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Schwarz-Gruppe Mit Ignazio Paternò kehrt der nächste Chef dem Discounter Lidl den Rücken

Der Discounter verliert den dritten Vorstandschef seit 2017. Übergangsweise tritt der Kronprinz der kontrollierenden Schwarz-Gruppe an die Spitze.
01.09.2020 - 17:33 Uhr Kommentieren
Ignazio Paternò: Lidl-Chef geht Quelle: Imago
Lidl

Ignazio Paternò ist der dritte Lidl-Chef seit 2017, der seinen Posten schnell wieder verlässt.

(Foto: Imago)

Düsseldorf Der Chefsessel von Lidl erweist sich als sprichwörtlicher Schleudersitz. Der Discounter sucht bereits einen Nachfolger für Ignazio Paternò, der den Posten erst seit gut einem Jahr innehatte. Der Vorstandsvorsitzende der Lidl Stiftung verlasse das Unternehmen auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung. Das teilte die übergeordnete Schwarz Gruppe auf Anfrage am Dienstag mit. Zuvor hatte die „Lebensmittelzeitung“ über den Abgang berichtet.

Paternò wurde vor einigen Jahren Lidl-Landeschef für den wichtigen Markt Italien. Ende 2018 kam er als stellvertretender Einkaufschef in die Zentrale nach Neckarsulm. Im April 2019 hatte der Deutsch-Italiener die Führung der Lebensmittelkette zunächst kommissarisch übernommen, erst vor wenigen Monaten war der Enddreißiger offiziell zum Vorstandschef ernannt worden.

Paternò ist der dritte Lidl-Chef seit 2017, der seinen Posten schnell wieder verlässt. Auch seine beiden Vorgänger hielten sich nur etwas mehr als zwei Jahre an der Spitze des Discounters.

Jesper Hojer amtierte von 2017 bis 2019 und Sven Seidel von 2014 bis 2017. Seidel ging danach zur Hamburger Otto Group, seit November 2019 ist er Chef des Mannheimer Pharmaherstellers Phoenix.

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    Paternòs Vorgänger kamen nicht gut mit Klaus Gehrig zurecht, heißt es in Branchenkreisen, dem mächtigen Komplementär der Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland). Gehrig, der gerne mit seinem Spitznamen „Killerwal“ kokettiert, genießt das Vertrauen von Firmenpatriarch Dieter Schwarz.

    Offiziell heißt es vom verschwiegenen Familienunternehmen aus Neckarsulm zum Abgang Paternòs: „Sein Lebensmittelpunkt in Italien hat ihn dazu bewogen, das Amt aus persönlichen Gründen niederzulegen.“

    Bei Lidl läuft es

    Nun soll erst einmal Gerd Chrzanowski kommissarisch den Vorstandsvorsitz der Lidl Stiftung übernehmen. „Damit ist die Leistungsfähigkeit der Sparte gesichert“, heißt es vom Unternehmen. Der Endvierziger wird gerade zu Gehrigs Nachfolger und damit zum neuen starken Mann im Schwarz-Reich aufgebaut.

    Der umtriebige Chefstratege Gehrig ist in diesem Jahr 72 Jahre alt geworden. Im März wurde verkündet, dass er Stellvertreter Chrzanowski offiziell als Nachfolger einarbeitet.

    Für den Manager ist der Interimschefposten bei Lidl eine Art Bewährungsprobe – und zugleich die Rückkehr zu seinen beruflichen Wurzeln. Seine rund 20 Jahre dauernde Karriere in der Schwarz-Gruppe begann er Ende 2000 bei Lidl, 2008 zog er in den Vorstand des Discounters ein.

    Nun betont das Unternehmen, Chrzanowski „verantworte auf dem Weg zum Komplementär die größte Sparte der Schwarz Gruppe“. Doch diese Aufgabe soll nur vorübergehend sein. „Gemeinsam mit Klaus Gehrig wird er einen geeigneten Vorstandsvorsitzenden Lidl entwickeln.“

    Lidl ist das Zugpferd der Schwarz-Gruppe, die insgesamt 458.000 Mitarbeiter weltweit beschäftigt. Trotz der häufigen Chefwechsel laufen die Geschäfte der Discounterkette. Lidl konnte den Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr (bis Ende Februar) um knapp zehn Prozent auf 89 Milliarden Euro (netto) steigern.

    Mehr: Das ist der neue starke Mann der Schwarz-Gruppe

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