Schlecker-Tochter Ihr Platz hat Aussicht auf Investor

Nach dem ein Verkauf von Ihr Patz an den Münchner Investor Dubag gescheitert ist, hat Insolvenzverwalter Schneider nun einen alternativen Investor parat. Bis Ende Juni soll ein Vertrag vorliegen.
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Eine Passantin verlässt eine Filiale der Schlecker-Tochter IhrPlatz. Quelle: dpa

Eine Passantin verlässt eine Filiale der Schlecker-Tochter IhrPlatz.

(Foto: dpa)

Osnabrück/Neu-UlmIhr-Platz-Insolvenzverwalter Werner Schneider führt aussichtsreiche Verhandlungen mit einem Investor für die insolvente Drogeriemarktkette. „Ich kann bestätigen, dass ich mit einem Übernahmeinteressenten für Ihr Platz in engen Verhandlungen stehe und hoffe, diese bald erfolgreich abschließen zu können“, sagte Schneider der Nachrichtenagentur dpa in Neu-Ulm. Schneider bestätigte damit einen Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“ vom Mittwoch, wonach Ihr Platz mit seinen 490 Filialen kurz vor der Rettung stehe.

„Jetzt habe ich Gott sei Dank einen alternativen Investor“, sagte Schneider dem Blatt. „Unser Ziel ist es, bis Ende Juni einen Vertrag vorliegen zu haben, der eine sehr kurzfristige Übertragung ermöglichen würde.“

Der Verkauf der Schlecker-Tochter an den Münchner Investor Dubag war wegen Uneinigkeit mit dem Warenkreditversicherer Euler Hermes gescheitert. Der neue Interessent sei ein „strategischer Investor“ aus dem Einzelhandel; daher rechne Schneider dieses Mal mit grünem Licht vom Versicherer.

Den Angaben zufolge hat Schneider auch die Lieferanten für sich gewonnen. „Sie wollen neben DM, Rossmann und Müller einen weiteren Spieler in der Branche“, sagte Schneider der Zeitung. Der neue Bewerber sei an allen Filialen interessiert. Für die 342 Schlecker-XL-Märkte sieht es dagegen weiter schlecht aus.

Ihr Platz war zusammen mit Schlecker in die Insolvenz gerutscht - ebenso die Tochter Schlecker XL mit 1.100 Beschäftigten in 342 Filialen. Die Dubag hatte zunächst Ihr Platz und Schlecker XL gemeinsam kaufen wollen.

Dieses Vorhaben sei geplatzt, weil die Schlecker XL mit Schlecker eine tarifliche Einheit bilde, sagte Schneider der Zeitung. Für einen Investor sei das Risiko zu groß, durch eine Übernahme von Schlecker XL auch mit den Kündigungsschutzklagen von Schlecker konfrontiert zu werden. Rund 4.500 der 10.000 in einer ersten Welle entlassenen Beschäftigten wehrten sich vor Gericht gegen ihre Kündigung.

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