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Software Haribo kämpft nach SAP-Umstellung mit Produktionsproblemen

Wieder sorgt die Einführung neuer Software für große Probleme bei einem Unternehmen. Diesmal trifft es den Goldbären-Hersteller Haribo.
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Die Deutschen griffen in diesem Jahr offenbar seltener zu Goldbären und anderen Haribo-Produkten. Quelle: dpa
Haribo-Produktion in Bonn

Die Deutschen griffen in diesem Jahr offenbar seltener zu Goldbären und anderen Haribo-Produkten.

(Foto: dpa)

Grafschaft Der Süßwarenhersteller Haribo hat mit Produktionsproblemen bei Goldbären, Fruchtgummi-Vampiren und anderen Erzeugnissen zu kämpfen. Die Einführung eines neuen Softwaresystems habe zu größeren Lieferschwierigkeiten als erwartet geführt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Unternehmenskreisen.

Wie die „Lebensmittel Zeitung“ berichtet, hängen die Schwierigkeiten mit der Einführung eines SAP-Systems zusammen. Praktisch alle Produkte seien davon betroffen. Doch verbessere sich die Situation inzwischen wieder.

Der Hintergrund: Haribo hatte im Oktober damit begonnen, sein veraltetes Warenwirtschaftssystem auf ein neues Programm umzustellen. Der Schritt sei „alternativlos“ gewesen, sagte ein Unternehmenssprecher. Doch waren die Anlaufschwierigkeiten des neuen Systems größer als erwartet.

Die „Lebensmittel Zeitung“ berichtete, dass bereits Verantwortliche von Supermärkten über ausbleibende Lieferungen geklagt hätten. Doch ist laut Haribo das Schlimmste inzwischen überstanden. „Heute sehen, wir, dass sich unsere Lieferfähigkeit Tag für Tag und Woche für Woche weiter verbessert“, sagte ein Unternehmenssprecher.

Auch bei anderen Unternehmen hat die Einführung von SAP-Systemen zu Komplikationen geführt. So sorgte die Umstellung beim Discounter Lidl laut Medienberichten für Kosten von bis zu 500 Millionen Euro.

Die Produktionsprobleme fallen in eine Zeit, in der Haribo in Deutschland ohnehin zu kämpfen hat. Denn Verbraucher griffen in diesem Jahr seltener zu Haribo-Produkten, wie im Unternehmen zu erfahren war. Die „Lebensmittel Zeitung“ berichtete unter Berufung auf Marktforscher, der Absatz der Goldbären sei zeitweise um 25 Prozent zurückgegangen.

Abhilfe sollen unter anderem drei neue TV-Spots schaffen. Bei Haribo hieß es selbstkritisch: „In Deutschland haben Nischenprodukte einen zu hohen Stellenwert bekommen.“ Künftig werde sich das Unternehmen wieder stärker auf seine Kernsortimente und die Topprodukte konzentrieren.

Besser als in Deutschland laufen die Geschäfte derzeit im Ausland. „Die Haribo-Gruppe wächst international überdurchschnittlich gut und gewinnt weiter Marktanteile“, betonte ein Firmensprecher. Seit Mitte dieses Jahres sei Haribo die Nummer eins im US-Markt und habe dort zuletzt „noch mehr Goldbären verkauft als in Deutschland“.

  • dpa
  • HB
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1 Kommentar zu "Software: Haribo kämpft nach SAP-Umstellung mit Produktionsproblemen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • ... das hört sich etwas lächerlich an .... frei nach dem Motto "bekomme ich nix hin, dann ist es der Computer"
    Bei Projekten ist nicht nur der Software Hersteller in der Verantwortung sondern auch der Kunde. Es ist ein GEMEINSCHAFTSPROJEKT.

    Schön wäre auch, wenn im Artikel stehen würde, WER AUF SEITE DER SAP EINFÜHRUNG TATSÄCHLICH BERATEN HAT. War es SAP selbst oder ein "vermeintlich günstiges" Beratungshaus?

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