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Schnee liegt meterdick Keine neue Suche nach vermisstem Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub

Seit dem 7. April wird Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub nun vermisst. Doch an eine erneute Suche ist laut Bergrettern nicht vor September zu denken.
13.08.2018 - 12:09 Uhr Kommentieren
Tengelmann-Chef: Keine neue Suche nach Karl-Ervian Haub  Quelle: dpa
Karl-Ervian Haub

Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub (58) war am 7. April von einem Training für das härteste Skitourrennen der Alpen nicht zurückgekehrt.

(Foto: dpa)

Zermatt Eine neue Suche nach dem seit April in der Schweiz vermissten Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub könnte sich bis Ende September oder Oktober verzögern. Weil es im vergangenen Winter so heftig geschneit hat, liegt der Schnee oberhalb von Zermatt am Matterhorn weiterhin meterdick, wie der Rettungschef von Zermatt, Anjan Truffer, der Deutschen Presse-Agentur am Montag sagte. „Wir werden uns sicher im September erneut mit der Familie Haub besprechen, wie es weitergeht“, sagte Truffer.

Bergführer, die Sommertouren in der Region begleiten, halten stets Ausschau nach Vermissten oder Verunglückten. Im Juli war in einer anderen Region, direkt am Matterhorn, etwa die Leiche eines japanischen Bergsteigers entdeckt worden. Wenn ein Skitourenläufer aber im Winter in eine Gletscherspalte stürzt, muss gezielt gesucht werden. Dafür brauchen Bergführer eine spezielle Ausrüstung, die sie auf normalen Touren nicht dabeihaben.

Der Extremsportler Haub (58) war am 7. April von einem Training für das härteste Skitourrennen der Alpen nicht zurückgekehrt. Retter waren in dem eisigen Skigebiet tagelang mit Hubschraubern, Spürhunden und Suchtrupps unterwegs, um ihn zu finden. Das letzte Lebenszeichen stammte von einer Videokamera, mit der Haub an der Bergstation einer Luftseilbahn am Klein Matterhorn auf 3.820 Metern gefilmt hatte. Nach dem Unglück gab es dort mehrere Meter Neuschnee.

Familie und Bergretter gingen eine knappe Woche nach dem Verschwinden Haubs davon aus, dass er verunglückt und möglicherweise in eine Gletscherspalte gestürzt ist. Sie wollen den Leichnam bergen.

In anderen Jahren wäre eine gezielte Suche schon Mitte oder Ende August möglich gewesen. Im Winter 2017/2018 hat es in Teilen der Alpen aber so viel geschneit, dass die Schneeschmelze einige Wochen länger dauert. In der Region, in der Haub wahrscheinlich verunglückte, wird das ganze Jahr über Ski gefahren. Nach Haubs Verschwinden hat dessen jüngerer Bruder Christian in der Unternehmensgruppe die alleinige Geschäftsführung übernommen.

  • dpa
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