Schokoladen-Export Starker Franken verdirbt Deutschen Lust auf Schweizer Schokolade

Die Deutschen kaufen immer weniger Schweizer Schokolade. Grund ist wohl der starke Schweizer Franken. In anderen Ländern wie den USA konnte die Schweiz dafür mehr Schokolade absetzen.
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Insgesamt produzierte die Schweiz 2016 fast 186.000 Tonnen Schokolade. Quelle: dpa
Schweizer Schokolade

Insgesamt produzierte die Schweiz 2016 fast 186.000 Tonnen Schokolade.

(Foto: dpa)

BernDie Schweizer Schokolade ist den Deutschen zu teuer geworden. Der Verkauf im wichtigsten Absatzmarkt Deutschland ist im zweiten Jahr in Folge eingebrochen, wie der Verband der Schweizerischen Schokoladenfabrikanten, Chocosuisse, am Dienstag mitteilte. 2016 exportierten sie nur noch rund 17.400 Tonnen Schokolade nach Deutschland, 19 Prozent weniger als im Jahr davor. Auch der Umsatz ging im selben Zeitraum um 18 Prozent zurück. Schon 2015 war das Geschäft um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen.

Nachdem die Nationalbank Anfang 2015 den Euro-Mindestkurs aufhob, seien alle Schweizer Exporte 20 Prozent teurer geworden, begründete der Verband die Entwicklung. „Die deutschen Verbraucher sind sehr preisbewusst“, sagte Verbandspräsident Urs Furrer. Deutschland blieb aber größter Absatzmarkt vor Großbritannien, Frankreich und den USA.

Schoko-Wachmacher, Fruchtgummi-Selfies und süße Pizza
Comeback der Klassiker
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„Zu den Trends im Süßwarenmarkt zählt die Neuentdeckung der sogenannten Klassiker“, erklärt Klaus Reingen, Hauptgeschäftsführer im Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie. Kein Wunder, dass auch Deutschlands älteste Schokoladenfabrik einen seiner Klassiker neu auflegt: Halloren bringt eine limitierte Retro-Edition seiner Halloren-Kugeln auf den Markt.

Die Schweizer lassen es krachen
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Ob das Schweizer Traditionsunternehmen Kägi bei seinem neuen Produkt ebenfalls an einen Klassiker gedacht hat? Der lautmalerische Titel „Kabääm“ erinnert irgendwie an die Fernsehserie „Batman“ aus den 1960er Jahren. Eigentlich ist es aber eine ein Tischfeuerwerk der anderen Art: Es regnet leckere Waffenriegel.

Gemüse-Snacks sind weiter im Kommen
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Seit 2015 hat die ISM ihr Angebot erweitert. Neben Süßwaren- und Knabberartikel gibt es seitdem auch Frühstücksprodukte und herzhafte Snacks. Neue Hersteller kamen auch aus dem Bereich Gemüsesnacks hinzu. So wie das Stuttgarter Start-up Papicante, das für seinen herzhafter Snackriegel Erbsen mit Superfoods wie Quinoa kombiniert.

Hype um die Superfoods
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Überhaupt versuchen viele Hersteller in ihren Produkten sogenannten Superfoods unterzubringen, die eine besonders hohe Nährstoffdichte aufweisen. Etwa Chiasamen, Leinsamen, Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne oder Blaubeeren. Ob ein Superfood allerdings etwas nutzt, wenn es nur in minimalen Mengen einem ansonsten herkömmlichen Müsli oder einem gewöhnlichen Riegel beigemischt wird, sei dahingestellt.

Der Wachmacher
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Auch die kleinen roten Früchte der Guarana-Pflanze sind etwas Besonderes: Sie sind nicht nur reich an Fetten, Eiweißen sowie Stärke, sondern weisen auch eine hohe Konzentration an Koffein auf. Früher soll sie Amazonas-Indianern bei mehrtägigen Jagdausflügen fit gehalten haben. Der Berliner Hersteller Koakult hat daraus einen Bio-Kakao gemacht, der wie Kaffee wirken soll.

Zucker, der kein Zucker ist
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Bei der Suche nach einer Alternative zum Raffineriezucker setzt der Hersteller mit dem passenden Namen „No Sugar Sugar“ auf Xylit – einem natürlichen Zuckeraustauschstoff. Das Hamburger Unternehmen hat unter anderem Nuss-Nougat- und Erdnuss-Creme sowie Marmeladen im Sortiment.

Die Verpackung macht’s
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Wer nicht mit Bio- oder Veggie-Produkten punktet, braucht dringen eine besondere Verpackung. So wie beim Evil Duck Candy Spray des Kaugummi-Produzenten Alex Sweets bei Aachen. Der Inhalt der fies dreinblickenden Ente: ein saures Süßigkeitenspray in drei Geschmacksrichtungen.

Insgesamt produzierte die Schweizer Schokoladenindustrie vergangenes Jahr 2,3 Prozent mehr Schokolade als 2015, fast 186.000 Tonnen. Der Umsatz stieg um ein Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Franken (1,6 Mrd Euro). Besonders in den USA zog das Geschäft an, der Absatz stieg 2016 um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Schweizer selbst verzehrten im Schnitt eine Tafel Schokolade weniger als 2015: insgesamt elf Kilogramm. Der Importanteil lag erstmals bei mehr als 40 Prozent. Das liege ebenfalls im starken Franken, hieß es.

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