Sicherheitspersonal Flughafen Frankfurt droht Streik-Chaos am Freitag

Nach dem Hunsrück Airport Hahn wollen jetzt Sicherheitsleute am Flughafen in Frankfurt streiken. Bis zu 5000 Mitarbeiter könnten die Arbeit am Freitag niederlegen – ganztägig. Die Lufthansa streicht präventiv 15 Flüge.
Update: 20.02.2014 - 18:46 Uhr 10 Kommentare
Sicherheitskontrolle im Flughafen-Terminal: Am Freitag könnte es durch einen Streik in Frankfurt zu Verspätungen und Ausfällen kommen. Quelle: dpa

Sicherheitskontrolle im Flughafen-Terminal: Am Freitag könnte es durch einen Streik in Frankfurt zu Verspätungen und Ausfällen kommen.

(Foto: dpa)

FrankfurtUrlauber und Geschäftsreisende müssen sich am Freitag wegen eines Warnstreiks der Sicherheitsleute am Frankfurter Flughafen auf Verspätungen und Ausfälle einstellen. Verdi ruft die Beschäftigten der privaten Luftsicherheit an Deutschlands größtem Airport dazu auf, die Arbeit von 2 Uhr morgens bis 23 Uhr niederzulegen, teilte die Gewerkschaft am Donnerstag mit. In den Bereichen Personenkontrolle und Flughafensicherheit seien gut 5.000 Mitarbeiter beschäftigt.

„Wir gehen davon aus, dass der Flugverkehr deutlich beeinträchtigt wird“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Mathias Venema. Erstmals rufe die Gewerkschaft die Beschäftigten aller privater Sicherheitsdienstleister an dem Airport zum Ausstand auf. Der Flughafenbetreiber Fraport wollte sich unmittelbar nicht äußern. Größte Fluggesellschaft in Frankfurt ist die Lufthansa.

Und auf deren Flugplan wird der Streik Auswirkungen haben: Deutschlands größte Airline streiche 15 Flüge, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Donnerstagabend der Nachrichtenagentur Reuters. Es handele sich um Deutschland- und Europa-Flüge, die am Freitagvormittag stattfinden sollten. Ob darüber hinaus weitere Verbindungen gestrichen werden, hänge von der Entwicklung des Streiks ab.

Verdi fordert für die Mitarbeiter einen einheitlichen Stundenlohn von 16 Euro. Die Arbeitgeber hätten bisher zwischen 10 und 13 Euro angeboten, sagte Venema. „Das ist deutlich zu wenig. Die Beschäftigten machen eine ausgesprochen wichtige Arbeit.“

In anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg, Bremen oder Nordrhein-Westfalen sei ein Stundenlohn von bis zu 15 Euro entlohnt. Verdi verhandelt seit Dezember mit dem Arbeitgeberverband BDSW - dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft - über einen Abschluss für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Zuvor wurde bereits am wesentlich kleineren Flughafen Hahn gestreikt.

  • rtr
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10 Kommentare zu "Sicherheitspersonal: Flughafen Frankfurt droht Streik-Chaos am Freitag"

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  • Ihr Beitrag den Sie zahlen macht nicht mal einen Cent von vom Lohn aus. Scheint sie aber ganz schön zu treffen!
    Ist da etwa einer beleidigt? Bekommen Sie als Unternehmer am Flughafen etwa nicht die Aufmerksamkeit die Sie gewohnt sind?
    Sie haben doch das Geld und die Wahl, fliegen sie halt über Paris oder London oder wo es Sie auch sonst hinzieht... es tut keinem weh!

    Aber besser ist ein One-Way-Ticket nach Nordkorea, da können sie ihr Sklaven-Unternehmen zum Imperium ausbauen!

  • Eines möchte ich noch ergänzen, im Falle des Sicherheitspersonales auf dem Flughafen bewirken übertriebene Lohnerhöhungen letztlich natürlich den Stellenabbau, den Sicherheitspersonal ist in vielen Fällen durch immer günstiger werdende Technik ersetzbar. Lohnerhöhungen müssen gelegentlich sein, um Inflationäre Geldentwicklungen auszugleichen, aber ich sehe nicht, das die Geldentwertung bis zu 60% beträgt... Also liebe Flughafenbetreiber, schafft das unfreundliche Personal ab, und stellt freundliche und kostengünstige Sicherheitstechnik auf :-)

  • Sicherlich kennen Sie sich nicht aus, sonst wüßten Sie, das nicht die Firma, sondern der Kunde die Mitarbeiter bezahlt. Aber Sie haben natürlich recht, wir Unternehmer wandern entweder ab, oder beschäftigen Mitarbeiter aus z.Bsp. Nordkorea oder Rumänien... Die Frage ist nur, ob Sie als Arbeitnehmer davon profitieren....

  • Wenn ich mir meine Mitarbeiter als Unternehmer nicht leisten kann, sollte ich mein Unternehmen entweder alleine führen (bedeutet für den Unternehmer selber arbeiten, das Wort kennt man ja als Unternehmer mit solchen Ansichten nicht mehr) oder schließen.
    Ich kann mir auch nichts kaufen was ich mir nicht leisten kann.
    Tut mir leid, wenn dafür kein Geld da ist, ist es wahrscheinlich kein gut geführtes Unternehmen.

    Mit den Ansichten am besten nach Nordkorea auswandern!
    Solche Leute brauch man hier nicht, hauptsache die eigenen Taschen vollstopfen!

  • Ich bin selbst Unternehmer und kann auch wenn ich wöllte keine 16,- € zahlen, die Mitarbeiter vergessen in der Regel, das der Arbeitgeber nochmal gut 50% Lohnnebenkosten (auch Urlaub wird bezahlt..) hat... Er muß also 24,- € pro Stunde aufwenden... Das muß erstmal erwirtschaftet werden... Aber Gewerkschaften müssen ja nur den Mund aufreissen und fordern, und schon blasen alle Arbeitnehmer in das gleiche Horn! Wie das Geld wieder reinkommt fragt von den Arbeitnehmern oder der Gewerkschaft keiner!

  • Ich finde diesen Streik für Gerechtfertig, und den Kommentar das Sicherheitspersonal als ungelernt zu bezeichnen als unpassend. Sicherheitspersonal arbeitet im Auftrag des Bundes, brauch Kenntnisse vom Waffengesetz, Sprengstoffgesetz, Kriegswaffenkontrollgesetz, Luftsicherheitsgesetz, Zahlreiche EU-Verordnungen, Röntgenverordnung, Strahlenschutz usw... um hier nur mal einige aufzuzählen. Dazu gehören auch zahlreiche Schulungen und Weiterqualifikationen, sowie die tägliche psychiche Belastung beim Umgang mit den Passagieren, und ständig drohenden Sicherheitstests. Hinzu kommt noch der Umgang mit der sich ständigen weiterentwickelnden Technik (Röntgengeräte, Körperscanner usw...) Das Sicherheitspersonal ist für das LEBEN von mehrern Hundert Passagieren am Tag verantwortlich. Deshalb finde ich 16 Euro nicht zu viel gefordert, eher noch im Rahmen.
    Ich drücke dem Sicherheitspersonal alle Daumen damit Ihre Forderung erhört wird!!!

  • Ohh, die Sicherheitsleute haben die Frechheit, einen Lohn zu fordern, von dem sie in der Frankfurter Gegend auch leben können und kriechen den "Schlipsaffen" dafür nicht mal ins Rektum? Wie können sie nur? Nicht zu fassen!

  • @E.deVere

    ungelernte sind dort eher weniger und vieleicht mal eigene Deutschkentnisse überprüfen!
    Einfach mal weniger diskutieren und Anweisungen befolgen und sich vor Abflug besser informieren, wenn alleine Das schon nicht klappt, braucht man sich auch nicht zu wundern! Aber ich denk mal in ihrem Falle hat es schon den richtigen getroffen! Bei solchen Leuten ist es besser man ignoriert sie und unterhält sich über den nächsten Urlaub, sonst müßte man sich noch wegen übelkeit krankmelden!

    Mein Tipp: In Zukunft mit dem Schiff oder Auto reisen oder einfach einen großen Bogen um Frankfurt machen!
    Man sieht es ja immer wieder "Berlin ist einfach perfekt!" da kommt nichts mit!

    Unabhängig davon gibt es im Bezug auf die Menge der Passagiere so gut wie keine Probleme! Ich sehe überwiegend neutralen und freundlichen Kontakt!

  • Zitat : Flughafen Frankfurt droht Streik-Chaos am Freitag

    - wie in einer richtigen BANANENREPUBLIK !

    Alle Jahre wieder...mal Sicherheitspersonal, mal Piloten, mal Flugbegleiter, mal Bodenpersonal, mal.....

    Wenn wir schon keine Flughäfen mit Terminzusage +/- 5 Jahre hinkriegen, wie können wir denn solche Streiks vermeiden......alles ein unfähiges Pack !

  • Ungelernte Hilfsarbeiter sollen 16 Euro die Stunde bekommen? Geht es noch? Wenn sie wenigstens noch freundlich und höflich wären, wie in Berlin oder in München, aber die meisten sind maulig, der deutschen Sprache in geringem Maße mächtig und plaudern miteinander, anstatt ihrer Tätigkeit nachzugehen. Wie oft habe ich dort schon war über Schichtpläne, Urlaub o.ä. gehört. Unglaublich!

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