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Sinkende Absätze US-Lebensmittelhersteller Campbell will Auslandsgeschäft verkaufen

Schulden und Absatzrückgänge machen dem US-Suppenhersteller Campbell zu schaffen. Sorgen machen auch die Strafzölle von Präsident Trump.
Update: 30.08.2018 - 15:16 Uhr Kommentieren
Campbell Soup: US-Konzern will Auslandsgeschäft loswerden Quelle: AP
Campbell Soup

Der US-Lebensmittelhersteller kämpft gegen rückläufige Suppen- und Saftabsätze.

(Foto: AP)

New YorkDer US-Lebensmittelhersteller Campbell möchte sich auf sein nordamerikanisches Kerngeschäft mit Suppen und Snacks konzentrieren und sein Geschäft in anderen Ländern verkaufen. Mit den Erlösen sollten die Schulden erheblich reduziert werden, teilte Campbell Soup am Donnerstag mit. Auch der Verkauf des gesamten Unternehmens sei nicht ausgeschlossen.

Unklar ist, ob das Vorhaben den aktivistischen Investor Dan Loeb zufriedenstellt, der nach seinem Einstieg Anfang August unmittelbar einen Verkauf gefordert hatte. Die Campbell-Aktien gaben vorbörslich etwas nach.

Campbell kämpft gegen rückläufige Suppen- und Saftabsätze, während viele Menschen Lebensmittel bevorzugen, die sie für gesünder und weniger stark verarbeitet halten. Angesichts der US-Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium hat das Unternehmen zudem prognostiziert, dass seine Kosten für diese Werkstoffe steigen werden.

Der Ausstieg aus dem Geschäft mit frischen Produkten ist eine Abkehr von der Strategie von Ex-Chefin Denise Morrison. Die Geschäftsbereiche, die nun verkauft werden sollen, kommen auf einen Jahresumsatz von etwa 2,1 Milliarden Dollar – etwa ein Viertel der gesamten Erlöse. Campbell wird derzeit an der Börse mit ungefähr zwölf Milliarden Dollar bewertet.

Großaktionäre bei dem 149 Jahre alte Unternehmen, das unter anderem durch ein Kunstwerk von Andy Warhol weltweit bekannt wurde, sind die Enkel des Firmengründers John Dorrance, der Suppenkonzentrat in Dosen erfunden hat. Mary Alice Malone, eine Pferdezüchterin aus Pennsylvania, und ihr Bruder Bennett Dorrance, der Bauunternehmer in Arizona ist, halten zusammen ein Drittel der Aktien und haben einen Verkauf des Unternehmens bislang verhindert.

Sie konnten sich dabei auf langfristig orientierte Aktionäre stützen. Allerdings haben in den vergangenen Monaten einige Hedgefonds größere Bestände der Papiere aufgekauft, die weitreichende Veränderungen fordern.

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