Passagiere dazu ermuntern, vorher oder hinterher am Flughafen auf die Toilette zu gehen. Das verhindert an Bord lange Schlangen vor den WC-Türen und das ständige Aufstehen und Hinsetzen in der Kabine.“
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Über die Idee, für die Toiletten-Nutzung an Bord Geld zu verlangen (2009).

„Welcher Vorschlag von mir war je absurd?“
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(2010)

„Ihr Journalisten seid immer so negativ.“
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(2008)

O'Leary sagte, die Kunden könnten sich freuen. Es würde ihn nicht wundern, wenn es im neuen Jahr zu einem Preiskampf komme. „Wir haben bereits unsere Preise reduziert und haben in den letzten Wochen festgestellt, dass dies die meisten Fluggesellschaften tun.“

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