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Sicherheitspersonal Flughafen Frankfurt wird am Dienstag fast ganztägig bestreikt – Sicherheitskontrollen nicht besetzt

Verdi lässt im Tarifkonflikt des Sicherheitspersonals die Muskeln spielen. Die Lufthansa kündigt bereits einen Sonderflugplan an. Doch wer ab Frankfurt fliegen wollte, muss umbuchen.
Update: 11.01.2019 - 15:12 Uhr 1 Kommentar
Am 23. Januar treffen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter zur nächsten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt des Sicherheitspersonals. Quelle: dpa
Lufthansa-Maschine in Frankfurt

Am 23. Januar treffen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter zur nächsten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt des Sicherheitspersonals.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Gewerkschaft Verdi will am Dienstag am Flughafen Frankfurt streiken. Die Beschäftigten der Flughafensicherheit sollten an diesem Tag von 2 Uhr früh bis 20 Uhr ihre Arbeit niederlegen, teilte die Gewerkschaft am Freitag mit. Es sei mit starken Einschränkungen im Luftverkehr zu rechnen und nicht auszuschließen, dass weitere Flughäfen in den Warnstreik einbezogen würden. Die Lufthansa kündigte einen Sonderflugplan an.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport rechnete bislang mit rund 136.000 Passagieren für Dienstag. Wie viele der geplanten 1200 Starts und Landungen ausfallen, war zunächst unklar. Das Unternehmen rät Fluggästen zum Umplanen.

Besonders hart wird es aller Voraussicht nach diejenigen Fluggäste treffen, die von Frankfurt aus starten wollen: Wie Fraport am Freitagnachmittag mitteilte, werden die Sicherheitskontrollen außerhalb des Transitbereichs nicht besetzt sein. Fluggäste, die in Frankfurt ihre Reise beginnen, haben so während des Streiks keine Möglichkeit, ihren Flug zu erreichen.

Die Lufthansa bittet diese Gäste, gar nicht erst zum Flughafen zu kommen. und stattdessen bereits jetzt Umbuchungsmöglichkeiten online unter www.lufthansa. „Ab 20 Uhr wird der Flugbetrieb auch für Zusteiger in Frankfurt wieder anlaufen, es ist aber auch danach mit Beeinträchtigungen und Verzögerungen zu rechnen.“

Die Lufthansa will am Sonntagnachmittag ihre Passagiere über Änderungen und den Sonderflugplan an ihrem wichtigsten Drehkreuz informieren, wie ein Sprecher erläuterte.

Am Donnerstag hatte ein Warnstreik an drei großen deutschen Airports zu Hunderten Flugausfällen geführt. Die meisten Sicherheitsleute an den Standorten Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart folgten dem Aufruf der Verdi zu einer ganztägigen Arbeitsniederlegung.

Mehr als 600 Starts und Landungen fielen aus – in Düsseldorf waren es 370 von 580, in Köln/Bonn 131 von 199 und in Stuttgart 142 von 275. Verdi zeigte sich zufrieden – die Beteiligung an der Arbeitsniederlegung sei sehr hoch gewesen.

Ursprünglich waren an den drei Airports am Donnerstag insgesamt rund 110.000 Passagiere erwartet worden – viele von ihnen hatten sich aber vorab informiert und den Weg zum Flieger gar nicht erst angetreten. Auswirkungen gab es auch an anderen Flughäfen, wo Maschinen aus den drei Arbeitskampf-Standorten erwartet wurden oder dorthin geschickt werden sollten. An den Berliner Flughäfen gab es rund 100 Absagen. Etwa gleich viele waren es in München, dort teilweise aber auch witterungsbedingt.

Verdi fordert für die 23.000 Kontrolleure von Passagieren, Fracht, Waren und Flughafen-Beschäftigten eine bundesweit einheitliche Bezahlung von 20 Euro pro Stunde. Das wäre ein Plus im teilweise hohen zweistelligen Prozentbereich – derzeit ist die Bezahlung je nach Region und Tätigkeit unterschiedlich. Die Arbeitgeber halten das für unrealistisch, sie bieten nach eigener Darstellung ein Plus von bis zu 6,4 Prozent.

Für Verdi ist das zu wenig – nach Berechnung der Gewerkschaft wäre das nur ein Plus von 2 Prozent für das Gros der Beschäftigten. Bereits zu Wochenbeginn hatte Verdi Warnstreiks an den Berliner Flughäfen ausgerufen, die Folgen dieser nur wenige Stunden dauernden Arbeitsniederlegung waren aber deutlich schwächer als am Donnerstag.

Am 23. Januar treffen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter zur nächsten Verhandlungsrunde. „Wenn dann der Knoten nicht durchgehauen wird, sind die Beschäftigten bereit für eine weitere Auseinandersetzung“, sagte Verdi-Fachbereichsleiterin Becker. Soll heißen: Dann könnte es zu weiteren Arbeitsniederlegungen und dadurch bedingten Flugausfällen wie am Dienstag in Frankfurt kommen.

  • rtr
  • dpa
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1 Kommentar zu "Sicherheitspersonal: Flughafen Frankfurt wird am Dienstag fast ganztägig bestreikt – Sicherheitskontrollen nicht besetzt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Service vor Streik wäre gut !
    Unverständlich, wenn denn die Abfertigungen wenigstens funktionieren würden !
    Geld ohne gegenleistung zu verlangen wird in der Gesellschaft nicht gut ankommen und diesmal kann man es nicht auf die Airlines schieben. Aus meiner Sicht werden die Angestellten viel zu gut bezahlt für die Leistung welche sie abliefern. Wie wäre es mit Akkord Lohn , vielleicht würden dann weniger Passagiere ihren Flug verpassen.
    @VERDI

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