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Sparmöglichkeiten Berater helfen bei globaler Beschaffung

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Dennoch stehen die Einkaufsberater im Vergleich mit anderen Consulting-Firmen gut da. Ihr Einfluss auf die Beschaffungsstrategie der Unternehmen bringt jedoch viele Lieferanten in Schwierigkeiten. Durch die hemmungslose Preisdrückerei geht ihnen die Luft aus. „Die meisten Beratungen vertreten eine eindimensionale Sicht auf den Einkaufspreis“, sagt Werkzeughändler Heilemann. Wer die Preise um weniger als zehn Prozent senke, werde in der Branche schon belächelt.

Die hohe Nachfrage zieht zudem viele Neueinsteiger an – Einkaufsberater darf sich schließlich jeder nennen. „In dieser Krise sprießen die Einkaufsberatungen wie Pilze auf dem Boden“, sagt Heilemann. Neulich musste er mit einem alten Kunden aus der Gegend, mit dem er sonst schwäbisch redet, auf Englisch verhandeln. Dieser hatte zwei Mitarbeiter eines Software-Unternehmens mit an den Tisch gebracht, das sich seit kurzem auch als Einkaufsberatung vermarktet.

Die großen Strategieberatungen haben sich bisher noch nicht von der neuen Lust am Einkauf anstecken lassen. Bei McKinsey, Boston Consulting und Roland Berger ist das Beschaffungswesen nur eine Unterdisziplin. „Das Thema Einkauf ist nur eines unter mehreren, um auf die Krise zu reagieren“, sagt eine Strategieberaterin einer Top-3-Firma..

Doch das erklärt die Zurückhaltung der Großen nur zum Teil. Einkaufsprojekte sind für sie meist auch zu klein. Beispielsweise spart das Eisenbahnreparaturwerk Brühl nach der Beratung durch die Kölner Firma ERA pro Jahr 43 000 Euro beim Einkauf von Flüssiggasen ein. Für McKinsey und Co. sorgt ein solches Volumen kaum für Adrenalinschübe.

Für die Strategieberater lohnt es sich kaum, Know-how im Bereich Einkauf zu entwickeln. „Viele große Managementberatungen haben dort keine besondere Kompetenz aufgebaut“, sagt A.T.-Kearney-Partner Rothenbücher. Kleinen und mittleren Consulting-Firmen eröffnet die Zurückhaltung der Großen Chancen: So kommen A.T. Kearney und andere Allround-Beratungen wie Arthur D. Little über Einkaufs-Projekte an neue Kunden. 64 Ansätze, Materialkosten zu senken, enthält beispielsweise ein A.T.-Kearney-Methodenbaukasten, den die Berater das „Einkaufsschachbrett“ getauft haben.

Auf seine eigene Art geht der Werkzeughersteller Hahn+Kolb nun gegen die vielen Rabatt-Forderungen vor. Während das Unternehmen noch vor einigen Jahren nur als Händler auftrat, berät es inzwischen selbst Kunden aus der Industrie. Die Schwaben helfen bei der Auswahl der Werkzeuge und Systeme – und bündeln die Einkaufsnachfragen von mehreren Kunden.

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