Sparprogramm Air Berlin verdoppelt den Gewinn

Mehdorns striktes Sparprogramm zeigt erste Wirkung. Air Berlin kann den Nettogewinn im dritten Quartal mehr als verdoppeln. Für die angeschlagene Airline ist das aber kein Grund zur Entwarnung.
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Der Vorstandsvorsitzende der Fluggesellschaft Air Berlin, Hartmut Mehdorn, muss sparen. Quelle: dpa

Der Vorstandsvorsitzende der Fluggesellschaft Air Berlin, Hartmut Mehdorn, muss sparen.

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Berlin/DüsseldorfWenn er geht, dann will er als erfolgreicher Sanierer abtreten. Darum setzt Hartmut Mehdorn die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin auf einen strikten Sparkurs. Er hat die Flotte verkleinert, unrentable Strecken gestrichen und neue Kooperationen geschlossen. Nun scheint seine Schrumpfkur erste Erfolge zu zeigen.

Durch das Programm "Shape & Size" wurden allein im dritten Quartal 70 Millionen Euro eingespart, während die Treibstoffkosten im gleichen Zeitraum um 35 Millionen Euro stiegen. Unterm Strich schreibt Air Berlin damit einen Gewinn von 66,6 Millionen Euro - 120 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Die Verluste aus dem ersten Halbjahr konnte Air Berlin damit nicht ausgleichen,, doch auch andere Kennziffern geben Anlass zu Hoffnung: Trotz geringerer Kapazität stieg auch der Umsatz um 1,4 Prozent auf 1,395 Milliarden Euro. Und das obwohl die Auslastung mit 0,4 Prozentpunkten nur leicht auf 84,54 Prozent zugelegt hat. Die Aktie legte im späten Handel um 4,6 Prozent auf 1,60 Euro zu.

Auch Kooperation mit Etihad zeigt erste Erfolge. „Wir profitieren sehr von der strategischen Partnerschaft“, sagte Mehdorn. Im laufenden Geschäftsjahr habe die Zusammenarbeit einen zusätzlichen Erlös in Höhe von etwa 50 Millionen Euro generiert. „Damit sind wir zwar auf dem richtigen Weg, die Reise ist aber noch nicht beendet. Unser Ziel bleibt die Rückkehr in die Gewinnzone im kommenden Jahr“, kommentiert der Airline-Chef das Ergebnis.

Ein ambitioniertes Ziel, das der Airlinechef mit mehreren Umstrukturierungen erreichen will. Erste Details gab Mehdorn bereits bekannt: Unter anderem will Air Berlin die Mehrheit an seinem Vielfliegerprogramm „topbonus“ verkaufen. Mit „Turbine 2013“ haben die Berliner einen neuen Kostensenkungsplan aufgelegt. Der Name des neuen Sparprogramms suggeriert, dass die Berliner im kommenden Jahr durchstarten wollen. Dabei ist das Vorhaben vor allem eins: Eine Notbremsung. Medienberichten zufolge könnte jeder zehnte Arbeitsplatz bei Deutschlands zweitgrößter Airline zur Disposition stehen.

Der Hauptstadtflughafen verhagelt die Bilanz
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7 Kommentare zu "Sparprogramm: Air Berlin verdoppelt den Gewinn"

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  • Der Titel muss anders heißen: Air Berlin verkauft das letzte Hemd!!

    Viele Analysten haben sich etwas über die Quartalsergebnis gefreut! Ich natürlich nicht, weil die Firma leider in die falsche Richtung gesteuert wird. Air Berlin verkauft jetzt die letzten ASSETS was sie noch haben. Und die Frage wer soll dieser Firma gründen und wo gehen die Gelder hin.Nach dem Verkauf von alle Flugzeuge die Air Berlin in die Bücher hat und auch noch die gesamten Ersatzteile inklusive die Triebwerke, bliebt Air Berlin nicht anders übrig als die Bonus program zu Verkaufen. So kann man nicht ein Airline sanieren!!!! Air Berlin ist seit der Eintritt von Mehdorn noch krasser in der falsche Richtung gesteuert werden. Jetzt sollen wieder die Mitarbeiter die Rechnung tragen was die Unfähige Management nicht geschafft hat. Alles gute Air Berlin.

  • Einschnitte bei der Bahn sind nicht mit Einschnitten im Luftverkehr vergleichbar. Einsparungen bei der Wartung sind in der EU so gut wie nicht möglich. Ein Flieger der nicht technisch einwandfrei gepflegt ist verursacht einen weitaus größeren Schaden durch Unzuverlässigkeit und Liegenbleiben, als die Investitionen in die standardmäßige Wartung darstellen. Aus diesem Grund haben übrigens auch die Konkurrenten Ryanair und Easyjet ebenso wie Air Berlin modernstes Fluggerät im Einsatz. Nur bei der Lufthansa sind die Flieger deutlich älter, aber ebenso hervorragend gewartet.
    Wegen Wartungsmängel und Einsparungen wird kein AB-Flieger vom Himmel fallen und Gott bewahre, dass es überhaupt jemals passiert.


  • Air Berlin wird mit Mehdorn auf die Schnauze fallen.

    Der Versager hat bei der Deutschen Bahn nur mit Personalabbau u. Rückbau in allen Bereichen erfolglos agiert .

    Die Folge war ,daß die DB nicht mehr die Leistungen erbringen konnte ,die es eigentlich erbringen sollte .
    Folgedessen das System Mehdorn der Bahn das Chaos in allen Bereichen den Blackout anzeigte .

    Hätte dieser Spinner weiter die DB geleitet wären die Züge
    im Nahverkehr nur noch im Schneckentempo gefahren wegen
    bundesweiter Langsamfahrstellen .

    Dies ist nur ein kleiner Auszug aus der Mehdorn -Affäre.

    Man muß nur warten bis die ersten Air Berlin Flieger
    abstürzen - Ohne Mich .

  • Herr Mehdorn wollte die Bahn an die Börse bringen und hat die Gewinne gesteigert, indem er an der Instandhaltung gespart hat - ganz extrem z.B. bei der Berliner S-Bahn mit bekannten Folgen (viele Züge nicht mehr einsatzfähig). Wenn er Air Berlin mit denselben Maßnahmen traktiert, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der erste Flieger vom Himmel fällt!

  • Hartmut Mehdorn hat sich bei der Deutschen Bahn nicht grade mit Ruhm bekleckert.Nun soll er es bei Air Berlin versuchen?
    Genau so wie bei der Deutschen Bahn?
    In Deutschland gibt es sicherlich qualiviziertere Frau und Maenner als Hartmut Mehdorn.In Deutschland muss man nur in den Richtigen Kreisen verkehren,oder in einer Partei sein.Da braucht man nicht viel Hirn zu haben.
    Mehr als das man von Hof gejagt wird,geht nicht.

  • Hartmut Mehdorn hat sich bei der Deutschen Bahn nicht grade mit Ruhm bekleckert.Nun soll er es bei Air Berlin versuchen?
    Genau so wie bei der Deutschen Bahn?
    In Deutschland gibt es sicherlich qualiviziertere Frau und Maenner als Hartmut Mehdorn.
    In Deutschland muss man nur in den Richtigen Kreisen verkehren,viel Hirn ist da nicht gefragt.

  • Wennn das Sparprogramm Wirkung zeigt, dürfte es für die Flugzeugflotte ja im Winter demnächst zu kalt und im Sommer zu warm sein...

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