Schwäche in China Katerstimmung bei Schnapsriese Diageo

Chinas Beamte dürfen keine Spirituosen mehr annehmen. Das lässt den Absatz von Johnnie-Walker-Produzent Diageo in Fernost einbrechen. In anderen Märkten wird dafür wieder mehr Alkohol konsumiert.
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Smirnoff-Hersteller Diageo leidet unter schwachem Absatz in China. Quelle: picture-alliance/ dpa

Smirnoff-Hersteller Diageo leidet unter schwachem Absatz in China.

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LondonChinas Kampf gegen die Korruption führt beim weltgrößten Spirituosen-Konzern Diageo zu Katerstimmung. Das Umsatzwachstum des britischen Herstellers von Johnnie-Walker-Whisky und Smirnoff-Wodka flaute im vergangenen Halbjahr auf 1,8 Prozent ab, nachdem es im ersten Geschäftsquartal bis Ende September noch bei 2,2 Prozent gelegen hatte, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Den Anlegern schmeckte dies überhaupt nicht: Die Aktie gab sechs Prozent nach.

Wie den französischen Rivalen Remy Cointreau und Pernod Ricard bereiten Diageo vor allem die verschärften Benimm-Regeln für Behördenvertreter und Funktionäre bei der Annahme von Geschenken in China Kopfschmerzen. Die Nachfrage ebbt dort deswegen spürbar ab.

Zwar kann Diageo dank seiner Expansion etwa in Brasilien, Indien und der Türkei die Schwäche in China besser ausgleichen als die Konkurrenz. Aber auch die maue Konjunktur in Europa drückte auf die Stimmung. Hier sanken die Erlöse um ein Prozent. In Nordamerika gab es dagegen ein Plus von 4,6 Prozent, in den Schwellenländern von 1,3 Prozent.

  • rtr
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