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Schlecker-Retter in Not Dayli-Gläubiger wollen Insolvenz und setzen Ultimatum

Ein mysteriöser Millionendiebstahl, verspätete Juni-Gehälter: seit Tagen kursieren Gerüchte um die angeschlagene Handelskette Dayli. Jetzt reicht es den Gläubigerschützern vom Verband KSV 1870 – sie wollen die Insolvenz.
03.07.2013 Update: 03.07.2013 - 18:00 Uhr Kommentieren
Der österreichische Schlecker-Nachfolger Dayli eröffnet seine Testläden in Deutschland später als geplant. Ursprünglich war der Start der Testphase für Mai geplant gewesen. Quelle: dpa

Der österreichische Schlecker-Nachfolger Dayli eröffnet seine Testläden in Deutschland später als geplant. Ursprünglich war der Start der Testphase für Mai geplant gewesen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Seit Wochen wird der schwer angeschlagenen Schlecker-Nachfolgefirma Dayli die Insolvenz nachgesagt. Jetzt werden die Gläubigerschützer ungeduldig und stellen ein Ultimatum – für Donnerstag bereitet der etablierte Kreditschutzverband KSV 1870 einen Konkurs-Antrag vor. Das kündigte Insolvenzexperte Hans-Georg Kantner am Mittwoch Nachmittag gegenüber dem „Wirtschaftsblatt“ an. „Üblicherweise ist bei den Handelsgerichten um 15.30 Uhr Annahmeschluss. Wenn Haberleitner es nicht heute noch selber tut, tun wir es morgen. Wir haben lange genug zugeschaut.“

Lange genug, das heißt im Grunde ein Jahr lang. Schon damals sei die Lage bei Dayli existenzbedrohend gewesen, sagt Harald Neumüller vom KSV 1870 im Gespräch mit Handelsblatt Online. „Da haben wir täglich mit einer Insolvenz gerechnet.“ Es sei höchste Zeit, dass etwas passiert. Bewegt sich Haberleitner nicht, dann wird morgen um 9 Uhr der KSV-Antrag am Insolvenzgericht in Linz eingereicht.

Ihren Schritt begründet die Gläubigergruppe in einer Mitteilung wie folgt: „Von Tag zu Tag und von Woche zu Woche wird die Entscheidung von der Dayli-Firmenleitung über eine Insolvenz verschoben. Der Betrieb der Drogeriekette wird ohne Rücksicht auf die seit Wochen nicht mehr bezahlten Lieferanten und die seit Ende Juni nicht bezahlten Dienstnehmer fortgesetzt, obwohl zunehmend Berichte von leeren Regalen in den Filialen bekannt werden und die Umsätze damit wohl in den Keller gefallen sind. Das können auch mögliche Investoren, nach denen noch immer gesucht wird, nicht übersehen.“

Die Dayli-Pleite würde rund 3.300 Beschäftigte in Österreich treffen. Dass Gläubiger oder Schuldner einen Insolvenzantrag einreichen können, ist in Österreich genauso legitim wie hier in Deutschland. Allerdings muss dann zunächst vom Insolvenzgericht geprüft werden, ob der Anspruch gerechtfertigt ist. Der Verband KSV 1870 hat Gewicht in Österreich; er bündelt die Interessen vieler kleiner Gläubiger.

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