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Sparprogramm Lufthansa will raus aus der Komfortzone

Die Lufthansa will sich mehr mit ihren Kunden beschäftigen. Dazu kümmert sie sich zunächst um sich selbst und alle ihre Arbeitsprozesse. Auch in der Firmenführung soll es Einsparungen geben.
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Christoph Franz will die Airline umbauen. Quelle: dapd

Christoph Franz will die Airline umbauen.

(Foto: dapd)

Frankfurt Die Lufthansa nimmt bei ihrem neuen Sparprogramm „Score“ vor allem die internen Abläufe ins Visier. „Wir müssen sämtliche Prozesse und Strukturen kritisch hinterfragen und auch unpopuläre Maßnahmen treffen“, schreibt Lufthansa-Chef Christoph Franz in einem am Freitag veröffentlichten Brief an die Mitarbeiter. Die Veränderungen und Sparmaßnahmen werden auch beim Management nicht haltmachen, kündigte der Vorstandsvorsitzende an. Er wiederholte das Ziel, das operative Ergebnis nachhaltig um 1,5 Milliarden Euro im Jahr zu verbessern. Nur so könnten die geplanten Investitionen in neue Flugzeuge und Produkte gestemmt werden. Das Programm schließt alle Konzernbereiche und Gesellschaften ein und sieht neben dem Sparen auch Umsatzsteigerungen vor.

Franz sieht das größte Luftfahrtunternehmen Europas unter einem zunehmenden Margendruck auf der bislang noch profitablen Langstrecke. Der harte Wettbewerb in Europa mit den sogenannten Billigfliegern werde sich eher noch steigern, zumal zusätzliche Kosten über den Emissionshandel und Luftverkehrssteuer zu schultern seien.

Auf einer Führungskräfteveranstaltung waren erste Grundzüge des Sparprogramms deutlich geworden. „Wir müssen raus aus der Komfortzone“, hatte Franz dort gefordert. Im Mittelpunkt stehe die Verschlankung der administrativen Bereiche. „Denn wir müssen uns zukünftig noch mehr mit dem Kunden und weniger mit uns selbst beschäftigen“, forderte Franz. Die neu installierten Spar-Manager Josef Bogdanski und Jörg Beißel kündigten an, dass zunächst die Nachbarschaftsverkehre zwischen den verschiedenen Konzerngesellschaften optimiert würden. Sparpotenzial gebe es zudem im gemeinsamen Einkauf und bei den Verwaltungskosten.

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  • dpa
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3 Kommentare zu "Sparprogramm: Lufthansa will raus aus der Komfortzone"

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  • Lufthansa - quo vadis ?

    Als regelmäßiger Fluggast der Lufthansa fragt man sich schon, wohin der Konzern geht.

    Klar, angewandte Arbeitsprozesse müssen auf derzeitig übliche Standards der Branche überprüft werden, eine doppelte/dreifache IT-Abteilung muss man in Frage stellen - und damit auch Arbeitsplätze. Wie stark letztendlich der Wettbewerbsdruck aus den Golfstaaten ist, kann ich als Laie auch nicht beurteilen.

    Als Fluggast sehe ich nur all Abläufe um meinen Flug herum und habe das Gefühl, dass die LH hier keinen guten Weg eingeschlagen hat. Das Sparen hat mittlerweile die Kabine erreicht und dort werden die Kunden gebunden.
    Für mich konkret bedeutet es NICHT »Wir müssen raus aus der Komfortzone«, sondern ein »Wir müssen REIN in die Komfortzone«.

    Wenn ich als Kunde einen sichtbaren Mehrwert geboten bekomme, bin ich bereit, auch mehr Geld auszugeben, z. B. für eine Economy-Plus auf den Fernflügen.
    Auch sollte man die Mitarbeiter im Auge haben, denn dass ist das größte Potential der Gesellschaft. Zufriedene Mitarbeiter sind loyal zum Konzern, verkaufen das »Produkt Lufthansa« in der Luft mit Freundlichkeit & Service.
    Ein zufällig mit angehörtes Gespräch an Board zwischen zwei Flugbegleiterinnen lässt erahnen, wie groß die Loyalität zum Konzern derzeit ist.

    Es wäre angebracht, wenn sich die LH wieder mehr mit dem Kunden beschäftigt, denn noch hat sie einen guten Ruf, steht für solide deutsche [Wert]Arbeit.

    Lufthansa - quo vadis ?

  • Polemischer Quatsch.
    Sie werden Ihren ersten Autokauf auch nicht an den Maßstäben von heute messen. Oder habe Sie Ihren Führerschein erst seid vorgestern? Dann wird ein Schuh draus.

  • Wie teuer kam denn der Lufthansa die Fehlinvestition "BMI-Kauf" (HB berichtete) zu stehen, und wer hat und warum wurde dieser Kauf getätigt? Was hat dies mit verbesserungswürdigem Kundenkontakt zu tun?