Saturn, Media Markt, Real Deutsche Verbraucher retten Metro-Weihnachtsgeschäft

Für Metro ist das Weihnachtsgeschäft 2015 vor allem in Deutschland gut gelaufen. Besonders bei Saturn und Media Markt klingelten die Kassen. Insgesamt muss der Handelskonzern aber einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen.
Update: 12.01.2016 - 08:32 Uhr
Bei der Metro-Tochter Media Saturn lief das Weihnachtsgeschäft besonders gut. Quelle: dpa
Media Markt

Bei der Metro-Tochter Media Saturn lief das Weihnachtsgeschäft besonders gut.

(Foto: dpa)

DüsseldorfKonsumfreudige Verbraucher in Deutschland haben beim Handelsriesen Metro im wichtigen Weihnachtsgeschäft die Kassen klingeln lassen. Im Heimatmarkt konnte der Konzern mit seinen Großmärkten, dem Elektronikhändler Media-Saturn und den Real-Supermärkten im Dezember den Umsatz um 2,1 Prozent steigern, wie Metro am Dienstag mitteilte.

Vor allem bei Media-Saturn brummte das Geschäft. Insgesamt verbuchte der Konzern im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2015/16 aber einen Umsatzrückgang um 1,5 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro – Metro hatte Geschäfte verkauft, zudem bekommt der stark in Russland engagierte Handelsriese die Rubel-Schwäche zu spüren.

Konzernchef Olaf Koch bleibt aber optimistisch: „Für das Geschäftsjahr 2015/16 blicken wir in einem schwierigen Umfeld weiterhin zuversichtlich in die Zukunft.“ Die Ziele stehen zudem weiter: „An unserer Prognose halten wir unverändert fest.“ Koch hatte sowohl für den Umsatz als auch für den operativen Ertrag (Ebit) vor Sonderfaktoren eine „leichte Steigerung“ angekündigt.

Koch räumt bei dem weit verzweigten Handelsriesen auf, im vergangenen Jahr hatte er sich unter anderem von der Warenhaustochter Kaufhof verabschiedet. Aber auch Cash&Carry- Märkte in Griechenland und Dänemark sortierte er aus, das Landesgeschäft in Vietnam veräußerte Metro - die Umsätze sind nun nicht mehr in den Büchern. Der Vietnam-Verkauf dürfte den Gewinn im ersten Quartal indes deutlich in die Höhe treiben: Mit rund 400 Millionen Euro werde sich die Transaktion auf den operativen Gewinn auswirken, bekräftigte Metro, das Ergebnis werde damit „spürbar steigen“.

Das sind die beliebtesten Elektronikhändler
Platz 11: Medimax
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Der OC&C Proposition Index zeigt, wie zufrieden Kunden mit Händlern sind. Die Unternehmensberatung OC&C befragte 30.000 Menschen zu den Leistungen von 600 Einzelhändlern. Dabei wird auf Grund von Einzelwertungen zu Preis, Qualität, Auswahl, Einkaufserlebnis, Service und Kundenvertrauen ein Index von 0 bis 100 Punkten erstellt.

Medimax ist eine Tochter der Handelsgruppe Electronic Partner mit 120 Standorten in Deutschland. Die Marke tritt in Form von eigenen Filialen und Franchise-Märkten auf. Auf dem Proposition Index erreicht Medimax einen Wert von 65,5 Punkten.

Quelle: OC&C Proposition Index

Platz 10: Electronic Partner
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Eine weitere Marke des Händlerverbunds Electronic Partner folgt auf Platz 10. Unter dem Namen EP: Electronic Partner betreiben in Deutschland selbstständige Fachhändler ihre Läden. Die Marke erreicht auf dem Index einen Wert von 67,1 Punkten. Ein Wert von 75 Indexpunkten und höher ist laut OC & C als sehr gutes Ergebnis zu werten, Werte unterhalb von 70 würden auf Schwächen in einzelnen Bereichen hinweisen.

Platz 9: billiger.de
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Das Preisvergleichsportal billiger.de war einer der Pioniere im deutschen E-Commerce. Das Portal gehört mit über zwei Millionen Besuchern pro Monat zu den Reichweitenstärksten in Deutschland. Kritiker wenden allerdings ein, dass die Seite tatsächlich nicht alle im Internet verfügbaren Angebote vergleicht, sondern nur von Händlern, die Verträge mit der Plattform abgeschlossen haben. Bei den Kunden erreicht die Plattform billiger.de im Schnitt 69,4 Punkte.

Platz 8: Euronics
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Die Einkaufsgemeinschaft Euronics ist der zweitgrößte Käufer von Elektrogeräten in Deutschland. Zu den Mitgliedern der Genossenschaft zählen Euronics oder Euronics XXL. Die Kunden geben dem Anbieter auf dem Index 70,1 Punkte.

Platz 7: Expert
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Als Handelsgesellschaft „Bild + Ton“ 1962 gegründet, ist die Expert AG heute eine Fachhandelskooperation für Elektronik und IT. Die Unternehmensgruppe, zu der auch ein Versicherungsdienstleister gehört, tritt als Groß- und Einzelhändler auf. Expert erhält von den Kunden im Schnitt 70,8 Punkte.

Platz 6: notebooksbilliger.de
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Notebooksbilliger.de ist ein 2004 gegründeter Online-Versandhändler für Softwareprodukte, Notebooks und andere Elektronikgeräte. Ferner verkauft das Unternehmen, das von 2006 bis 2007 ein eigenes Team im Profi-Radsport hatte, auch einen hauseigenen Energydrink unter dem Namen „Raubtierbrause“. Ob dieser Drink einen nennenswerten Effekt auf die Bewertung mit 71 Punkten hatte, ist nicht bekannt.

Platz 5: Cyberport
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Der zum Burda-Konzern gehörende Händler Cyberport betreibt seit 1999 einen Onlineshop für Elektronikgeräte sowie Hard- und Software. Mittlerweile gibt es auch ein eigenes Ladennetzwerk. Seit 2007 hat das Unternehmen seine Kundenzahl auf 606 Millionen im Jahr 2014 annähernd verfünffacht. Die Kunden bewerten den Händler mit 72,6 Punkten.

Deutlich nach oben gingen die Umsätze der Großmärkte in Deutschland – und auch in den einstigen Euro-Krisenländern Italien und Spanien legte der Konzern wieder zu. Ein Umsatzrückgang musste Koch dagegen bei Real hinnehmen. Die Kette ächzt unter dem harten Wettbewerb mit anderen Supermarktbetreibern, Koch muss Real sanieren. Dabei steht ein Konflikt mit Verdi ins Haus. Die Gewerkschaft hatte zuletzt immer wieder zu Streiks aufgerufen. Real hatte sich aus der Tarifbindung verabschiedet, Koch zufolge liegen die Kosten höher als bei der Konkurrenz.

  • rtr
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