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Scorerclub Ex-BMW-Manager besorgt Fußballprofis Luxusgüter zum Discountpreis

Im Online-Shop Scorerclub können Fußballer Luxuswaren deutlich günstiger einkaufen als Normalsterbliche. Der Clou: Sie zahlen mit zwei Währungen: Euro und Followern.
14.04.2020 - 20:00 Uhr Kommentieren
Fußballer kaufen gerne ein, doch viel Geld ausgeben wollen sie nicht. Scorerclub-Gründer Kolberg hat daraus ein Geschäftsmodell gemacht.
Scorerclub

Fußballer kaufen gerne ein, doch viel Geld ausgeben wollen sie nicht. Scorerclub-Gründer Kolberg hat daraus ein Geschäftsmodell gemacht.

München Champagner, Sportwagen, Sneaker: Bei Erik Kolberg können Fußballprofis einkaufen, was ihr Herz begehrt. Und das zu besonders günstigen Konditionen, mitunter sogar ganz kostenlos. Die einzige Gegenleistung, die sie zu erbringen haben: Sie müssen die Produkte auf Online-Plattformen wie Instagram oder Twitter herausstellen. Ware gegen Werbung sozusagen.

Scorerclub nennt sich das Start-up des Münchner Unternehmers. Es ist ein Online-Shop ausschließlich für die Stars aus dem bezahlten deutschen Fußball – eine exklusive Gemeinschaft von etwa 1500 Athleten. Die ambitionierten Sportler beziehen zwar häufig Millionengehälter, wollen aber dennoch keinen Cent zu viel ausgeben. „Geiz ist geil gilt auch für Bundesliga-Profis“, erläutert Kolberg.

Mit Scorerclub will der ehemalige BMW-Manager Unternehmen einen unkomplizierten Zugang zu den Fußball-Promis bieten. Denn bislang, so das Kalkül des Marketingexperten, müssen die Firmen jeden Spieler oder dessen Berater individuell ansprechen, um ihn als Werbeträger zu gewinnen. Ein gewaltiger Aufwand.

Das sehen seine ersten Kunden genauso. Scorerclub biete Moët Hennessy eine smarte Möglichkeit, die Spieler der Profiligen und auch die Funktionäre der Vereine zu erreichen, sagt Thomas Baum, Manager Corporate & Private Sales bei dem Champagner-Produzenten. „Wir wissen von unseren Kunden in der Gastronomie, dass unsere Produkte bei den Spielern, vor allem auch in deren Umfeld, sehr beliebt sind“, erklärt Baum. „Deshalb macht es für uns natürlich absolut Sinn, hier präsent zu sein.“

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    Es hat seinen Grund, dass sich Kolberg komplett auf die Profi-Kicker fokussiert. „Fußballer sind die Helden unserer Zeit“, sagt der Unternehmer. Der gebürtige Hamburger muss es wissen, denn seit zehn Jahren betreibt er seine Agentur SKH Sports, in der er Athleten und Sportveranstaltungen vermarktet. So hat er beispielsweise Fußball-Bundestrainer Jogi Löw einen Werbevertrag des Fensterspezialisten Schüco vermittelt. Er arbeitet auch für die Rennserie Formula E und Audi.

    Im Fußball besorgt Kolberg den Klubs Sponsoren, eigenen Angaben zufolge unter anderem Borussia Mönchengladbach. Beim Autohersteller BMW war er einst Sponsoring-Chef des Formel-1-Rennstalls. Im Herbst 2018 hat Kolberg den Scorerclub gegründet, vergangenes Jahr haben Informatiker in Kiew die Software programmiert. Im Januar ging der Shop an den Start. Der Unternehmer hat einige Investoren an Bord, aber er hält die Mehrheit.

    Wenn ein Spieler etwas aus Kolbergs Angebot verbilligt einkauft, bekommt er eine genaue Anleitung, was er dafür zu tun hat. Da werden etwa die Zahl der Mitteilungen, der sogenannten Posts, auf den sozialen Netzen festgelegt, oder auch die Hashtags, die ein Athlet zu verwenden hat. „Spieler tun sich gerne mit begehrten Marken zusammen“, ist Kolberg überzeugt.

    Viel Zeit zum Einkaufen

    15 Labels arbeiten derzeit mit Scorerclub zusammen, bis Jahresende sollen es 30 sein. Einer der bestehenden Kunden ist Third of Life, ein Anbieter von Kopfkissen und Bettdecken sowie Bett- und Schlafwäsche. Anspruch des Herstellers ist es, die Regeneration im Schlaf und damit die Leistungsfähigkeit zu verbessern.

    „Unsere Produkte passen somit perfekt zu Profifußballern“, sagt Frieder Kuhn, Gründer und Chef der Münchner Firma. „Sowohl der VIP-Verkauf als auch die Influencer-Posts sind für uns extrem hilfreich. Das ist Influencer Marketing 3.0.”

    So wie fast die gesamte deutsche Wirtschaft in der Coronakrise seit Wochen stillsteht, so ruht auch die Bundesliga. Keine Partien, kaum Training: Die Profis haben genügend Freiraum, um bei Kolberg zu shoppen. Er registriere deutlich mehr Interesse, seit die Stars wegen Corona zuhause bleiben müssen, sagt Kolberg. Auch ein Spieler der Weltmeistermannschaft von 2014 habe sich inzwischen bei ihm registriert. Den Namen will er aber nicht nennen.

    Ob sich wohl einer der Stars in der spielfreien Zeit für einen Sportwagen von McLaren entscheidet? Die britischen Luxus-Automobile hat Kohlberg auch im Angebot, zu einer günstigen Leasingrate von weniger als einem Prozent des Neupreises pro Monat.

    Mehr: Luxuskonzerne rechnen mit einem dicken Umsatzminus. Die Epidemie könnte manches Unternehmen in Existenznot bringen.

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