Schlecker-Mitarbeiter Kaum die Hälfte hat neue Jobs

Die Beschäftigungslage der ehemaligen Mitarbeiter der Drogeriekette Schlecker ist nach wie vor schlecht. Nicht einmal die Hälfte der überwiegend weiblichen Angestellten hat bisher erfolgreich nach Stellen gesucht.
14 Kommentare
Eine geschlossene Schlecker-Filiale. Quelle: dapd

Eine geschlossene Schlecker-Filiale.

(Foto: dapd)

Langwierige Jobsuche für viele ehemalige Schlecker-Beschäftigte: Knapp ein Jahr nach der Pleite der Drogeriekette ist weniger als die Hälfte der Mitarbeiter in neue Jobs vermittelt worden. "Bei uns waren insgesamt 23.400 ehemalige Mitarbeiter arbeitslos gemeldet", sagte eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit (BA) der Nachrichtenagentur dapd. Davon hätten 9.800 wieder eine Beschäftigung gefunden.

2.600 seien aus anderen Gründen wie Mutterschaft oder Eintritt ins Rentenalter nicht mehr in der Statistik erfasst. Lediglich 115 hätten den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. Insgesamt entspricht der Abgang aus der Arbeitslosenstatistik einer Quote von etwa 53 Prozent. Die Daten wurden Mitte Dezember erhoben.

Deutschlands einst größte Drogeriekette musste am 23. Januar 2012 Insolvenz anmelden und ist heute weitgehend abgewickelt. Die Entlassungen folgten in zwei Wellen, eine im April und eine im Juli.

"Bei der ersten Entlassungswelle wurde eine Sozialauswahl getroffen, dadurch hat es vorwiegend jüngere und nicht so lange bei Schlecker Beschäftigte getroffen", sagte die BA-Sprecherin. Diese seien leichter vermittelbar gewesen, weshalb die Quote bei ihnen etwa 67 Prozent betrage.

In Nordrhein-Westfalen, wo mit 4.769 Angestellten die mit Abstand meisten Beschäftigten von Arbeitslosigkeit betroffen waren, lag die Vermittlungsquote knapp unter dem Durchschnitt. Nur 1.873 und damit knapp 40 Prozent stehen wieder in Lohn und Brot. Auch im Schlecker-Stammland Baden-Württemberg sieht die Quote nicht besser aus, dort wurden ebenfalls knapp 40 Prozent auf der Suche nach einem neuen Job fündig.

Neue Möglichkeiten ergaben sich für die meist weiblichen Beschäftigten vor allem im Handel. Gerade die Schlecker-Konkurrenten Rossmann und dm griffen zu. Bei Rossmann kamen 2.000 ehemalige Schlecker-Mitarbeiter unter. Die Drogeriekette dm, nach der Schlecker-Pleite neuer Branchenprimus, übernahm bis Oktober 800 Beschäftigte der ehemaligen Konkurrenz.

Bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als erwartet
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

14 Kommentare zu "Schlecker-Mitarbeiter: Kaum die Hälfte hat neue Jobs"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wie wäre es mit einem Dankeschön an Herrn Schlecker über Jahrzehnte Frauen "mit Handicaps" - d.h. mit Kindern, oder Alleinerziehend, ohne Berufserfahrung, nur wenige Stunden, in kleinen Dörfern ohne den Wille zu pendeln - eine Anstellung zu bieten.

    Ja, es waren sehr schlecht bezahlte Jobs und der Umgang mag teils rauh gewesen zu sein, aber es wäre trotzdem schon schön gewesen, hätte die eine oder andere Schleckerfrau die Größe Danke zu sagen.

  • Zuerst wird Schlecker von Spiegel, Handelsblatt und Co. kaputt geschrieben und jetzt beklagen die gleichen Schreiberlinge, dass die Frauen keinen neuen Job finden.Die superschlauen Redakteure könnten ja mal Vorschläge unterbreiten wie die Frauen einen neuen Job finden.

  • Kann mir mal bitte jemand plausibel den Unterschied zwischen CDUCSUSPDGRÜNEFDPLINKE und Bankräubern erläutern!

    Mal abgesehen davon das
    CDUCSUSPDGRÜNEFDPLINKE
    immer ungestraft bleiben?

  • ++++Verachtete ausgeraubte Deutsche!++++

    Abraham Lincoln:
    “Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen
    und das ganze Volk einen Teil der Zeit.
    Aber man kann nicht das gesamte Volk
    die ganze Zeit täuschen.”
    http://www.readers-edition.de/2010/10/22/cia-prophezeit-buergerkrieg-in-deutschland/

    Und das deutsche Wahlschaf hat´s immer noch nicht gerafft!
    Vollpfosten-Volk
    Laufen den Grünen-Roten-Schwarzen-Deutschland-Totengräbern nach!

    CDU+CSU+SPD+GRÜNE+FDP+LINKE sind mit Verstand UNWÄHLBAR!
    Widerwärtig+skrupellos+menschenverachtend+korrupt+gierig+EXTREM gefährlich!
    >>>Jahrzehnte Erfahrung können nicht irren!<<<

    CIA prophezeit seit 2008 in seiner Studie „Bürgerkrieg in Deutschland“
    Brainlux Contor | 22. Oktober 2010, 10:31 Uhr
    Europa am Scheideweg und die Armseligkeit des Staates der Dichter und Denker.
    http://www.readers-edition.de/2010/10/22/cia-prophezeit-buergerkrieg-in-deutschland/

    http://www.kopp-exklusiv.de/index.php

    http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2011/05/10/burgerkrieg-gefahrengebiete-in-deutschland-karte/

    http://www.webdesign-luene.de/aktuelles/2009/11/29/burgerkrieg-in-deutschland/

    http://marc-doll.de/index.php?option=com_content&view=article&id=51:negative-zitate&catid=41:buchtipp-zitate&Itemid=61

  • Sicher wird im Spiegel rigide zensiert. Liest man sich aber die Kommentare durch, fällt auf, daß die meisten sich so gar nicht konform mit der Spiegelmeinung darstellen und herbe, teils aggressive Kritik beinhalten. Mit Dunkelziffer sind die kritischen Meinungen immens und der Spiegel steht vor der Wahl, einen Teil durchzulassen, weil nichts anderes da ist, oder alle zu sperren. Dasselbe gilt fürs Tagesschauforum.

  • Mit der Kritik am Satzbau haben Sie natürlich völlig Recht. Da ging der Satz anders aus, als wir ihn begonnen hatten. Vielen Dank für den Hinweis, wir haben den Fehler nun korrigiert.

    Die Redaktion wünscht ein schönes Wochenende!

  • Der Artikel steht auch im Spiegel. Ich mache dem HB keinen Vorwurf. Die kaufen wie alle anderen auch News. Unmoeglich alles selber zu pruefen. Es geht darum, was bezahle ich fuer die News und was kann ich mit der Darstellung verdienen. Ich kenne die Foren beim Spiegel Bild. Was da nicht berichtskonform ist, wird erst nicht erlaubt. Selektive Meinungsaeusserung mal gelinde gesagt - da ist das Handelsblatt immer noch anders. Eigentlich sollte man solche Gehirnwaesche wie dort nicht mal lesen. Der Leser ist nicht mal erlaubt eine andere Meinung zu haben. Wer es nicht glaubt, mache mal selber den Test.

  • Das war mir auch als erstes bei diesem Artikel aufgefallen. Klingt fast so als sei das Problem, dass sie nicht vergeblich gesucht haben -- schließlich sollte ja auch niemand diese Erfahrung missen müssen ...
    Aber im Ernst: weshalb sollten denn ausgerechnet ehemalige Verkäuferinnen einer Drogeriemarktkette der Renner auf dem Arbeitsmarkt sein? Soweit überhaupt Bedarf besteht, geht es doch um Leute, die ausgewiesene Fachleute auf einem Gebiet sind und selbst da ist oft das Problem für die Arbeitgeber nur das Problem, dass sie die Stelle befristen, einen Standort weitab der menschlichen Zivilisation gewählt haben oder nicht ordentlich zahlen wollen. Außerdem natürlich noch die völlig übertriebenen Anforderungsprofile, die jeden Bewerber abschrecken obwohl er sich, wenn er den Platz tatsächlich erhalten hat bald fragt, wann er denn nun die Arbeit bekommt für die er qualifiziert sein sollte.

  • @ Stubi

    Früher habe ich das HB ganz gern gelesen. Jetzt bin ich dabei, solche Blätter wie Frau im Spiegel und Grünes Blatt zu bevorzugen - da muß man weniger schwere Texte lesen und bekommt schöne viele bunte Bunte Bilder ... ;-))

  • Nein nein, die Bevölkerung wird doch nicht beschwindelt!

    Wie kommen Sie nur auf derartige Gedanken?


    Deutschland benötigt dringend Fachkräfte.

    Fachkräfte, wohlgemerkt.

    Sind diese 'Fachkräfte' in der stetig steigenden Zuwanderungsschwemme zu finden?

    Sind deshalb die Arbeitsbehörden überwiegend mit kulturbereichernden Migranten überlastet, weil diese zugewanderten 'Potenziale' allesamt derart hochqualifiziert sind, dass sich keine leistungsadäquaten Stellen finden?

    Sind die Fördergelder der Arbeitsagenturen deshalb ständig ausgeschöpft, weil Kulturbereicherern deren berufliche Selbstständigkeit (als wertvoller Beitrag zur deutschen Gesellschaft) permament finanziert wird?

    Man muss der Öffentlichkeit schließlich darüber genaustens informieren, dass Migranten in Deutschland bestens integriert sind. (Nachweislich besteht doch immer Bedarf an Dönerbuden, Pizza Taxen oder Internet Cafes).

    Und falls es wider Erwarten mit der beruflichen Integration nicht klappen sollte, haben wir dafür eine zweite, dritte, vierte, fünfte finanzielle Unterstützung für unsere zukünftigen Rentenfinanzierer parat.

    Jo mei, es klappt doch alles ganz hervorragend in unserem lustigen Migrantenstadl. Und der Euro ist überhaupt das Beste, was uns Deutschen je passieren konnte.

    Ich freue mich jetzt schon auf neue Abgaben, Steuern und Gebührenerhöhungen, damit wir alle gemeinsam unseren Solidarbeitrag zur künstlichen Aufrechterhaltung dieser gigantischen Betrugsmaschinerie leisten können.

    Alles wird gut.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%