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Schifffahrt Hafenbetreiber aus Dubai übernimmt britischen Reeder P&O

Der arabische Konzern zahlt mehr als 400 Millionen Euro für den Fährbetreiber. P&O hat allerdings ein großes Problem: den Brexit.
Update: 20.02.2019 - 16:42 Uhr Kommentieren
DP World aus Dubai übernimmt den britischen Fährbetreiber. Quelle: Reuters
Fähren von P&O im Ärmelkanal

DP World aus Dubai übernimmt den britischen Fährbetreiber.

(Foto: Reuters)

Berlin Der Hafenbetreiber DP World aus Dubai übernimmt die Holding des britischen Fährreederei P&O Ferries. Dieser betreibt unter anderem Fähren über den Ärmelkanal. Die Dubaier zahlen dafür nach Angaben des Unternehmens umgerechnet 421 Millionen Euro. P&O betreibt 21 Fähren auf dem Ärmelkanal, der Nordsee und in der Irischen See, bedient dabei elf Häfen und schlägt 2,5 Millionen Frachtladungen pro Jahr um.

P&O erzielte 2017 einen Umsatz von 1,4 Milliarden Dollar und einen Gewinn vor Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 131 Millionen Dollar. Mit P&O Ferrymasters gehört noch ein Logistikunternehmen mit 19 europäischen Standorten zum Konzern.

DP World hat im vergangenen Jahr bereits den dänischen Schiffsmakler, Frachtdienstleister und Containerleasing-Anbieter Unifeeder gekauft. 2006 hatte der Konzern bereits Singapurs Hafenbetreiber ausgestochen und die Kreuzfahrtlinie P&O Cruises sowie P&O-Häfen übernommen.

DP World ist einer der global führenden Hafen- und Terminalbetreiber. In Deutschland betreibt der Konzern aus den Vereinigten Arabischen Emiraten das Containerterminal in Germersheim am Rhein.

„Wir sind froh, P&O Ferries jetzt in unserer Familie zu haben“, erklärte Sultan Ahmed bin Sulayem, der Chairman und CEO von DP World. P&O sei eine starke und verlässliche Marke und passe sehr gut ins Logistik-Portfolio des arabischen Hafenriesen.

Allerdings hat P&O derzeit ein Problem: den Brexit. Die Fährgesellschaft will ihre Flotte für den Verkehr über den Ärmelkanal deshalb nach Großbritanniens EU-Austritt unter zyprischer Flagge anmelden. Der Schritt bringe dem Unternehmen deutlich günstigere Steuerbedingungen, da die Schiffe dann unter der Flagge eines EU-Mitgliedslandes liefen, erklärte das Unternehmen kürzlich.

Auch den Dubaier Weltkonzern treibt der Brexit um. Die „Unentschlossenheit“ der britischen Regierung „verunsichert Investoren“, hatte Sultan Ahmed erst vor wenigen Tagen erklärt. Daneben sorgt sich DP World um eine abflauende Weltkonjunktur, die ja auch den Schiffsverkehr deutlich treffen würde.

2019 werde „herausfordernd“, sagte Sultan Ahmed. Im abgelaufenen Jahr hatte der Konzern drei Milliarden Dollar investiert – unter anderem in den Unifeeder-Kauf für 660 Millionen Euro und andere Akquisitionen.

2018 hatte der Hafenkonzern mit 71,4 Millionen umgeschlagenen 20-Fuß-Containern eine Steigerung um 2,9 Prozent weltweit erzielt. Im Heimatmarkt sank der Containerumschlag allerdings um 2,7 Prozent auf 15 Millionen Stück. Besonders stark aber sei der London Gateway in Großbritannien im Vor-Brexit-Jahr gewachsen.

Mehr: Lesen Sie auch eine große, aktuelle Analyse zu den wirtschaftlichen Folgen des Brexit für Großbritannien – Der „Brexit-Nebel“ hat sich über die britische Wirtschaft gelegt.

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