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Sparkurs Lufthansa streicht mindestens 1100 Piloten-Jobs

Die angeschlagene Airline verschärft ihren Sparkurs – und so müssen nun auch mehr Piloten um ihre Stelle bangen. Auch betriebsbedingte Kündigungen sind denkbar.
25.09.2020 - 16:48 Uhr Kommentieren
Sollten Vorruhestands- und Teilzeitangebote nicht ausreichen, erwägt Konzernchef Carsten Spohr auch betriebsbedingte Kündigungen. Quelle: Reuters
Lufthansa-Pilot

Sollten Vorruhestands- und Teilzeitangebote nicht ausreichen, erwägt Konzernchef Carsten Spohr auch betriebsbedingte Kündigungen.

(Foto: Reuters)

Berlin Die Lufthansa will im Zuge des verschärften Sparkurses mehr Stellen bei den Piloten streichen als bisher geplant. „Vor dem Hintergrund der angepassten Flottenplanung beläuft sich der Personalüberhang für den Cockpit-Bereich von Lufthansa Airlines auf mindestens 1100 Stellen ab dem Jahr 2022“, sagte ein Konzernsprecher am Freitag und bestätigte damit einen Bericht des „Spiegel“.

Man habe dazu bereits Gespräche mit Arbeitnehmer-Vertretern aufgenommen. „Ziel der Verhandlungen ist eine möglichst sozialverträgliche Lösung für den nun notwendigen Personalabbau.“

Sollten Vorruhestands- und Teilzeitangebote nicht ausreichen, erwägt Konzernchef Carsten Spohr dem Magazin zufolge betriebsbedingte Kündigungen.

Im Juni hatte der Konzern noch den Wegfall von rund 600 Stellen im Cockpit in Aussicht gestellt. Wegen der deutlich langsameren Erholung des Luftverkehrs von der Pandemiekrise hatte die Fluglinie Anfang der Woche jedoch angekündigt, ihren Sparkurs zu verschärfen.

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    So soll die Flotte von Lufthansa und den anderen Airlines des Konzerns bis zu dem erst für Mitte des Jahrzehnts erwarteten Ende der Krise um 150 Maschinen auf rund 650 Flugzeuge schrumpfen, um 50 mehr als bislang vorgesehen. Darin sind geleaste Maschinen anderer Airlines eingerechnet.

    Mit der Verkleinerung plant Spohr einen zusätzlichen Stellenabbau, um die Kosten zu senken. Demnach sind mehr als die bislang angekündigten 22.000 Vollzeitstellen gefährdet. Dies könnte auf eine Größenordnung von rund 5000 zusätzlichen Jobs hinauslaufen, sagte Spohr laut Konzernangaben am Freitag auf einer digitalen Branchenkonferenz. Die Konzernsprecher äußerte sich nicht dazu, wie viele zusätzliche Stellen beim Kabinen- oder Bodenpersonal wegfallen dürften.

    Mehr: Lufthansa verschärft Sparkurs: Abschied vom Riesenflieger A380

    • rtr
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