Sparkurs zahlt sich aus Lufthansa fliegt zu Rekordgewinn

Die Lufthansa hat im abgelaufenen Quartal ihren Gewinn auf 740 Millionen Euro gesteigert. Die größte deutsche Airline profitiert dabei vor allem von umfangreichen Kostensenkungen. Aber auch die Buchungen zogen an.
Update: 02.08.2017 - 08:45 Uhr Kommentieren
Die Kosten pro Sitzkilometer sanken im abgelaufenen Quartal um 3,4 Prozent, die Stückerlöse kletterten zugleich um 1,8 Prozent. Quelle: dpa
Lufthansa

Die Kosten pro Sitzkilometer sanken im abgelaufenen Quartal um 3,4 Prozent, die Stückerlöse kletterten zugleich um 1,8 Prozent.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Lufthansa hat das zweite Quartal dank gestiegener Buchungen und sinkender Kosten mit einem Rekordgewinn abgeschlossen. Das Konzernergebnis stieg von April bis Juni um 69 Prozent auf 740 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern am Mittwoch mitteilte.

„Unsere harte Arbeit an Kostensenkungen zahlt sich aus“, erklärte Finanzvorstand Ulrik Svensson. „Diese Anstrengungen müssen wir weiter fortsetzen.“ Die Kosten pro Sitzkilometer sanken im abgelaufenen Quartal um 3,4 Prozent, die Stückerlöse – der Umsatz pro Sitzkilometer – kletterten zugleich um 1,8 Prozent. Im zweiten Halbjahr sollen die Kosten, aber auch die Ticketpreise sinken.

Die Lufthansa hatte Eckdaten zu den Halbjahreszahlen bereits Mitte Juli bekanntgegeben. Nach einer knappen Verdoppelung des bereinigten Betriebsgewinns auf 1,04 Milliarden Euro im Halbjahr erhöhte der Vorstand die Gewinnprognose für 2017. Die Kranich-Linie rechnet nicht länger mit weniger Gewinn, sondern mit einem Anstieg gegenüber dem Vorjahresgewinn von 1,75 Milliarden Euro. Und das, obwohl die Airline mit sinkenden Stückerlösen im zweiten Halbjahr rechnet. Im wichtigen dritten Quartal sollen sie jedoch stabil bleiben.

Zum Wachstum trägt das erstmalige Einrechnen der Tochter Brussels Airlines bei. Auch schwarze Zahlen bei der Billigfluglinie Eurowings und im Frachtgeschäft sollen den Gewinn treiben. Im Warentransport unterstützen geringere Kapazitäten und der wachsende Internethandel das Wachstum.

Auf diese Prämien fliegen die Meilenjäger
Miles & More
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Mit über 28 Millionen Teilnehmern ist Miles & More das größte Vielflieger- und Prämienprogramm Europas. Mitglieder können bei über 300 Partnern Flugmeilen sammeln und gegen Prämien einlösen. Zu den teilnehmenden Airlines zählen neben der Lufthansa auch die Tochterfirmen Austrian, Swiss, Air Dolomiti, Brussels Airlines sowie Eurowings.

Platz 11: Miles2help - Meilen spenden
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Auf Platz 11 der beliebtesten Flugprämien bei Miles & More liegt das Programm „Miles2help“, mit dem sich gesammelte Flugmeilen an SOS-Kinderdörfer (Bild) weltweit spenden lassen. So beispielsweise beim SOS-Kinderdorf in St. Petersburg:
5.000 gespendete Meilen garantieren hier fünf Kindern einen Monat lang eine ausreichende medizinische Versorgung. Mit 10.000 Meilen kann ein Jugendlicher bei seinem täglichen Leben bis hin zu seinem Abschluss einer Ausbildung unterstützt werden. 20.000 gespendete Meilen finanzieren zehn Kindern für einen Monat das Schulmaterial. Auch lassen sich Meilen an SOS-Kinderdörfer in Afrika wie Asien spenden.

Platz 10: Zigaretten
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Auf Platz zehn der beliebtesten Prämien liegen Zigaretten, die im Bordverkauf durch das Einlösen von gesammelten Meilen zu erstehen sind.

Platz 9: Kopfhörer
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Auf Platz neun der beliebtesten Prämien folgen Kopfhörer, die ebenfalls im Bordverkauf gegen gesammelte Flugmeilen einlösbar sind. (Bild: JBL E25 Bluetooth Kopfhörer, 21.000 Meilen)

Platz 8: Mietwagen
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Nicht nur in der Luft, sondern auch am Boden lassen sich gesammelte Flugmeilen unkompliziert eintauschen. Die Miles-&-More-Partner Avis, Budget, Europcar oder Hertz bieten Vielfliegern die Möglichkeit, Flugmeilen gegen einen Mietwagen einzutauschen. Bei Avis besteht diese Möglichkeit ab 82.000 Meilen.

Platz 7: Hotelzimmer
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Auf Platz sieben der beliebtesten Prämien liegen Hotelzimmer bei Partnern wie Radisson Blu oder Carlson Rezidor. Bei Carlson Rezidor lassen sich nicht nur Hotelzimmer gegen Flugmeilen eintauschen - der Partner bietet Fliegern darüber hinaus die Möglichkeit gesammelte Flugmeilen gegen Geschenkkarten einzutauschen. Diese beginnen bei einem Wert von 25 Euro (8250 Prämienmeilen) und enden bei 150 Euro, was 49.500 Meilen entspricht.

Platz 6: Upgrades in höhere Serviceklassen
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Auch können mit gesammelten Flugmeilen Upgrades in höhere Serviceklassen gebucht werden. Weiterer Vorteil: Dies kann direkt beim Check-in durchgeführt werden und gestaltet gerade Langstreckenflüge wesentlich komfortabler. Möglichkeiten des Upgraden bestehen ab 10.000 gesammelten Flugmeilen.

Die Erlöse stiegen zuletzt vor allem in Nordamerika und Asien. Der Umsatz stieg im Quartal um knapp 13 Prozent auf 9,26 Milliarden Euro. Entlastend wirken niedrigere Treibstoffkosten, die um 100 Millionen Euro auf 4,8 Milliarden Euro im Gesamtjahr sinken sollen. Von Reuters befragte Analysten rechnen mit einem bereinigten Ebit von 2,14 Milliarden Euro in diesem Jahr.

Auch andere europäische Airlines schraubten ihre Gewinnerwartungen wegen hoher Buchungszahlen im Sommer nach oben, so etwa die British-Airways-Gesellschaft IAG, Easyjet und Wizz Air. Lufthansa-Aktien notierten vorbörslich gut zwei Prozent höher.

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