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Selbstfindung bei Sportartikelhersteller Puma besinnt sich auf seine Kernkompetenz

Weg von der Lifestyle-Misch-Schiene, hin zu den Ursprüngen: Puma will das klassische Sportartikelsegment stärken und so aus der aktuellen Flaute heraus finden. Aktionäre fragen sich, warum der Sinneswandel so spät kommt.
13.05.2014 - 17:57 Uhr Kommentieren
Sportlich-elegant, statt beliebig, so soll die Firmenstrategie von Puma nach Willen des Vorstandes künftig lauten. Quelle: dpa

Sportlich-elegant, statt beliebig, so soll die Firmenstrategie von Puma nach Willen des Vorstandes künftig lauten.

(Foto: dpa)

Herzogenaurach Puma will mit einer stärkeren Besinnung auf seine Wurzeln wieder aus dem Umsatz- und Gewinntief kommen. Das Unternehmen, das jahrelang auf sogenannte Sportlifestyle-Produkte gesetzt hatte, solle wieder als Sportartikel-Marke profiliert werden, kündigte der neue Puma-Vorstandschef Björn Gulden am Dienstag bei der Hauptversammlung in Herzogenaurach an. Gute Funktionsprodukte (funktionale Sportkleidung) seien immer auch große Lifestyle-Produkte gewesen. „Umgekehrt ist das schwer“, sagte Gulden.

Die Neuausrichtung der Marke will das Unternehmen nach Guldens Angaben mit der größten Werbekampagne seit zehn Jahren begleiten. Im Zuge der Neuausrichtung von Firmenstrategie und Marke soll auch die bisher in London angesiedelte Lifestyle-Abteilung an den Firmensitz Herzogenaurach verlegt werden. Um schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können, setzt Gulden zudem auf eine flachere Firmenhierarchie. Auch neue Produkte sollen schneller als früher auf den Markt kommen.

Aktionärsvertreter warfen derweil dem Vorstand vor, „sich auf den Lorbeeren bei Lifestyle-Produkten ausgeruht“ zu haben. Puma brauche dringend eine Frischzellenkur. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Entwicklung stimmte die Hauptversammlung dem Vorstands-Vorschlag für eine Dividende von 50 Cent pro Aktie zu. Im vergangenen Jahr schrammte Puma mit 5 Millionen Euro nur knapp an den roten Zahlen vorbei. Der Umsatz ging vor allem aufgrund negativer Währungseffekte um fast neun Prozent auf knapp drei Milliarden Euro zurück.

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